Dienstag, 29. November 2022
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Gesundheitspolitik

Pandemie: Ost-West-Schere bei Inzidenzen

Pandemie: Ost-West-Schere bei Inzidenzen
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In der Corona-Pandemie zeigt sich in Deutschland ein weiteres deutliches Ost-West-Gefälle: Die 7-Tages-Inzidenz, die im Labor bestätigte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche anzeigt, ist in mehreren östlichen Bundesländern rasant gestiegen. Im Westen der Republik blieb sie dagegen entweder ähnlich hoch oder nahm ab, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagabend. Im Osten Deutschlands liegen auch die Impfquoten weiterhin zumeist deutlich niedriger als im Westen.
Der Vergleich der 7-Tage-Inzidenz des RKI bezieht sich auf die erste und zweite Septemberwoche. Danach stiegen die Werte für Sachsen und Thüringen von der 35. auf die 36. Meldewoche um jeweils 40% an, gefolgt von Brandenburg (plus 19%) und Sachsen-Anhalt (plus 17%). Allein in Mecklenburg-Vorpommern verlief der Anstieg mit 7% eher moderat.

Am deutlichsten fielen die Inzidenzen dagegen im Saarland (minus 26%), Schleswig-Holstein (minus 15%) und in Nordrhein-Westfalen (minus 14%). Bundesweit gingen die 7-Tages-Inzidenzen damit sogar leicht um 5% zurück.

Diese Entwicklung könnte auf einen Rückgang des Sommerreiseverkehrs, eine Abnahme der diagnostizierten Infektionen beim Schulanfang sowie auf die breite Einführung der 2G- oder 3G-Regeln zurückzuführen sein, heißt es im Wochenbericht.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gingen die Sommerferien erst Anfang September zu Ende. Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt sind aber auch bundesweit die Schlusslichter beim Impfen.
 
 

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Die 7-Tages-Inzidenz gilt als ein Frühwarnindikator für den weiteren Verlauf der Pandemie. Stark steigende Werte können insbesondere in ungeimpfen Risikogruppen 2 bis 3 Wochen später zu mehr Klinikeinweisungen und auch zu mehr Todesfällen führen.

Die Testhäufigkeit ist bundesweit weiter gestiegen. In der 35. Kalenderwoche waren es 945.676 PCR-Tests, in der 36. Woche 991.366, übermittelt von jeweils rund 200 Laboren. Der Positivanteil der Proben lag laut RKI-Wochenbericht um die 8% mit leicht sinkender Tendenz.
 
 

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Quelle: dpa


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