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Gesundheitspolitik

Renten könnten 2014 um 2 bis 2,5% steigen

Die gute Entwicklung der Löhne macht es möglich. Die Renten dürften im kommenden Jahr stärker als die Inflationsrate steigen. Im Gespräch ist eine Spannbreite von 2,0 bis 2,5 Prozent. Ob der Rentenbeitrag sinkt, ist mehr als fraglich.

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Den gut 20 Millionen Rentnern in Ost und West winkt im kommenden Jahr eine spürbare Rentenerhöhung. Als Rahmen dafür zeichnet sich ein Plus zwischen 2,0 und 2,5% ab, was über der aktuellen Inflationsrate liegt. Alles deutet darauf hin, dass die Rentenerhöhung im Osten am oberen und im Westen am unteren Rand liegen wird. Für einen Durchschnittsrentner im Westen wäre das ein Plus von etwa 24 Euro, im Osten von 30 Euro.

Wie hoch die Anpassung tatsächlich ausfällt, entscheidet sich frühestens im März kommenden Jahres, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, am Dienstag in Würzburg. Bei den Angaben zu der möglichen Rentenerhöhung bezog er sich auf eine Schätzung der Bundesregierung von Ende 2012.

Laut Gunkel, der die Arbeitgeber an der Spitze der Rentenversicherung vertritt, gibt es jedoch keine andere aktuelle Einschätzung. "Sie scheint sehr realistisch." Die Rentenversicherung selbst wagte diesmal keine eigene Ansage, wie hoch die nächste Rentenerhöhung ausfallen könnte.

Was die Beitragszahler angeht, so wäre für sie 2014 wegen der gut gefüllten Rentenkassen eine deutliche Beitragssatzsenkung von 18,9 auf 18,3% vom Bruttogehalt drin. Das wäre der niedrigste Wert seit mehr als 20 Jahren.

Ob es aber dazu kommen wird, ist offen, abhängig vom Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. In beiden Lagern gibt es Stimmen, die wegen geplanter Leistungsverbesserungen eine Beitragssenkung ablehnen, da ein solcher Schritt in der Rentenkasse zu Mindereinnahmen in der Größenordnung von 7,4 Milliarden Euro führen würde. Allein die geplante Verbesserung bei der Mütterrente kostet fast so viel.

Eine Beitragssatzsenkung um 0,6 Punkte würde Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen um etwa sechs Milliarden Euro im Jahr entlasten. Ein Durchschnittsverdiener hätte im Jahr etwa 90 Euro mehr in der Tasche. Auch der Staat könnte dann seinen Zuschuss zur Rentenversicherung von etwa 60 Milliarden Euro im laufenden Jahr um etwa 1,3 Milliarden Euro zurückfahren.

Der Rentenbeitragssatz, der auf das Bruttoeinkommen erhoben wird, lag 2011 noch bei 19,9%. Er wurde dann schrittweise auf 19,6 und aktuell 18,9% zurückgenommen.

Die Rentenkasse ist nach Gunkels Worten "nach wie vor gut gefüllt". Zum Jahresende dürften 31 (Ende 2012: 29) Milliarden Euro in der Rücklage sein: ein Rekordwert.

Gunkel warnte aber wie seine Ko-Vorsitzende Annelie Buntenbach (DGB) davor, die Rücklage für versicherungsfremde Leistungen wie die Verbesserung der Mütterrente zu "missbrauchen". Schon in wenigen Jahren würde dadurch die eiserne Reserve an die gesetzliche Untergrenze von 0,2 Monatsausgaben oder etwa 3,5 Milliarden Euro geraten.

Buntenbach forderte zugleich, auf die rechnerisch mögliche Beitragssenkung zu verzichten - und dafür den "Deckel" für die Rücklage von 1,5 Monatsausagaben anzuheben oder ganz zu entfernen. Dieser Deckel führt bislang dazu, dass der Rentenbeitrag gesenkt werden muss, wenn die Rücklagen 1,5 Monatsausgaben übersteigen. Das enspricht derzeit etwa 26 Milliarden Euro.

Mit Blick auf die erwartbare Rentenerhöhung begründete Gunkel seine Zurückhaltung mit dem Hinweis, es fehlten noch belastbare Zahlen zur Lohnentwicklung. Derzeit liege der Wert der Lohnrate bei plus 2,3%. Er werde aber erfahrungsgemäß noch korrigiert. Er wolle vermeiden, dass die Prognose als "Versprechen" aufgefasst werde, das sich vielleicht nicht einhalten lasse. Am 1. Juli waren die Renten im Westen um 0,25% angehoben worden, im Osten um 3,29%.


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