Sonntag, 25. Juli 2021
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Gesundheitspolitik

Juni 2021

Corona-Impfung für Schwangere: Haftungsfrage laut Experten geklärt

Eine Hürde für den Zugang von gesunden Schwangeren zu Corona-Impfungen in Deutschland ist aus Sicht zweier Fachgesellschaften ausgeräumt. Große Unsicherheit bei Ärzten hinsichtlich haftungsrechtlicher Fragen habe bisher dazu geführt, dass Schwangere „trotz eindeutiger Risikosituation“ nur erschwert eine solche Impfung erhielten, mittlerweile gebe es aber Klarheit. Das erklärten die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in einer Stellungnahme. Inwiefern Ärzte nun ihre Impfpraxis bei Schwangeren ändern, war zunächst...

Verzögerung der COVID-19-Impfkampagne durch neue Lieferprognosen

Durch die aktuelle Prognose des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) über die zu erwartenden Liefermengen der COVID-19-Impfstoffe könnte sich die Corona-Impfkampagne rechnerisch um weitere 4 Wochen verzögern. Bei vollständiger Umsetzung der Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) könnten alle erwachsenen Impfberechtigten ab 18 Jahren erst bis zum 5. September 2021 eine Erstimpfung und bis zum 17. Oktober 2021 einen vollen Impfschutz erhalten haben. Das ist das Ergebnis einer aktualisierten Simulation zum zeitlichen Verlauf der...

Spahn dringt auf EU-Lösung für Impfstoff-Anerkennung bei Reisen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf eine zügige Verständigung für den Umgang mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen bei Reisen innerhalb der Europäischen Union. „Leider haben wir dazu noch keine EU-einheitliche Vorgehensweise“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Dies sei ein Problem für einen Raum des freien Reisens. „Wenn wir es nicht schaffen, es jetzt zeitnah auf EU-Ebene zu lösen, werden wir für Deutschland eigene Definitionen vornehmen müssen, welche Impfstoffe wir als gleichwertig anerkennen.“ Dabei gehe es neben dem Schutz vor COVID-19 um die Frage, wie...

Patientenumfrage: Datenmissbrauch bei elektronischer Patientenakte befürchtet

Während Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten ab dem 1. Juli 2021 per Gesetz dazu verpflichtet werden, die elektronische Patientenakte (ePA) in die medizinische Versorgung zu integrieren, hadern Patienten weiterhin mit der Sicherheit ihrer medizinischen Daten. 71% der Deutschen haben Sorge, dass ihre Gesundheitsdaten missbraucht werden könnten, wenn die entsprechenden Server gehackt werden. Mehr als die Hälfte (57%) fürchtet zudem Manipulation. Das zeigt die bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave, der in...

Patientenschützer für weitere Bundesfinanzierung der Impfzentren

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf mögliche Corona-Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund. Voraussichtlich ab Herbst stünden Auffrischungsimpfungen für die 900.000 Pflegeheimbewohner an, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Die aufsuchenden Impfungen in den 12.000 Pflegeeinrichtungen könnten aber nur mit den mobilen Teams der Impfzentren realisiert werden. „Das gilt auch für Impfaktionen in Corona-Hotspots. Zudem hat nicht jeder einen Hausarzt, um einen Impftermin zu vereinbaren.“

UN: Deutsches Bremsen bei Impf-Patenten behindert Pandemie-Bekämpfung

Nach Einschätzung der UN-Entwicklungsorganisation UNDP bremsen Deutschland und andere Länder die Bekämpfung der Corona-Pandemie, indem sie eine Freigabe von Patenten für Impfstoffe blockieren. „Rechte an geistigem Eigentum sind ein Hindernis für eine beschleunigte Verbreitung und Produktion von Impfstoffen“, sagte UNDP-Chef Achim Steiner der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe bei Vorstößen wie jenem zur Patent-Freigabe zwar immer Bedenken, doch „Risiko ist kein Grund, jetzt nicht zu handeln“. Die Freigabe von Patenten müsse als eine von mehreren Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um der...

Corona-Impfung durch Betriebsärzte: Modellversuch erfolgreich gestartet

Seit dem 7. Juni können Unternehmen ihren Belegschaften Impfungen gegen SARS-CoV-2 anbieten. Kleinere und mittlere Betriebe verfügen jedoch meist nicht über die dafür notwendige Infrastruktur. Im Rahmen des Projektes „Gesund arbeiten in Thüringen“ ist deshalb ein Modellversuch gestartet, der es kleineren und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihren Beschäftigten zwischen dem 15. und 18. Juni eine Impfung anzubieten. Das Angebot trifft auf eine große Nachfrage. Für die Aktion an insgesamt drei Standorten in Thüringen haben sich 30 Unternehmen registriert. Über 600 Beschäftigte wollen...

Johnson & Johnson liefert nach EU-Angaben weniger als geplant

Der US-Hersteller Johnson & Johnson kann nach Angaben der EU-Kommission sein Lieferziel für Corona-Impfstoff bis Ende Juni nicht einhalten. Die den EU-Staaten zugesagte Menge von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde nicht erreicht, sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel. Wie viel geliefert werde, könne er noch nicht sagen. Der Sprecher bekräftigte aber das Ziel, bis Ende Juli insgesamt genug Corona-Impfstoff verschiedener Hersteller zu haben, damit 70% der Erwachsenen in der EU geimpft werden können.

Moskau führt Corona-Pflichtimpfungen in Unternehmen ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verpflichtet Russlands Hauptstadt Moskau eine Reihe von Unternehmen, mindestens 60% ihrer Mitarbeiter impfen zu lassen. Unter anderem im Handel, in der Gastronomie sowie im Bildungs-, Kultur- und Sportbereich soll diese Impfquote bis Mitte August erfüllt sein, wie aus einer Anordnung der obersten Amtsärztin Moskaus, Jelena Andrejewa, hervorgeht. Die neue Regelung gilt auch für staatliche und kommunale Einrichtungen.

Initiative zur Stärkung und Zukunft der Intensiv- und Notfallpflege fordert mehr politische Unterstützung

An Vorschlägen mangelt es nicht: Bereits im April 2020 hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und wiederum im März 2021 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) sehr konkrete Forderungen zur „Stärkung und Zukunft der Intensivpflege in Deutschland“ veröffentlicht. Zudem startete im Januar die Zeitschrift STERN die Bundestagspetition „Pflege in Würde“, die von Anfang an von zahlreichen medizinischen Fachgesellschaften unterstützt wurde.

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