Donnerstag, 23. Mai 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Gesundheitswesen

Mai 2019

Empfehlungen für den Praxistransfer von Forschungsergebnissen

Forschungsergebnisse müssen schneller und konsequenter in das Versorgungssystem des Gesundheitswesens überführt werden. Darin waren sich über 70 Wissenschaftler und Referenten auf dem 7. Forum Versorgungsforschung in Berlin einig. Auf der Veranstaltung, zu der das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e.V. (DNVF) eingeladen hatte, sprachen sich die Teilnehmer für eine Priorisierung von Forschungsergebnissen, eine hohe methodische Qualität bei der Bewertung medizinischer Innovationen und die Etablierung eines Transferausschusses aus.

Schaufensterkrankheit: G-BA fördert pAVK-TeGeCoach

Etwa 4,5 Millionen Deutsche und damit rund jeder 18. leidet hierzulande unter der Schaufensterkrankheit, im höheren Lebensalter sogar jeder Fünfte. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zählt neben einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu den bedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ursache einer chronischen pAVK ist in 95% der Fälle eine Arteriosklerose. Bei Betroffenen sind Blutgefäße vor allem der Beine, aber auch der Arme verengt. Sind die Gefäße verschlossen, droht schlimmstenfalls eine Amputation. Männer erkranken...

Re:publica: Mehr als 20.000 Besuchern und politischer denn je

Sie startete einst als bunte Konferenz für Internet-Nerds – heute kann die re:publica selbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Eröffnungsredner gewinnen. Zum Abschluss gabe es in diesem Jahr auch noch Lob von der EU-Wettbewerbskommissarin. Mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher hat die re:publica in Berlin in diesem Jahr nach eigenen Angaben angezogen. Über drei Tage lang haben rund 1.100 Sprecherinnen und Sprecher für ein volles Programm auf der Internet-Konferenz gesorgt, die am Mittwoch zu Ende ging. "Wir haben 50% Frauenquote angestrebt...

April 2019

Kein Zusatznutzen für Kinderarzneimittel: Ein weiterer Rückschlag für PUMA-Zulassungen

„Dass einem Arzneimittel, das speziell für Kinder entwickelt wurde, wieder einmal kein Zusatznutzen zugeschrieben werden soll, ist ein weiterer Rückschlag für die PUMA-Regelung“, kommentiert Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) die am Montag vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veröffentlichte Nutzenbewertung des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) zu der PUMA-Zulassung (Paediatric use marketing authorisation) von...

Seltene Erkrankungen: Nationaler Aktionsplan hat Erfolge erzielt, stockt aber bei zentralen Themen

Um die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland zu verbessern, wurde 2013 ein Nationaler Aktionsplan verabschiedet. Im Rahmen seiner Umsetzung konnten bereits wichtige Erfolge erzielt werden, bei den Kernthemen "qualitätsgesicherte Versorgung" und "nachhaltige Organisationsform" wurden die Erwartungen aber bislang nicht erfüllt. Zu diesem Fazit kommt das Fraunhofer ISI, das zusammen mit der Universität Bielefeld und der Ostfalia Hochschule die Umsetzung des Aktionsplans wissenschaftlich begleitet hat.

Barmer will Ausschreibung für digitale Patientenakte starten

Die Barmer-Krankenkasse mit rund neun Millionen Versicherten startet konkrete Schritte für die geplanten digitalen Patientenakten. "Ende April soll die Ausschreibung herausgehen", sagte Vorstandschef Christoph Straub am Dienstag in Berlin. Nach der politischen Klärung der Rahmenbedingungen sei nun die Zeit dafür gekommen. Der Zuschlag ist für Oktober vorgesehen. Den Versicherten soll die E-Akte zum 1. Januar 2021 angeboten werden. Es gehe darum, auch einen Nutzen mit sinnvollen Funktionen zu bieten, sagte Straub.

Krankenhaus-Report 2019: Digitalisierungs-Rückstand in deutschen Krankenhäusern

Die Krankenhäuser in Deutschland haben erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung und beim Technologieeinsatz, wie der neue Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. So erreichten die deutschen Krankenhäuser 2017 in einem internationalen Vergleich auf einer Digitalisierungs-Skala von Stufe 0 bis 7 im Durchschnitt nur den Wert 2,3 und lagen damit unter dem EU-Durchschnitt von 3,6. Besonders deutlich zeigt sich der mangelnde Wandel bei den kleinen Krankenhäusern unter 200 Betten, die im Mittel nur den Wert 1,3 erreichten.

März 2019

Weiterer Schritt für Bluttests auf Down-Syndrom als Kassenleistung

Bei Risikoschwangerschaften könnten Ungeborene künftig auf Kosten der Krankenkassen per Bluttest auf Down-Syndrom untersucht werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken, das höchste Entscheidungsgremium im Gesundheitswesen, leitete am Freitag ein offizielles Verfahren ein, bei dem unter anderem wissenschaftliche Fachgesellschaften, die Bundesärztekammer und der Deutsche Ethikrat Stellungnahmen dazu abgeben sollen.

Kassenpatienten sollen bald schneller an Termine kommen

Kassenpatienten in Deutschland sollen schneller an Arzttermine kommen. Darauf zielt ein Gesetzentwurf der großen Koalition ab, den der Bundestag an diesem Donnerstag verabschieden soll. Die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sehen vor, dass Praxisärzte mindestens 25 statt 20 Stunden pro Woche für gesetzlich Versicherte anbieten müssen. Telefon-Servicestellen für Termine, die in den Ländern bisher unterschiedlich arbeiten, sollen zu einem bundesweiten Rund-um-die-Uhr-Angebot ausgebaut werden. Kommen sollen auch offene Sprechstunden ohne feste...

Februar 2019

TK: Vollmodell bei Morbi RSA beseitigt Wettbewerbsverzerrung nicht

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi RSA) muss reformiert werden. Darüber herrscht Einigkeit. Intensiv diskutiert wird derzeit, wie die bevorstehende Reform gestaltet sein muss, damit das Kernstück der deutschen Krankenversicherung tatsächlich das bewirkt, was es ursprünglich bewirken sollte – einen fairen Wettbewerb unter den Kassen sicherzustellen. Ein wissenschaftliches Gutachten zum Finanzausgleich im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt deutlich, dass ein so genanntes Vollmodell die bekannten Probleme nicht lösen wird.

DKG: "KBV hat keine Kompetenz bei Krankenhausdaten"

Zu den Plänen des Bundesministeriums für Gesundheit, 51% an der gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte) übernehmen zu wollen, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Dass sich der Staat die Aufgabe zur alleinigen Festlegung der digitalen Strukturen und der telemedizinischen Anwendungen verschafft, ist angesichts der Tragweite, die die Digitalisierung des Gesundheitswesens für die gesamte Bevölkerung und nahezu alle Bereiche der Gesundheitswirtschaft hat, eine...

Wie der digitale Wandel Menschen mit Diabetes hilft

Immer mehr Gesundheits-Apps kommen auf den Markt, digitale Therapieverfahren etablieren sich, die Einführung der elektronischen Patientenakte ist beschlossene Sache: Die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen schreitet rasch voran. Moderne Technologien und die digitale Datenerfassung bieten gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen – wie mit Diabetes – eine große Chance. „Die oft unüberbrückbaren Grenzen zwischen medizinischen Berufsgruppen, Kliniken und Praxen oder zwischen Stadt und Land können durch intelligente Vernetzung...

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