Montag, 16. Dezember 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Ärzte

Dezember 2019

Ärzte und AOK warnen: Gesetzesänderungen gefährden zielgenaue und adäquate Behandlung von Patienten

Die Allianz Deutscher Ärzteverbände und die AOK warnen davor, dass zahlreiche Verträge zur besseren Versorgung von Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen durch geplante Änderungen der gesetzlichen Vorgaben gefährdet sind. Mit dem „Gesetz für einen fairen GKV-Kassenwettbewerb“ (GKV-FKG) sollen Verträge zwischen Ärzten und Kassen, in denen bestimmte Krankheits-Diagnosen als Voraussetzung für Vergütungen genannt werden, künftig generell für unzulässig erklärt werden.

Erfolgskonzept EFA® jetzt auch im Facharztvertrag Urologie

AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK fördern ab 2020 auch im Bereich Urologie die besondere Tätigkeit der Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis (EFA®). Die Urologie-EFA® unterstützt den Arzt durch Übernahme delegationsfähiger Aufgaben und trägt wesentlich zu einer weiter verbesserten Patientenversorgung bei. Ihre Tätigkeit wird mit einem Zuschlag von fünf Euro pro Quartal bei Patienten honoriert, die aufgrund ihrer Erkrankung eine besondere urologische Betreuung und Beratung bedürfen. Im gemeinsamen...

Moralische und ethische Grundwerte sind der Kern ärztlichen Handelns

„Bei Eintritt in unseren Beruf geloben wir, unsere Patientinnen und Patienten losgelöst von persönlichen Merkmalen wie Glaube, ethnischer Herkunft oder politischer Zugehörigkeit zu betrachten und zu behandeln“, erklärt Kammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker. „In einer Zeit, in der diffamierende Äußerungen in der Öffentlichkeit langsam aber sicher zum Tagesgeschehen gehören, müssen wir uns noch stärker auf unsere moralischen und ethischen Grundwerte besinnen“, fordert Wenker.

BVMed legt 7-Punkte-Positionspapier zum Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen vor

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat ein Positionspapier zur Aufnahme von digitalen Gesundheitsanwendungen in die Krankenkassen-Erstattung vorgelegt. Darin schlägt der BVMed sieben Maßnahmen zur Umsetzung des Digitale Versorgung-Gesetzes (DVG) durch das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen vor, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geführt wird. "Wir sprechen uns unter anderem für eine transparente und verständliche Information von Patienten und Ärzten sowie für realistische...

Aufbruchstimmung dank Telemedizin, KI und Co

Einen 360-Grad-Blick auf Telemedizin, eHealth und das vernetzte Krankenhaus der Zukunft sowie die intersektorale Versorgung – das versprach Magdalena Groneberg von Telekom Healthcare Solutions den Besuchern in ihrer Auftaktrede. Mehr als 200 Gäste hatten sich am 29. November bei der Telekom am Landgrabenweg eingefunden, um sich bei „Gemeinsam #360digital“ über Neuerungen im Bereich Telemedizin zu informieren, über die Lage am Gesundheitsmarkt auszutauschen, die neuesten Trends kennen zu lernen und bestehende Lösungen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Spahn ändert nach Protesten Reformpläne für Intensivpflege

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ändert nach breiten Protesten seine Reformpläne für die Pflege schwerkranker Menschen mit künstlicher Beatmung. Intensivpflege-Patienten, die am sozialen Leben teilhaben, könnten auch künftig zu Hause betreut werden, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Zugleich solle erreicht werden, dass sie bestmöglich versorgt werden. Dies sei bisher oft nicht der Fall. Das Ministerium gab einen überarbeiteten Entwurf in die regierungsinterne Abstimmung. Damit würden...

Freie Ärzteschaft: Schluss mit der systematischen Verantwortungslosigkeit in der Gesundheitspolitik

Mit 20 Gesetzen in 20 Monaten will Jens Spahn „für spürbare Verbesserungen des Alltags der Bürger, der Patienten, der Pflegekräfte und Ärzte gesorgt“ haben. So lobte der Bundesgesundheitsminister am vergangenen Donnerstag im Bundestag sich selbst. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) sieht das anders: „Diese Gesetzesflut ist systematische Verantwortungslosigkeit“, sagte FÄ-Vize Dr. Silke Lüder am Samstag in Düsseldorf. Ärzte würden massiv in ihrer Berufsfreiheit eingeschränkt und die ärztliche...

November 2019

Ministerium ruft zu befristeter Gratis-Abgabe von Zolgensma auf

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Pharmakonzern Novartis aufgerufen, das zwei Millionen Euro teure Medikament Zolgensma bis zu einer Zulassung für Deutschland kostenlos abzugeben. Das Ministerium begrüße es, wenn das Unternehmen für bis zu zweijährige Kinder mit Spinaler Muskelatrophie kurzfristig ein Härtefallprogramm dafür in Betracht ziehe. Dies würde das Anliegen unterstützen, die Verunsicherung ihrer Familien in dieser schwierigen Situation zu lindern, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an Novartis, das der Deutschen...

Ärztepräsident für "kreative Lösungen" für Praxen auf dem Land

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat für "kreative Lösungen" geworben, um dringend benötigte Hausärzte für ländliche Gebiete zu gewinnen. "Man könnte darüber nachdenken, einen Teil der Medizinstudienplätze nach Regionen mit einem besonderen Bedarf an Ärztinnen und Ärzten zu verteilen", sagte der Bundesärztekammer-Chef der Deutschen Presse-Agentur. Beispielsweise könnte ein bestimmter Anteil der Plätze an Bewerber aus dem Hochsauerland, dem Bayerischen Wald oder der Uckermark gehen –...

Ärzte warnen vor wirtschaftlichem Druck auf Patientenversorgung

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat vor wachsendem wirtschaftlichen Druck auf die Behandlung von Patienten gewarnt. "Wir wollen ein humanes Gesundheitswesen haben, das nicht so durchökonomisiert ist wie ein Industriebetrieb", sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist unangemessen für die Versorgung von Kranken und mit dem ärztlichen Ethos nicht vereinbar." Er verwies auf zunehmend problematische Bedingungen in Krankenhäusern, die zu "Effizienzdruck" führten. Es verschärfe sich auch...

Depressiven Kindern droht Versorgungslücke nach Klinik

Fast 8% aller depressiven Kinder zwischen 10 und 17 Jahren kommen innerhalb eines Jahres ins Krankenhaus, durchschnittlich für 39 Tage. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge. Folge: Fast jedes vierte dieser Kinder wird innerhalb von 2 Jahren mehrfach stationär behandelt. Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit mit dem Schwerpunkt „Ängste und Depressionen bei Schulkindern“. Basis für die repräsentative Studie sind Abrechnungsdaten der Jahre 2016 und 2017 von rund 800.000 minderjährigen...

Digitalisierung zwischen Faszination und Risikomanagement

„Um eine App auf Datensicherheit zu prüfen, brauche ich eine Woche. Patienten müssen sich also darauf verlassen können, dass jemand anders für sie die Risiken abschätzt“, forderte IT-Analyst Martin Tschirsich auf dem LunchTalk der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Unter dem Titel „Highway to Health“ diskutierte Tschirsisch mit Dr. Markus Müschenich, Geschäftsführer der Firma „Flying Health“ die Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Über allem steht für uns das Selbstbestimmungsrecht...

Pflegebudget: Neuland für alle Beteiligten

Am vierten und letzten Kongresstag stand eine der umfassendsten Reformen der Krankenhausfinanzierung seit Einführung der DRG-Fallpauschalen im Fokus: die Ausgliederung der Personalkosten für die Pflege am Bett. Im Kompakt-Seminar „Das neue Pflegebudget – wie wird’s gemacht?“ wurden sowohl die Vorarbeiten auf Bundesebene als auch die praktische Aufgabe vor Ort bei den Budgetverhandlungen 2020 betrachtet, denn die anstehenden Verhandlungen bedeuten für alle Beteiligten Neuland.

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