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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Ärzte

Mai 2021

Internisten fordern mehr Impfstoff für Arztpraxen und Aufhebung aller Priorisierungsvorgaben

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte dürfen ab sofort Erwachsene mit den Corona-Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson impfen, ohne Priorisierungsvorgaben bei der Impfreihenfolge beachten zu müssen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) und der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) begrüßen diese Entscheidung. Gleichzeitig fordern beide Organisationen, die Versorgung von Haus- und Facharztpraxen mit den übrigen zugelassenen Impfstoffen anderer Hersteller zu verbessern und bürokratische Vorgaben abzubauen. Denn um möglichst viele Menschen so schnell wie...

Hartmannbund warnt vor Auflösung des Zentralen Sanitätsdienstes

Der Hartmannbund kritisiert politische Planspiele zu einer Auflösung des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Mit der vom Generalinspekteur der Bundeswehr offenbar geplanten erneuten Integration des Sanitätsdienstes in die Teilstreitkräfte drohten tiefgreifende Folgen für die fachliche Struktur des Sanitätsdienstes, die ärztliche eigenverantwortliche Behandlung der Patienten, die Versorgungsqualität und die zivil-militärische Zusammenarbeit.

Impfkommission: Zunächst an Priorisierung festhalten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) befürwortet zunächst weiter eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19. „Nach Ansicht der Stiko sollte an der Priorisierung zunächst festgehalten werden“, teilte das Gremium am Robert Koch-Institut am Donnerstag mit. Es gebe bei anhaltend hoher Impfbereitschaft einen „noch beträchtlichen Anteil an impfbereiten Personen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19 Verlauf, die noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten“.

Deutscher Ärztetag fordert den Stopp von Spahns Digitalgesetz im Bundestag

Der 124. Deutsche Ärztetag hat dem Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) eine klare Absage erteilt. Die Ärzte fordern den Deutschen Bundestag auf, das DVPMG in der vorgelegten Form heute nicht zu verabschieden. „Wir sehen hier einen tiefen Eingriff in unsere Beziehung zu den Patienten“, sagte Dr. Silke Lüder, Vizevorsitzende der Freien Ärzteschaft (FÄ), am Donnerstag in Hamburg. „Die Patienten vertrauen sich uns an, in dem berechtigten Glauben, dass wir ihre Daten schützen. Zentrale Online-Datenspeicher torpedieren unsere ärztliche Schweigepflicht.“

Spahn will Astrazeneca-Impfstoff für alle freigeben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für alle Impfwilligen an – ohne Priorisierung nach Alter, Vorerkrankung oder Berufsgruppe. An diesem Donnerstag wolle er mit seinen Länderkollegen darüber reden, kündigte er am Mittwochabend in der WDR-Fernsehsendung „Aktuelle Stunde“ an. Man werde dann „bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt“. Für Astrazeneca gelte das dann sofort. Zudem solle das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca –...

Ärzte warnen vor mehr Kommerzialisierung im Gesundheitswesen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat vor Kostendruck und einer weiteren Kommerzialisierung im Gesundheitswesen gewarnt. „Erst kommt der Patient und dann der Profit. Das muss sich endlich in das kollektive Gedächtnis einbrennen“, sagte der Chef der Bundesärztekammer am Dienstag beim digitalen Ärztetag. Ökonomisches Handeln sei auch im Gesundheitswesen eine Selbstverständlichkeit, dies müsse aber den Zielen der Medizin dienen und nicht umgekehrt.

Hartmannbund: Assistenzarztumfrage 2021

Eine repräsentative Umfrage des Hartmannbundes unter 1.258 Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung macht deutlich, wie schwierig und unbefriedigend die Arbeitsverhältnisse im Gesundheitssektor vielfach noch immer sind. Über 70% der Befragten gaben an, trotz Tarifvertrages mindestens 45 Wochenstunden oder mehr zu arbeiten, bei fast jedem Zweiten werden die Überstunden dabei nach wie vor nicht angemessen dokumentiert. Die dadurch entstehende hohe Arbeitsbelastung hat zur Folge, dass etwa 36% der jungen Ärztinnen und Ärzte über einen Berufswechsel nachdenken, während fast 56% sich eine...

April 2021

GOÄ-Anpassung längst überfällig – Ärzte können leistungsgerechte Steigerungsfaktoren nutzen

Seit 25 Jahren bekommen Ärztinnen und Ärzte das gleiche Honorar für ihre medizinischen Leistungen, wenn sie nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen. „Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ), am Freitag in Essen. „Und bislang ist nicht absehbar, wann es eine neue GOÄ geben wird, die die Kostensteigerungen in den Praxen zumindest abmildern könnte.“

Patientenschützer kritisieren Priorisierungsdebatte

Patientenschützer haben die Debatte um die Freigabe der Corona-Impfungen in Deutschland als verfrüht und folgenschwer kritisiert. „Heute davon zu reden ist nichts anderes, als den Menschen Sand in die Augen zu streuen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Kern mangele es immer noch an ausreichend Impfstoff. Mit der Aussicht auf ein Ende der Impf-Priorisierung im Juni wolle die Politik von dem eigenen Versagen ablenken.

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