Dienstag, 22. Juni 2021
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Gesundheitspolitik

Juni 2021

Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von BioNTech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von BioNTech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

Kassenärzte: Spahn verlangt „Unmögliches“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für schärfere Kontrollen von Coronatest-Anbietern abgelehnt. Ein entsprechender Referentenentwurf verlange von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) „Unmögliches“, so eine KBV-Stellungnahme, auf die die KBV am Montag auf Twitter hinwies. Es sei unmöglich, die Abrechnungen tausender Teststellen rasch zu überprüfen und die Gelder zeitnah auszuzahlen.

Gehaltsreport 2021: Finanzielle Situation von Ärzten in der Corona-Krise

Ärzte stehen im Kampf gegen COVID-19 an vorderster Front. Jedoch nicht alle haben durch den Dauereinsatz im Ausnahmezustand auch mehr Geld auf dem Konto: Über ein Drittel hatte im Jahr 2020 ein geringeres Einkommen, jeder Zehnte ist sogar von massiven Einbußen betroffen. Das ergab der aktuelle Medscape Gehaltsreport. Dieser untersuchte, wie die Corona-Krise die finanzielle Situation und die Arbeitswirklichkeit von Niedergelassenen und Klinikärzten beeinflusst hat.

Start der EU-Corona-Hilfen – EU-Kommissar: Kontrolle wird klappen

Kurz vor Beginn der ersten Auszahlungen des Corona-Wiederaufbaufonds der EU ist EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn zuversichtlich, dass die verfügbaren 800 Milliarden Euro zielgerichtet ausgegeben werden. Die EU-Kommission habe eine eigene Experten-Gruppe zusammengestellt, um die Umsetzung der zwingend auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Projekte in den nächsten Jahren zu begleiten und zu überprüfen, sagte Hahn am Freitag bei der Tagung „Medienmittelpunkt“ im österreichischen Bad Aussee.

Länder schickten Millionen Masken wegen Mängeln zurück

Mehrere Bundesländer haben Medienberichten zufolge Millionen Corona-Masken aus dem Verkehr gezogen, die ihnen der Bund im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Der NDR berichtete am Freitag nach einer eigenen Umfrage unter den Ländern, dass etwa Schleswig-Holstein 4 Millionen Schutzmasken zurückgeschickt habe, die der Bund von Mai bis August 2020 geliefert habe. Sie hätten die FFP2-Norm nicht erfüllt, habe das Sozialministerium in Kiel auf Anfrage des Senders mitgeteilt.

Entwicklungsorganisation begrüßt Impfspende der USA vor G7-Gipfel

Die Entwicklungsorganisation One hat die Ankündigung von US-Präsident Joe Biden begrüßt, 500 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden zu wollen. Vor dem Gipfel der großen Industrienationen (G7) im britischen Badeort Carbis Bay forderte Karoline Lerche von One am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs auf, bereits jetzt damit zu beginnen, Impfstoffe an Entwicklungsländer abzugeben. „Wir müssen jetzt schnell sein.“ Auch müssten die anderen G7-Staaten jetzt nachziehen.

Rechnungshof: Spahn-Ressort erstattete überhöhten Betrag für Masken

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach einem neuen Bericht des Bundesrechnungshofs in der Corona-Krise für Schutzmasken zeitweise deutlich mehr an Apotheken gezahlt als nötig. So habe es bei der Erstattung von Masken für Menschen mit Vorerkrankungen „eine deutliche Überkompensation“ zugunsten der Apotheken gegeben, heißt es in dem Bericht der Rechnungsprüfer an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

STIKO-Empfehlung: Impfung nur für Kinder mit Vorerkrankungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium nennt laut dem als vertraulich gekennzeichneten Papier rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit anzunehmendem erhöhtem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergingen. Eine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe wird in dem Entwurf nicht ausgesprochen.

Arzneimittel zum Tabakausstieg auf Kassenkosten geplant

Medikamente für einen Ausstieg aus dem Rauchen sollen Tabakabhängige nach Plänen der großen Koalition künftig von der Kasse bezahlt bekommen können. „An keiner anderen Droge sterben weltweit und auch hier in Deutschland mehr Menschen als an den Folgen des Rauchens“, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) der Deutschen Presse-Agentur nach einem entsprechenden Beschluss des Gesundheitsausschusses am Mittwoch. „Wir werden daher noch in dieser Legislaturperiode dafür sorgen, dass die Unterstützung beim Rauchstopp noch besser, noch zielgerichteter, noch einfacher wird.“

Europaparlament gibt grünes Licht für COVID-19-Zertifikat

Das COVID-19-Zertifikat für einfacheres Reisen in der EU rückt näher. Die Abgeordneten des Europaparlaments billigten die Details für das EU-weite Zertifikat, wie das Parlamentspräsidium am Mittwoch in Straßburg mitteilte. Zuvor hatten sich die Abgeordneten und die EU-Länder bereits vorläufig auf die Regelungen für das Dokument zum Nachweis von Corona-Tests/-Impfungen und überstandenen Infektionen geeinigt. Damit das Zertifikat wirklich kommen kann, müssen auch die Mitgliedsstaaten noch formell zustimmen.

Viele Betriebsärzte starten erst ab Dienstag mit Corona-Impfungen

Viele Betriebsärzte in Deutschland können erst am Dienstag oder Mittwoch in größerem Umfang mit den Corona-Schutzimpfungen beginnen. Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, begründete dies damit, dass die Lieferungen von Impfdosen erst im Laufe des Montag erfolgten. Somit könnten die Ärzte erst für die Folgetage sicher planen. Die Bereitschaft unter den Betriebsärzten, beim Impfen mitzuwirken sei sehr hoch, sagte Panter der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe. Das gelte auch für die Mitarbeiter. In Pilotprojekten hätten sich bis zu 70% der...

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