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Gesundheitspolitik

20. Februar 2021 Pakistanische Ärzte kritisieren Corona-Impfungen gegen Bezahlung

In Pakistan hat der nationale Ärzteverband (PMA) den Plan kommerzieller Corona-Impfungen kritisiert. "Die Regierung könnte diese Entscheidung getroffen haben, um Impfungen zu beschleunigen", sagte PMA-Vertreter Ashraf Nizami am Freitag. "Die Idee, den privaten Sektor in die Impfung einzubeziehen, ist jedoch in vielerlei Hinsicht fehlerhaft, auch in ethischer".
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Die Regierung hatte privaten Unternehmen jüngst erlaubt, Impfstoffe zu importieren und gegen Bezahlung zu impfen. Dies stieß in dem südasiatischen Land jedoch auf Kritik. Impfungen gegen Geld könnten zum Luxusgut werden, so der Vorwurf. In Pakistan leben nach einer aktuellen Schätzung aus dem Finanzministerium etwa 40% der 220 Millionen Landesbewohner unter der Armutsgrenze. Besonders durch die Corona-Pandemie sei die Armut in dem Land gestiegen.

Ein Labor in der Hauptstadt Islamabad hat nach Informationen aus dem Gesundheitsministerium bereits Impfdosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V bestellt. Dieser ist einer von vier Impfstoffen mit Notfallzulassung, neben denen der chinesischen Firmen Sinopharm und CanSino sowie des Vakzins von Astrazeneca.

Im Rahmen der weltweiten Impfstoff-Initiative Covax soll Pakistan Anfang März zwei Millionen Impfdosen von Astrazeneca erhalten. Bereits Anfang Februar hatte Pakistan eine halbe Million Impfdosen von Sinopharm als Spende aus China erhalten. Bislang wurden annähernd 558.000 Infektionen und mehr als 12.500 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus nachgewiesen. Vermutet wird, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

Quelle: dpa


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