Dienstag, 28. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Forderung nach Meldepflicht bei Arzneimittel-Engpässen

Krankenkassen, Ärzte und Apotheker fordern gesetzliche Maßnahmen, um Lieferengpässen bei wichtigen Medikamenten vorzubeugen. Die AOK Baden-Württemberg, die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) drängten am Mittwoch in Berlin auf umfassende Meldepflichten für die Pharmaindustrie. Sie soll dazu verpflichtet werden, ihre Lagerbestände sowie kurzfristige Lieferprobleme an das zuständige Bundesinstitut zu melden.
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Das bisher geltende Prinzip der Freiwilligkeit bei der Meldung von Versorgungsengpässen werde von den Herstellern ausgenutzt, klagte der Vorsitzende der Arzneimittelkommission, Wolf-Dieter Ludwig. Bei einer ADKA-Umfrage unter Klinikapotheken waren 30 als "versorgungskritisch" eingestufte Wirkstoffe nicht verfügbar. Bei lediglich 8 der 30 Wirkstoffe sei der Mangel von den Herstellern an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet worden, klagte ADKA-Präsident Rudolf Bernard. "So geht das nicht weiter."

Quelle: dpa


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