Sonntag, 31. Mai 2020
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Gesundheit

Mai 2020

Coronamaßnahmen: Gesundheitsschutz und Kinderschutz nicht gegeneinander ausspielen

Coronamaßnahmen: Gesundheitsschutz und Kinderschutz nicht gegeneinander ausspielen
©Halfpoint - stock.adobe.com

Die Schutzmaßnahmen der vergangenen Wochen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind notwendig, bringen aber Risikofaktoren mit sich, die sich folgenschwer auf Entwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auswirken können. Deshalb appelliert die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) eindringlich an Bundesregierung, Landesregierungen und Kommunen, die erheblichen Belastungen der Familien zu berücksichtigen und Möglichkeiten der Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen auszuweiten.

Weiter große regionale Unterschiede bei Arztnetz-Dichte

Die Zahl der Praxisärzte in Deutschland ist weiter gestiegen - beim Versorgungsangebot für die Patienten gibt es aber immer noch große Unterschiede je nach Region. Am dichtesten ist das Netz in Heidelberg mit 396,6 Ärzten und Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner. Am wenigsten niedergelassene Mediziner in diesem Verhältnis gibt es mit 80,6 im Landkreis Coburg in Bayern. Das geht aus Daten des Bundesarztregisters mit Stand Ende vergangenen Jahres hervor, welche die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat.

April 2020

Laschet verteidigt Schäuble in Debatte über Schutz von Leben

Laschet verteidigt Schäuble in Debatte über Schutz von Leben
galitskaya - stock.adobe.com

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich in der Debatte über den Schutz von Leben und Grundrechten in der Corona-Krise hinter Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gestellt. "Schäuble hat recht", sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Dienstag. Die ernsthafte Abwägung zwischen Gesundheitsrisiken sowie den Schäden des Lockdowns fordere schon das Gebot der Verhältnismäßigkeit im Grundgesetz.

Erdogan kündigt Ausgehverbot über langes Wochenende an

Erdogan kündigt Ausgehverbot über langes Wochenende an
©Aleksandra Suzi - stock.adobe.com

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Krise eine dreitägige weitgehende Ausgangssperre für Istanbul und 30 weitere Städte und Provinzen angekündigt. Sie beginne am Donnerstag um Mitternacht (Ortszeit/MEZ 23.00 Uhr) und ende am Sonntag um dieselbe Zeit, sagte Erdogan am Montag nach einer online abgehaltenen Kabinettssitzung in Istanbul. Am Freitag, dem 1. Mai, seien Supermärkte aber zwischen 9 und 14 Uhr geöffnet.

Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen nach Gerichtsurteil auf

Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen nach Gerichtsurteil auf
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Die tschechische Regierung hat die seit Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen überraschend aufgehoben. Dies gelte ab Freitag, 24. April, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech am späten Donnerstagabend in Prag. Seit dem 16. März durften die Bürgerinnen und Bürger nur zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder auf Spaziergänge in Grünanlagen gehen. Damit sollte die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

DKG: Dringender gesetzlicher Nachbesserungsbedarf

DKG: Dringender gesetzlicher Nachbesserungsbedarf
Darren Baker / Fotolia.com

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt, dass mit der Gesetzesinitiative des Bundesministeriums für Gesundheit die Ausweitung der Testmöglichkeiten gefördert werden soll. Eine engmaschige Testung von Patienten und Mitarbeitern in den Krankenhäusern ist zur Flankierung der schrittweisen Rückkehr in die Regelversorgung unverzichtbar. Alle Patienten und alle Mitarbeiter müssten mindestens einmal pro Woche getestet werden können. Das führt bei mindestens 500.000 Personen pro Woche natürlich zu erheblichen Mehrkosten, die den...

Herzinfarkt: Deutlich weniger Krankenhauseinweisungen

Herzinfarkt: Deutlich weniger Krankenhauseinweisungen
©Adiano - stock.adobe.com

Im März sind 25% weniger Menschen mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden als im März 2018 und 2019. Das zeigt eine Sonderanalyse der DAK-Gesundheit. Ärzte haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass derzeit viele Patienten mit Herzinfarktsymptomen nicht ins Krankenhaus kommen. Die DAK-Gesundheit warnt davor, aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bei Herzinfarktsymptomen nicht den Notruf zu wählen. Häufige Symptome sind unter anderem Atemnot, Schmerzen in der Brust, die oft ausstrahlen, sowie Übelkeit und Kreislaufprobleme.

Spahn gegen Gesetz zur Regelung der Patienten-Priorisierung

Spahn gegen Gesetz zur Regelung der Patienten-Priorisierung
VILevi / Fotolia.com

Trotz Corona-Pandemie sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keine Notwendigkeit, per Gesetz zu regeln, welcher Patient im Fall fehlender Ressourcen zuerst medizinisch versorgt werden soll. "Gesetzgeberischer Handlungsbedarf zu diesen medizinischen Fragen besteht nicht", heißt es in einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Dienstag vorliegt. In seiner Antwort verweist das Ministerium lediglich auf die gemeinsame Empfehlung mehrerer ärztlicher Fachgesellschaften...

Lindner: Können Alltagsleben weiter öffnen als Merkel meint

Lindner: Können Alltagsleben weiter öffnen als Merkel meint
Kzenon / Fotolia.com

FDP-Chef Christian Lindner kritisiert das strikte Festhalten der Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel an den einschneidenden Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Epidemie. "Ich bin davon fest überzeugt, dass heute der Gesundheitsschutz mit anderen Mitteln möglich ist als in den vergangenen Wochen", sagte er am Montag in einer "Bild"-Sendung. Er habe zwar Respekt vor Merkels Haltung, diese sei aber eben nicht alternativlos.

Pneumologen: Patienten mit COVID-19 rechtzeitig beatmen

Pneumologen: Patienten mit COVID-19 rechtzeitig beatmen
©Firma V - stock.adobe.com

Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 führt nach aktuellen Studien bei 15 bis 20% der Infizierten zu einem schweren Ver-lauf, 3 bis 5% müssen intensivmedizinisch betreut werden, bei einem Teil von diesen wird eine Beatmung notwendig. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) hin. In einem Positionspapier, das die Fachgesellschaft aktuell veröffentlicht hat, geben DGP-Experten Handlungsempfehlungen zu Diagnostik, Monitoring und Therapie bei COVID-19-Patienten. Diese basieren auf...

Krankschreibung per Telefon: Bayern für Verlängerung

Krankschreibung per Telefon: Bayern für Verlängerung
©carballo - stock.adobe.com

Bayern pocht auf die Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen für Arbeitnehmer. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kritisierte am Samstag, dass Arbeitnehmer für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden vom kommenden Montag an wieder zum Arzt gehen müssen. "Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist mit Blick auf die Gefahren durch die Corona-Pandemie verfrüht. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist es wichtig, Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden", erklärte Huml.

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„Im Moment mache ich mir große Sorgen. Aus den Medien habe ich erfahren, dass ein schwerer Verlauf der Covid-19-Erkrankung auch jüngere Menschen ohne Vorerkrankungen treffen kann. Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschenund Abstandhalten setze ich alle um. Aber wie regele ich meine Angelegenheiten, falls ich doch erkranke und das so schwer, dass ich meinen Willen nicht mehr äußern kann?“ Martin S., Hannover

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).
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