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Gesundheitspolitik

Juli 2021

Corona und die Psyche: Lage weiterhin angespannt

Kontaktbeschränkungen fallen, Existenzängste und die Sorge vor einer 4. Corona-Welle bleiben: Mit Blick auf die psychische Belastung vieler Berufstätiger in Deutschland hat sich die Lage im 1. Halbjahr 2021 nur minimal entspannt. Wie Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, sind Arbeitnehmer in den ersten 6 Monaten im Bundesdurchschnitt 42,5 Tage wegen Depressionen, Angststörungen, Burnout und Co. krankgeschrieben gewesen. Das sind zwar 1,2 Tage weniger als im ersten Corona-Jahr 2020, aber immer noch 3 Tage mehr als 2019 vor der Pandemie.

Coronavirus: China lehnt WHO-Pläne für Laborinspektionen ab

China stellt sich gegen Pläne der WHO einer Labor-Inspektion in der zentralchinesischen Metropole Wuhan auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus. China könne einen solchen Plan nicht akzeptieren, sagte Zeng Yixin, Vizeminister von Chinas Nationaler Gesundheitskommission, am Donnerstag. Er sei überrascht gewesen, als er die neuen Pläne der WHO studierte. Der Fokus auf einen möglichen Laborausbruch zeuge von einer arroganten Haltung gegenüber der Wissenschaft.

Fortschritte in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen

„Exzellenz stärken – Wissen teilen" unter diesem gemeinsamen Motto fand am 16.07.2021 in Erlangen das 1. BZKF Netzwerktreffen statt. Seit November 2019 arbeiten die 6 bayerischen Universitätsklinika im Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) zusammen. Im Rahmen des Netzwerktreffens wurden nun die ersten Maßnahmen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen und der geförderten Leuchtturmprojekte vorgestellt. Ziel dieser Initiative ist es, die Versorgung von Krebspatienten in Bayern auf ein neues Level zu heben, indem man die Expertise aller 6 Standorte in einem gemeinsamen Zentrum bündelt. Des...

Mitteleuropäische Staaten wollen Corona-Maßnahmen koordinieren

5 Staaten Mitteleuropas wollen ihren Kampf gegen die Corona-Pandemie stärker koordinieren. Das beschlossen die Außenminister von Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien und der Slowakei am Dienstag bei einem Treffen im tschechischen Melnik bei Prag. Ziel sei es, sich nicht gegenseitig mit einseitigen Maßnahmen zu überraschen, sagte der tschechische Gastgeber Jakub Kulhanek. Zugleich betonte er, dass man angesichts neuer Virusvarianten achtsam bleiben müsse.

Stiko-Mitglied: Statt der Kinder mehr Erwachsene impfen

Die Medizinerin Eva Hummers, die der Ständigen Impfkommission des RKI angehört, hat an die noch nicht gegen Corona geimpften Erwachsenen appelliert, sich die Spritze geben zu lassen – auch zu Gunsten der Kinder. „Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen und sagen, sie müssen sich impfen lassen, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen, während wir noch nicht wissen, ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist“, sagte Hummers dem „Mannheimer Morgen“.

Psychologische Akuthilfe nach Hochwasserkatastrophe

Starkregen und Überflutungen haben verheerende Schäden und schreckliche Erlebnisse für viele Menschen herbeigeführt. Das Erleben von Todesgefahr, der Verlust von Angehörigen oder die Zerstörung des eigenen Zuhauses stellen traumatische und immens belastende Erlebnisse dar. Als Angebot zur Bewältigung der akuten psychischen Folgen der Erlebnisse bei diesen dramatischen Ereignissen bietet der BDP eine Krisenhotline an. Sie soll der Unterstützung von Betroffenen und Helfenden dienen.

Patientenumfrage: ePA fördert Patientenautonomie

Ob Befunde, Behandlungsberichte oder Medikationspläne: Die Verfügbarkeit der eigenen gesundheitsrelevanten Daten zählt zu den zentralen Mehrwerten, die Patienten in der elektronischen Patientenakte (ePA) für sich erkannt haben. Knapp 6 von 10 (57,8%) rechnen das eigene Gesundheitsmanagement zu den wichtigsten Vorteilen der ePA. Ebenfalls 6 von 10 (59,2%) hoffen, durch sie eine bessere Position im Gespräch mit den behandelnden Ärzten einnehmen zu können. Das zeigt die bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave, der in...

Warnhinweise für seltene Nervenkrankheit und Herzprobleme

Der europäische Ausschuss für Risikobewertung hat einen Warnhinweis für eine sehr seltene Nervenkrankheit in die Produktinformationen des Covid-19-Impfstoffs von AstraZeneca aufgenommen. Das geht aus dem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts, der am Donnerstag in Langen (Hessen) veröffentlicht wurde. Beim Guillain-Barré-Syndroms (GBS) werden durch eine überschießende Autoimmunreaktion Nerven geschädigt, so dass sie keine Reize mehr übertragen können.

BVÖGD: Nachwuchsgewinnung im ÖGD gelingt nur mit Arzt-Tarifvertrag

Das Investitionsprogramm von Bund und Ländern für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) droht weitgehend ins Leere zu laufen, wenn der fachärztliche Nachwuchs keine Perspektive in den Gesundheitsämtern findet, warnen der Marburger Bund und der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) in einem Offenen Brief an die Finanzministerkonferenz (FMK) und die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder.

Großbritannien verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Januar

In Großbritannien ist am Mittwoch mit mehr als 42.000 Neuinfektionen die höchste Zahl an Ansteckungen mit dem Coronavirus seit Mitte Januar verzeichnet worden. Das Land hatte zum Jahreswechsel den Höhepunkt der zweiten Infektionswelle erreicht. Seit Mitte Juni steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder massiv an. Grund dafür sind die starke Verbreitung der Delta-Variante in dem Land sowie die Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Am 19. Juli sollen im größten Landesteil England so gut wie alle Einschränkungen fallen.

Zahl der Corona-Impfungen pro Woche sinkt in Deutschland

Die Zahl der Corona-Impfungen pro Woche ist in Deutschland weiter gesunken. Die Gesamtzahl der wöchentlichen verabreichten Impfdosen sei seit der dritten Juniwoche zurückgegangen, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht vom Mittwoch, ohne eine konkrete Zahl für die vergangene Woche zu nennen. In der Vorwoche (28. Juni bis 4. Juli) gab es in Deutschland nach zuvor veröffentlichten Zahlen 5,0 Millionen Corona-Impfungen, eine Woche davor 5,6 Millionen.

DDG und VDBD warnen vor Versorgungsengpässen für Menschen mit Diabetes

Die stark steigende Zahl betreuungsintensiver, häufig älterer macht es notwendig, die Sprechende Medizin zu stärken. Das fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in ihrem aktuellen Positionspapier zur Bundestagswahl 2021. Auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) sieht einen hohen Bedarf an einer auf den gesamten Menschen ausgerichteten Medizin. Von den fast 8 Millionen Menschen mit Diabetes entwickelt ein hoher Anteil im Laufe der Zeit schwer einschränkende Begleiterkrankungen. Je besser sie versorgt sind, umso besser ist ihr...

Psychologische Unterstützung zur Bewältigung der Pandemiefolgen für Kinder und Jugendliche gefordert

Nach der lange andauernden Pandemiezeit sind eklatante psychologische Folgen bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten, wie beispielsweise Ängste, Depressionen und Stressempfinden. Der BDP fordert die Politik auf, dringend Abhilfe zu schaffen – in Form einer angemessenen und fachlich ausgewiesenen psychologischen Beratung, Betreuung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern.

DGS fordert Facharzt für Schmerzmedizin

Um die schmerzmedizinische Versorgung in Deutschland zu verbessern, fordert die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) erneut die Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin. „Wenn wir die Versorgung nachhaltig verbessern wollen, ist dieser Schritt überfällig“, so der DGS-Präsident Dr. Johannes Horlemann. Anlass für die Erneuerung der Forderung ist ein aktueller Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK). Dieser hat die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) damit beauftragt, die Umsetzung des GMK-Beschlusses von 2015 zur Stärkung...

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
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