Dienstag, 21. Mai 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Gesundheitssystem

April 2019

Polymedikation – Wann ist weniger mehr?

Über 40% der über 65-jährigen Deutschen nehmen täglich mindestens fünf Arzneimittel ein(1). Bei geriatrischen Patienten sind es häufig sogar mehr als zehn Medikamente. Der Hausarzt ist als Koordinator der Versorgung und als Lotse durch das Gesundheitssystem hier besonders gefragt. Mehr als 130 von ihnen gingen anlässlich des Arzneimittelkongresses der AOK Nordost in Berlin Anfang April der Frage nach, wie multimorbide Patienten bestmöglich arzneitherapeutisch zu behandeln seien. Des Weiteren tauschten sie sich in Diskussionen und Workshops...

Deutsche Krebshilfe fordert Werbeverbot für E-Zigaretten

Nach Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat auch die Deutsche Krebshilfe ein umfassendes Werbeverbot für Tabak gefordert, das zugleich für E-Zigaretten und Tabakerhitzer gelten soll. Deutschland sei bei den Werbeverboten europaweit ein „beschämendes Schlusslicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dies gelte für die Außenwerbung auf Plakatwänden ebenso wie für Werbung im Kino nach 18.00 Uhr.

Seltene Erkrankungen: Nationaler Aktionsplan hat Erfolge erzielt, stockt aber bei zentralen Themen

Um die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland zu verbessern, wurde 2013 ein Nationaler Aktionsplan verabschiedet. Im Rahmen seiner Umsetzung konnten bereits wichtige Erfolge erzielt werden, bei den Kernthemen "qualitätsgesicherte Versorgung" und "nachhaltige Organisationsform" wurden die Erwartungen aber bislang nicht erfüllt. Zu diesem Fazit kommt das Fraunhofer ISI, das zusammen mit der Universität Bielefeld und der Ostfalia Hochschule die Umsetzung des Aktionsplans wissenschaftlich begleitet hat.

März 2019

Hartmannbund: Auf Basis ärztlichen Handels besinnen

„Ärztliches Wissen und ärztliche Kunst sind vergeudete wertvolle Ressourcen, wenn wir als Ärztinnen und Ärzte nicht die Zeit finden, sie zum Wohle unserer Patienten einzusetzen.“ Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitssystems – noch einmal eindringlich daran erinnert, dass Zuwendung und Sorgfalt die Basis jeden ärztlichen Handelns sind.

VDGH: „Kassenpatientinnen warten seit acht Jahren auf Präeklampsie-Tests“

„Innovative Biomarker ermöglichen ein besseres Behandlungsmanagement von Frauen, die im Laufe ihrer Schwangerschaft einen Verdacht auf Präeklampsie entwickeln. Kassenpatientinnen warten jedoch seit acht Jahren auf den Zugang zu Präeklampsie-Tests“, sagt Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH). „Als vorschlagsberechtigter Verband hat der VDGH bereits im Jahr 2011 dem Bewertungsausschuss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband die Aufnahme dieser Labortests in die...

Hartmannbund kritisiert Eingriffe durch das TSVG

Der Vorsitzende des Hartmannbundes hat eindringlich daran erinnert, dass Eigeninitiative und Verantwortung in der ärztlichen Selbständigkeit unverzichtbare Elemente der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen flächendeckenden medizinischen Versorgung in Deutschland sind. „Jeder unangemessene politische Eingriff schwächt deshalb unmittelbar auch unser Gesundheitssystem“, sagte Reinhardt anlässlich der Verabschiedung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG).

Bayerisches Modellprojekt FARKOR: Vorsorge bei familiärem Darmkrebs-Risiko

Seit dem 1.10.2018 soll das Innovationsfonds-Projekt FARKOR die Versicherten in Bayern erreichen. Die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) haben sich zusammengeschlossen, um 25 bis 49 jährige vor einer Darmkrebserkrankung zu bewahren. 15.000 bayerische Allgemeinärzte, Dermatologen, Urologen, Gynäkologen, Gastroenterologen, Onkologen und hausärztlich tätige Internisten wurden angeschrieben. Bislang aber haben sich nur wenige in das Modellprojekt eingeschrieben. Gynäkologin Dr. Katrin Koch aus Herzogenaurach und Dr....

Januar 2019

Studie: Ärzte wollen eHealth mit Nutzen für die Praxis

Ärzte sind gegenüber der Digitalisierung offen, haben aber klare Ansprüche: Sie wollen eHealth-Anwendungen nutzen, wenn sie Diagnosen erleichtern und Arbeitsabläufe im Praxisalltag verschlanken. Das zeigt der aktuelle Digitalisierungsreport 2019, den DAK-Gesundheit und Ärzte Zeitung mit der EPatient RSD GmbH und zahlreichen Partnern aus dem Gesundheitswesen erhoben haben. 2.313 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland wurden dafür nach ihren Einstellungen zur Digitalisierung befragt. Kernthema der Studie sind die Möglichkeiten einer...

vfa: Britische Patienten vertragen kein Brexit-Chaos

Das britische Parlament hat am Dienstag das Brexit-Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union abgelehnt. Dazu sagt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Britische Patienten vertragen kein Brexit-Chaos. Denn jährlich werden 1 Milliarde Arzneimittelpackungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den übrigen EU-Staaten gehandelt. Kommt dieser Warenstrom auch nur teilweise zum Erliegen, entstehen nicht nur wirtschaftliche Probleme. Es drohen auch medizinische Engpässe auf der britischen Insel."

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