Montag, 30. März 2020
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Studie

März 2020

BARMER-Arztreport 2020: Jeder dritte Patient hadert mit seiner Psychotherapie

Immer mehr Menschen in Deutschland benötigen eine Psychotherapie. Allein im Jahr 2018 suchten 3,22 Millionen Personen einen Therapeuten auf und damit 41% mehr als in 2009. Um den Betroffenen schneller zu helfen, wurde im Jahr 2017 die Psychotherapie-Richtlinie reformiert. Auch wenn die Wartezeit bis zu einer Psychotherapie kürzer geworden ist, muss jeder dritte Patient mindestens einen Monat und fast jeder zehnte sogar mehr als drei Monate auf einen Therapieplatz warten. Zudem kritisiert jeder Dritte die Ergebnisse der Therapie. Das geht aus dem BARMER-Arztreport hervor, den die...

Februar 2020

Studie zur Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung zeigt Verbesserungspotential

Eine Forschergruppe rund um Professor Max Geraedts hat erstmals mittels einer Bevölkerungsbefragung erhoben, wie viele Patientensicherheitsprobleme den Bürgerinnen und Bürgern in der ambulanten Versorgung auffallen und wo die Schwerpunkte der berichteten Probleme sind. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit begrüßt die Erhebung und ruft dazu auf, die Ergebnisse konstruktiv zu nutzen, um Verbesserungen in der Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung zu entwickeln und umzusetzen.

Deutscher Krebspreis für exzellente klinische, translationale und experimentelle Forschung

Der Deutsche Krebspreis, gestiftet von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung, zählt zu den höchsten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin. In der Sparte „Klinische Forschung“ geht die Auszeichnung in diesem Jahr an Prof. Dr. Andreas du Bois (KEM – Evangelische Kliniken Essen Mitte gGmbH); im Bereich „Translationale Forschung“ wurde Prof. Dr. Rita Schmutzler (Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, Universitäts-Frauenklinik Köln) geehrt, in der Sparte „Experimentelle Forschung“ erhielt...

Patientensicherheit weist Mängel auf

Fehldiagnosen, falsche Verschreibung von Medikamenten, unzureichende Erhebung der Krankengeschichte: Patienten wissen eine Menge zu erzählen, wenn es um Mängel der ambulanten medizinischen Versorgung geht – sofern man sie fragt. Ein Team um den Marburger Gesundheitsversorgungsforscher Professor Dr. Max Geraedts hat das nun erstmals systematisch getan. Die Wissenschaftler befragten 10.000 Bürger, welche Probleme sie bei niedergelassenen Ärzten erlebt haben. Die Forschungsgruppe berichtet im Fachjournal BMJ Open über ihre Ergebnisse.

APPs und Wearables in der Forschung: Handreichung zu Datenqualität und Datenschutz

Smartphones, Wearables und andere Sensoren werden zunehmend zur wissenschaftlichen Datenerhebung genutzt. Neben den großen methodischen Potenzialen stellt die Nutzung neuer Informationstechnologie (IT) Forschende, Ethikkommissionen und Forschungsförderer vor neue Herausforderungen. Mit seiner Handreichung formuliert der RatSWD Empfehlungen zur Sicherung der Güte von sensorenbasierten Daten. Er nennt forschungsethische und datenschutzrechtliche Hürden, die im Forschungsprozess zu nehmen sind, und zeigt Wege für ein qualitätssicherndes Datenmanagement auf.

bvmd und Marburger Bund fordern Rechtsanspruch auf Aufwandsentschädigung im PJ

Angehende Ärztinnen und Ärzte sind im Praktischen Jahr (PJ) ihres Studiums in Vollzeit als de facto-Arbeitskräfte in den Klinik- und Praxisalltag eingebunden, ohne eine sichere finanzielle Rückendeckung zu haben. Seit Jahren weisen die Medizinstudierenden auf diesen Missstand in der Gesetzgebung hin – jetzt muss die Politik endlich handeln und einen Rechtsanspruch auf eine verpflichtende finanzielle Aufwandsentschädigung im PJ im Rahmen der Novellierung der Approbationsordnung verankern. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) und...

Stellungnahme zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“

Die Deutsche Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie e. V. (DGGG), die Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e. V. in der DGGG (AGG i. d. DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DPGM) e. V., die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e. V. (DGPGM) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde e. V. (BLFG) möchten zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“ Stellung nehmen.

Gefälschte Medikamente und deren tödliche Folgen eindämmen

„Ein großer Teil der global vertriebenen Arzneimittel ist gefälscht“, sagt Wirtschaftsinformatiker Jens Mattke von der Universität Bamberg. „Schädliche oder inaktive Inhaltsstoffe in gefälschten Medikamenten verursachen weltweit schätzungsweise eine Million Todesfälle pro Jahr.“ Die sogenannte Blockchain-Technologie soll verhindern, dass Fälschungen beispielsweise in Apotheken landen. Ob und wie das gelingen kann, haben vier Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationssysteme in...

Digitalisierung: Risiken sind kalkuliert

Digitale-Versorgung-Gesetz, elektronisches Rezept, digitale Gesundheitsanwendung, elektronische Patientenakte – einiges wurde schon auf den Weg gebracht, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Was sind die nächsten Schritte und wo gibt es Hürden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, in der Dr. Gottfried Ludewig (CDU), Abteilungsleiter Digitalisierung und Innovation des Gesundheitswesens im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Rede und Antwort stand.

Januar 2020

Neue Möglichkeiten zur Einbindung qualitativ hochwertiger Registerdaten in die Arzneimittel-Nutzenbewertung

Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e.V. (DNVF) begrüßt außerordentlich, dass das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun Registerdaten bei entsprechender Qualität als geeignet für die erweiterte Nutzenbewertung von Arzneimitteln einstuft. Es wird damit zukünftig möglich, in die Nutzenbewertung versorgungsnahe Daten einzubeziehen, die außerhalb von randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) erhoben werden.

DKG zur Arbeitsbelastung von Krankenhausärzten: Bürokratie gefährdet die Versorgung

Die jüngste Studie des Marburger Bundes zur Arbeitsbelastung von Krankenhausärzten macht deutlich, dass die den Krankenhäusern von außen aufgebürdete Bürokratie ein maßgeblicher Belastungsfaktor für die Arbeit der Ärzte ist. Die Tatsache, dass noch nie so viele Ärzte in Krankenhäusern beschäftigt waren wie heute und trotzdem Stellen nicht besetzt werden können, verdeutlicht, dass die Politik durch mehr Studienplätze und konsequenten Bürokratieabbau der erste Adressat dieser Studie sein muss. 60% der Ärzte...

Digitale Gesundheitsanwendungen: VDGH begrüßt Entwurf der Rechtsverordnung

Der VDGH – Verband der Diagnostica-Industrie begrüßt, dass das Bundesministerium für Gesundheit zeitnah den Entwurf einer Rechtsverordnung zum Digitale-Versorgung-Gesetz vorgelegt hat. Mit der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung (DiGAV) werden die Vorgaben, Prüfanforderungen und Verfahrensvorgaben für digitale Gesundheitsanwendungen weiter konkretisiert. Das zugrundeliegende Gesetz von Dezember 2019 hatte die Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen als neuen Anspruch der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung definiert.

Nationale Diabetesstrategie: Diabetes-Verbände kritisieren unverantwortliches Handeln der Regierung

Die Anzahl der Diabeteserkrankungen in Deutschland steigt seit Jahren beständig an. Für 2040 liegen die Prognosen bei 12 Millionen Betroffenen. Um gesundheitspolitisch gegenzusteuern, wurde im Koalitionsvertrag 2018 eine Nationale Diabetesstrategie beschlossen, die laut aktuellen Informationen zu scheitern droht. Grund ist demnach der Widerstand von Politikern des Ernährungsausschusses gegenüber einem Passus im Entwurf zu Ernährungsfragen, der vor allem dem Schutz der Kinder dient. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe...

TK schließt mit Bundesverband Deutscher Pathologen neuen herstellerunabhängigen Selektivvertrag zu Genexpressionsdiagnostik bei Brustkrebs

Der Bundesverband Deutscher Pathologen e.V. und die Techniker Krankenkasse haben einen Selektivvertrag zu Genexpressionsdiagnostik für die Therapieentscheidung bei Brustkrebspatientinnen abgeschlossen. Die molekularpathologische Genexpressionsdiagnostik ermöglicht einen gezielteren Einsatz der Chemotherapie und soll damit Übertherapie vermeiden helfen. Mit dem Selektivvertrag steht den TK-Patientinnen eine herstellerunabhängige Diagnostik zur Verfügung, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Vertragsstart ab sofort.

Studie: Arbeitgeber zahlen für kranke Mitarbeiter 62 Milliarden Euro

Erkrankte Mitarbeiter kosten die Unternehmen in Deutschland nach einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) immer mehr Geld. Die Ausgaben der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall seien zwischen 2010 und 2018 um mehr als 65% auf 61,8 Milliarden Euro im Jahr gestiegen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten IW-Studie. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet.

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