Mittwoch, 29. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Novavax
Novavax
 
Gesundheitspolitik

Maas will Sterbehilfe über Fraktionsgrenzen hinweg regeln

Der Bundestag sollte die geplante gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe nach Auffassung von Bundesjustizminister Heiko Maas fraktionsübergreifend erarbeiten. "Der Fraktionszwang sollte aufgehoben werden, und wir sollten interfraktionelle Anträge in den Bundestag einbringen", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das Thema Sterbehilfe sei ethisch und moralisch derart komplex, dass es sich um eine klassische Gewissensentscheidung für die Abgeordneten handele.

Anzeige:
Otezla
Otezla

"Das Plenum des Bundestages sollte dann auch der Ort sein, wo wir die politische Debatte führen", sagte Maas, dessen Ministerium für ein Gesetz zuständig ist. Wie für das Leben brauche man auch für das Sterben menschenwürdige rechtliche Rahmenbedingungen.

Bei dem geplanten Gesetz geht es darum, ob organisierte Sterbehilfe in Zukunft verboten werden soll. Vor allem aus den Reihen der Union wird dies gefordert. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte Anfang Januar in einem Interview gesagt: "Ich wünsche mir, dass wir jede geschäftsmäßige Hilfe zur Selbsttötung unter Strafe stellen." CDU-Generalsekretär Peter Tauber ging jetzt in der "Welt" (Samstag) noch weiter: "Ich bin der Meinung, dass jede Form von Sterbehilfe verboten werden soll."

Beihilfe zur Selbsttötung ist in Deutschland nicht strafbar. Verboten ist jedoch die Mitwirkung eines Arztes bei der Selbsttötung eines Patienten. 2005 hatte sich Maas laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" für die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe "in engen Grenzen" und bei der Existenz einer entsprechenden Patientenverfügung ausgesprochen. "Ich möchte im Fall des Falles dieses Recht für mich in Anspruch nehmen können", zitiert ihn das Blatt.


Anzeige:
Point It
Point It
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Maas will Sterbehilfe über Fraktionsgrenzen hinweg regeln "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.