Montag, 9. Dezember 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Gesundheit

Dezember 2019

Hartmannbund: Rechtssicherheit der Notfallsanitäter darf nicht zulasten der Qualität gehen

„Ärztliche Behandlungen, die wegen fehlender Ärzte nicht durchgeführt werden können, dürfen nicht durch kurzfristige und nicht vollständig durchdachte Maßnahmen versucht werden zu kompensieren.“ Damit begrüßte die niedersächsische Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat, die Ankündigung der Bundesregierung zum Dialog zwischen Vertretern des Rettungsdienstes und der Ärzteschaft.

Junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen

Besonders junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen: 42% der 14- bis 29-Jähigen fürchten, an einer Depression, Angststörung oder an anderen Seelenleiden zu erkranken. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen hinweg sagen das 30%. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Die Analyse macht darüber hinaus deutlich: Junge Menschen fürchten sich auch häufiger vor anderen Krankheiten als andere Altersgruppen – beispielsweise vor Diabetes oder schweren Augenerkrankungen. Krebs bleibt bei allen Menschen mit Abstand...

Freie Ärzteschaft: Schluss mit der systematischen Verantwortungslosigkeit in der Gesundheitspolitik

Mit 20 Gesetzen in 20 Monaten will Jens Spahn „für spürbare Verbesserungen des Alltags der Bürger, der Patienten, der Pflegekräfte und Ärzte gesorgt“ haben. So lobte der Bundesgesundheitsminister am vergangenen Donnerstag im Bundestag sich selbst. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) sieht das anders: „Diese Gesetzesflut ist systematische Verantwortungslosigkeit“, sagte FÄ-Vize Dr. Silke Lüder am Samstag in Düsseldorf. Ärzte würden massiv in ihrer Berufsfreiheit eingeschränkt und die ärztliche...

Patientendaten sinnvoll für Krankheitsvorsorge nutzen

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Paul Alfred Grützner, hat sich für eine sinnvolle Nutzung von Patientendaten bei der Krankheitsvorsorge ausgesprochen. "Der Schutz persönlicher Daten ist ein hohes Gut jedes Menschen. Aber ein falsch verstandener Datenschutz lässt keine Rückschlüsse auf Optimierungspotenzial zu – sowohl strukturell als auch prozessual für die einzelne Klinik", sagte Grützner vor einer Fachkonferenz am Freitag in Ludwigshafen.

November 2019

Gesundheits-Apps bald auf Rezept zu haben

Patienten können bestimmte Gesundheits-Apps fürs Handy bald auf Rezept ihres Arztes von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Der Bundesrat billigte am Freitag ein entsprechendes Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), das der Bundestag beschlossen hatte. Dabei geht es etwa um Apps, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen. Künftig sollen Patienten auch leichter Praxen ausfindig machen können, die Onlinesprechstunden anbieten. Darüber sollen Mediziner auf ihrer Internetseite informieren können.

Blick in die Zukunft: Was sich die Menschen für ihre Gesundheit wünschen

Prävention und Heilung oder Stopp des Fortschreitens einer Erkrankung sind den Menschen in Deutschland im Jahr 2030 für ihre Gesundheit am wichtigsten. Der Einzug digitaler Innovationen im eigenen Alltag, in Arztpraxen oder im Krankenhaus wird dagegen kontrovers betrachtet. Zu dieser Erkenntnis kommt der Sanofi Gesundheitstrend. Dafür fragt das Meinungsforschungsinstitut NIELSEN im Auftrag des Gesundheitsunternehmens Sanofi in regelmäßigen Abständen repräsentativ etwa 1.000 Menschen in Deutschland unter anderem zu ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden. Im...

Ministerium ruft zu befristeter Gratis-Abgabe von Zolgensma auf

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Pharmakonzern Novartis aufgerufen, das zwei Millionen Euro teure Medikament Zolgensma bis zu einer Zulassung für Deutschland kostenlos abzugeben. Das Ministerium begrüße es, wenn das Unternehmen für bis zu zweijährige Kinder mit Spinaler Muskelatrophie kurzfristig ein Härtefallprogramm dafür in Betracht ziehe. Dies würde das Anliegen unterstützen, die Verunsicherung ihrer Familien in dieser schwierigen Situation zu lindern, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an Novartis, das der Deutschen...

Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien

Die Familie prägt die eigenen Ess- und Bewegungsgewohnheiten. Dieser Aspekt spielt eine wesentliche Rolle im Projekt SmartFamily zur digital unterstützten Gesundheitsförderung. Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Experten aus Psychologie, Ernährungswissenschaft und Informatik eine mobile App mit integriertem Gesundheitstrainer erarbeitet. Die Weiterentwicklung der App fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 350.000 Euro.

Sozialverbände fordern mehr Geld für Altenpflege

Angesichts deutlich steigender Eigenanteile von Pflegebedürftigen in Heimen fordern die Gewerkschaft Verdi und Sozialverbände eine breitere Finanzierung der Pflegeversicherung. "Die Bundesregierung darf nicht länger ignorieren, dass es einen extremen Handlungsdruck gibt", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler am Montag in Berlin. AWO-Chef Wolfgang Stadler sagte, es müsse Schluss sein mit der Zwickmühle, dass eine bessere Bezahlung in der Pflege immer zu höheren Eigenanteilen führe.

Ärzte warnen vor wirtschaftlichem Druck auf Patientenversorgung

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat vor wachsendem wirtschaftlichen Druck auf die Behandlung von Patienten gewarnt. "Wir wollen ein humanes Gesundheitswesen haben, das nicht so durchökonomisiert ist wie ein Industriebetrieb", sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist unangemessen für die Versorgung von Kranken und mit dem ärztlichen Ethos nicht vereinbar." Er verwies auf zunehmend problematische Bedingungen in Krankenhäusern, die zu "Effizienzdruck" führten. Es verschärfe sich auch...

Depressiven Kindern droht Versorgungslücke nach Klinik

Fast 8% aller depressiven Kinder zwischen 10 und 17 Jahren kommen innerhalb eines Jahres ins Krankenhaus, durchschnittlich für 39 Tage. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge. Folge: Fast jedes vierte dieser Kinder wird innerhalb von 2 Jahren mehrfach stationär behandelt. Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit mit dem Schwerpunkt „Ängste und Depressionen bei Schulkindern“. Basis für die repräsentative Studie sind Abrechnungsdaten der Jahre 2016 und 2017 von rund 800.000 minderjährigen...

Digitalisierung zwischen Faszination und Risikomanagement

„Um eine App auf Datensicherheit zu prüfen, brauche ich eine Woche. Patienten müssen sich also darauf verlassen können, dass jemand anders für sie die Risiken abschätzt“, forderte IT-Analyst Martin Tschirsich auf dem LunchTalk der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Unter dem Titel „Highway to Health“ diskutierte Tschirsisch mit Dr. Markus Müschenich, Geschäftsführer der Firma „Flying Health“ die Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Über allem steht für uns das Selbstbestimmungsrecht...

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