Donnerstag, 27. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Rehabilitation

Juli 2017

Altersmediziner: „Darstellungen zum Barmer-Krankenhausreport sind falsch und fahrlässig“

Scharfe Kritik übt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) an der aktuellen Debatte um den Barmer-Krankenhausreport, der letzte Woche veröffentlicht wurde. Verkürzte Aussagen vermitteln das Bild, dass hochbetagte Patienten in deutschen Krankenhäusern nicht gut versorgt werden. „Das Gegenteil ist im internationalen Vergleich der Fall“, sagt DGG-Präsident Professor Jürgen M. Bauer, Lehrstuhlinhaber an der Universität Heidelberg und Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg.

Barmer: Ältere Patienten in Deutschland nicht optimal versorgt

In Deutschland liegen immer mehr über 70-jährige multimorbide Geriatrie-Patienten im Krankenhaus. In den Jahren 2006 bis 2015 stieg ihre Zahl um 80%, von 1,1 auf zwei Millionen Personen. Finanzielle Fehlanreize können jedoch dafür sorgen, dass Geriatrie-Patienten länger als nötig oder kürzer als erforderlich im Krankenhaus versorgt werden. Zu diesem Ergebnis kommt der am Mittwoch in Berlin vorgestellte BARMER-Krankenhausreport 2017.

Abgelehnte Leistungen von Krankenkassen bei chronischen Wunden: BVMed rät zum Widerspruch

Patienten mit chronischen Wunden, denen ihre Krankenkasse die Leistungsbewilligung ablehnt, rät der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), innerhalb von 30 Tagen Widerspruch einzulegen und für eine bestmögliche Versorgung nach dem aktuellen Stand der Technik zu kämpfen. Hintergrund ist, dass die Krankenkassen Leistungen für Versicherte zum Teil sehr unterschiedlich bewilligen. Das zeigte eine Studie des IGES-Instituts im Auftrag des Patientenbeauftragten der Bundesregierung im Juni 2017.

VDAB: Krankenkassen lehnen Leistungen ab, die sie zahlen müssten

Eine kürzlich veröffentlichte IGES-Studie (Berlin) zum Bewilligungs- bzw. Ablehnungsverhalten der Krankenkassen bei Leistungsanträgen (auch ärztlichen Verordnungen) zeigt, dass von Kassenart zu Kassenart erhebliche Unterschiede in der Ablehnungs- bzw. Bewilligungsquote bestehen. Danach lehnt die Landwirtschaftliche Krankenkasse 8,4% der Anträge auf Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen ab, während AOKen und Ersatzkassen 19,4% der Anträge negativ bescheiden.

   
Weiter

Das könnte Sie auch interessieren

Brauche ich ein Röntgen, CT oder MRT?

Brauche ich ein Röntgen, CT oder MRT?
© Syda Productions / Fotolia.com

Plötzlich auftretende Kreuzschmerzen sind oft belastend, schränken den Alltag ein und können beunruhigen: Möglicherweise steckt etwas Ernsthaftes dahinter? Häufig sind sie aber harmlos und bilden sich in kurzer Zeit wieder zurück. Ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung genügen meist. Finden sich dabei keine Hinweise auf eine gefährliche Ursache, ist ein Röntgen, CT oder MRT vorerst nicht nötig.

Neu aus dem ÄZQ: Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"

Neu aus dem ÄZQ: Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bettruhe, Bewegung oder Medikamente – welche Behandlung ist bei Beschwerden im Kreuz die richtige? Was Fachleute derzeit empfehlen, lesen Patientinnen und Patienten in der neuen ÄZQ-Patientenleitlinie "Kreuzschmerz". Jeder kennt Kreuzschmerzen. Oft sind sie harmlos und gehen von alleine weg. Die Schmerzen können aber auch länger andauern oder wiederkehren. Das kann belasten und im Alltag einschränken. Gegen die Schmerzen werden viele Behandlungen angeboten: einige helfen, andere nicht.

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen
© closeupimages / Fotolia.com

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.