Freitag, 19. Juli 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Studie

Juli 2019

Etablierung von Musiktherapie im Gesundheitswesen erhofft

Musiktherapie hilft bei Krebserkrankungen. Das bestätigt ein am Freitag veröffentlichter Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das IQWiG stellt fest, dass vor allem psychische Begleitsymptome wie zum Beispiel Abgeschlagenheit, Angst, Stress, Anspannung, Stimmungsschwankungen durch musiktherapeutische Interventionen kurzfristig günstig beeinflusst werden. Die Studie bescheinigt, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität und das subjektive Wohlempfinden durch Musiktherapie verbessert werden.

DGIIN begrüßt kritische Diskussion um Neuordnung der Krankenhausstruktur

Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) begrüßt in ihrer aktuellen Stellungnahme die kritische Diskussion um eine Neuordnung der Deutschen Krankenhauslandschaft, die durch die aktuelle Bertelsmann-Studie ausgelöst wurde. Nach Ansicht der Fachgesellschaft ist es auch aufgrund des Personalmangels dringend notwendig, insbesondere in Ballungsräumen Krankenhäuser zu zentrieren. Gleichzeitig wird in ländlichen Regionen eine stabile Versorgung mit Krankenhäusern benötigt, die ausreichend ausgestattet...

Bertelsmann weist Vorwürfe zu Klinikstudie zurück

Die Bertelsmann Stiftung hat den Verdacht eines möglichen Interessenskonflikts im Zusammenhang mit ihrer Krankenhausstudie zurückgewiesen. "Wir empfehlen nicht, bestimmte Kliniken zu schließen, sondern wir schlagen eine generelle Neuordnung der Krankenhausstruktur in Deutschland vor", hieß es am Mittwoch in einer Erklärung aus Gütersloh. Die Untersuchungen der Stiftung seien grundsätzlich "unabhängig und evidenzbasiert". Die "Aachener Zeitung" und "Aachener Nachrichten" hatten zuvor über Zweifel an der...

Deutscher Hebammenverband warnt vor weiteren Kreißsaalschließungen

Von den heute knapp 1.400 Krankenhäusern sollen weniger als 600 übrig bleiben – das hat eine aktuelle Bertelsmann-Studie Anfang der Woche gefordert. Lebensbedrohliche Notfälle sollen so besser versorgt werden. Die Schließung von über 50% der Krankenhäuser bedeutet aber auch weniger Grundversorgung für Schwangere und deren Familien in Wohnortnähe. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) warnt vor den Folgen. Im Jahr 1991 gab es 1.186 Krankenhäuser, in denen Geburten durchgeführt wurden. Heute sind es unter 700.

Krankenhausgesellschaft kritisiert Bertelsmann-Studie scharf

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat eine Bertelsmann-Studie, die eine deutliche Reduzierung der Zahl der Kliniken in Deutschland vorschlägt, heftig kritisiert. "Wer vorschlägt, von ca. 1.600 Akutkrankenhäusern 1.000 platt zu machen und die verbleibenden 600 Kliniken zu Großkliniken auszubauen, propagiert die Zerstörung von sozialer Infrastruktur in einem geradezu abenteuerlichen Ausmaß", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß laut einer Mitteilung vom Montag.

AWMF fordert: Forschungsaktivitäten junger Mediziner als Weiterbildungszeit anerkennen

Für eine wissenschaftlich fundierte Patientenversorgung braucht es wissenschaftlich tätige Mediziner: Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. setzt sich daher seit vielen Jahren dafür ein, wissenschaftliches Arbeiten von ärztlichem Fachpersonal stärker zu fördern. Initiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Clinician Scientists“ mit Forschungs- und Weiterbildungsprogrammen zu unterstützen, sei daher der richtige Weg....

Fakultätenpreis des Hartmannbundes geht an Universität Witten/Herdecke

Der Fakultätenpreis 2018/2019 des Hartmannbundes für die beste ärztliche Ausbildung geht an die Universität Witten/Herdecke. Die Fakultät belegt mit der Note 1,64 den ersten Platz vor den Medizinischen Fakultäten der Universitäten Heidelberg (Note 1,78) und Aachen (Note 1,82). 17 von den bundesweit 38 Fakultäten haben es in das Fakultäten-Ranking des zum vierten Mal ausgeschriebenen Preises des Hartmannbundes geschafft.

Hartmannbund: Verpflichtung zur PJ-Aufwandsentschädigung in die Approbationsordnung

Die Medizinstudierenden im Hartmannbund haben an Gesundheitsminister Jens Spahn appelliert, bei seinen Plänen zu Veränderungen im Praktischen Jahr (PJ) mit vergleichbarer Entschlossenheit vorzugehen, wie auf anderen Feldern der Gesundheitspolitik. So hatte Spahn vor Medizinstudierenden in Düsseldorf nicht nur Modifizierungen in der Struktur des PJ angekündigt, sondern offenbar auch Unverständnis über den Umgang vieler Lehrkrankenhäuser mit ihren Studierenden erkennen lassen – vor allem auch hinsichtlich vielerorts herrschender Arbeitsbedingungen.

Juni 2019

Hautkrebsfrüherkennung: Künstliche Intelligenz kann helfen, Leben zu retten

Die Digitalisierung ist aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. So unterstützt die Künstliche Intelligenz (KI) Ärzte mittlerweile in einigen Bereichen ähnlich präzise wie eine Koryphäe auf dem Fachgebiet. Medizinische Bildsysteme erfassen den menschlichen Körper, schlagen bei Auffälligkeiten Alarm und können damit sogar helfen, Leben zu retten. Mit dem bodystudio ATBM master führt die Firma FotoFinder Systems GmbH jetzt ein Bildsystem ein, das Ärzten einen neuen Ansatz bei der digitalen Diagnose von Hautkrebs ermöglicht,...

Braunkohleunternehmen profitieren vom Frühverrentungsprogramm

Das im Zuge des Kohle-Kompromisses angedachte „Anpassungsgeld Braunkohle“ ist ein verkapptes Milliardengeschenk des Staates an die Wirtschaft. Das belegt in einer Studie ein Forscherteam des Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und der Denkfabrik IAB der Bundesagentur für Arbeit. „Schon heute bieten die Braunkohle-Unternehmen auf eigene Kosten Frühverrentungsprogramme an, die die Unternehmen unter realistischen Annahmen 1,7 Milliarden Euro bis zum Enddatum des Kohleausstiegs im Jahr 2038 kosten...

Demografischer Wandel beeinflusst auch Versorgung mit Blutprodukten

Die ausreichende Versorgung mit Blutprodukten in Deutschland wird aufgrund des Demografischen Wandels zu einer immer größeren Herausforderung. Die Zahl der möglichen Blutspender zwischen 18 und 65 Jahren nimmt konstant ab. Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Menschen, die einen höheren Bedarf an Blutprodukten haben. Vor diesem Hintergrund weist die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) darauf hin, dass in Zukunft besonders auf die ausreichende Versorgung mit Spenderblut geachtet werden muss. Anlässlich des...

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