Mittwoch, 29. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Mehr Bürger mit Organspendeausweis - Misstrauen groß

Der Organvergabeskandal hat das Vertrauen ins Spendesystem erschüttert. Trotzdem verfügen mehr Menschen über einen Spenderausweis.

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Trotz des Transplantationsskandals ist der Anteil der Menschen in Deutschland mit Organspendeausweis innerhalb eines Jahres von 22 auf 28% gestiegen. Das zeigt eine am Freitag in Köln veröffentlichte Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Das Ergebnis erscheint erstaunlich, weil nach dem Skandal um Manipulationen bei der Organvergabe in mehreren Kliniken die Zahl der Spender 2013 auf ein Tief von 876 sank. Allerdings hat in der Zwischenzeit die Organspendereform gegriffen: Die Krankenkassen versorgten ihre Versicherten mit Infomaterial und Ausweisen. In der neuen Umfrage gaben 48% der Befragten an, dass sie Vertrauen in das Organspendesystem verloren haben.

Die Erhebung ergab aber auch, dass 78% der Bürger der Organ- und Gewebespende positiv gegenüberstehen. 68% der Befragten sind zu einer Organ- und Gewebespende nach ihrem Tod bereit, zwei Prozent weniger als bei der Erhebung ein Jahr zuvor.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte: "Wir müssen weiterhin beharrlich für die Organspende werben." Verlorenes Vertrauen lasse sich nur langsam zurückgewinnen.

Der Organspendeausweis wird der Studie zufolge überwiegend dafür genutzt, einer Organ- und Gewebespende zuzustimmen (84%). Lediglich 4% dokumentieren im Organspendeausweis demnach ihren Widerspruch.

Die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott, sagte: "Die Dokumentation der persönlichen Entscheidung zur Organ- und Gewebespende ist deshalb so wichtig, damit im Falle des eigenen Todes Angehörige nicht auf ihre Einschätzung oder Vermutung angewiesen sind, sondern entlastet werden."


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