Donnerstag, 23. Mai 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Studie

Mai 2019

AMNOG-Report 2019: Kostenanstieg bei neuen Arzneimitteln

Neu zugelassene Medikamente werden immer teurer. Das geht aus dem aktuellen AMNOG-Report der DAK-Gesundheit hervor. Demnach kostete im vergangenen Jahr jedes Vierte neue Arzneimittel mehr als 100.000 Euro. Damit hat sich der Anteil der Hochpreis-Medikamente in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Im Jahr 2017 gaben die gesetzlichen Krankenkassen insgesamt 41,5 Milliarden Euro für Arzneimittel aus – ein Plus von 3,5% im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der hohen Preise ist bei der Bewertung eines Zusatznutzens die Datenlage bei Markteintritt oft dünn, kritisieren die Forscher...

BZgA: Gesundheit älterer Menschen stärken

Ältere Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zum Alter und eine starke Widerstandsfähigkeit trotz gesundheitlicher Einschränkungen – zugleich wird das hohe Alter aber auch als Herausforderung für die Psyche betrachtet. Das sind erste Ergebnisse der Hochaltrigkeitsstudie „Altern in Balance: Herausforderungen und Chancen des hohen Alters für das Individuum, die Gesellschaft, die Kultur – eine Vielfalt der Perspektiven auf Gesundheit“, die am Donnerstag im Rahmen der 6. Bundeskonferenz der Bundeszentrale für...

Krankenkassen legen Statistik zu Behandlungsfehler vor

Gutachter der Krankenkassen haben im vergangenen Jahr etwas mehr Behandlungsfehler in Krankenhäusern und Arztpraxen festgestellt. Bei 14.133 Gutachten nach Patientenbeschwerden wurden 3.497 Fehler aufgedeckt. In jedem fünften Fall (2.799) verursachten die Fehler den Schaden beim Patienten, der Anlass für die Überprüfung war, wie der Medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenkassen (MDK) am Donnerstag in Berlin mitteilte. In fast jedem dritten Fall davon handelte es sich um einen Dauerschaden. In 107 Fällen führte ein Fehler zum Tod oder trug dazu bei....

Kulturwandel pro Organspende gefordert

Die einen sehen den Grund für die seit Jahren rückläufigen Transplantationen in der geringen Zahl aktiver Organspender, andere halten organisatorische Probleme in den Kliniken für entscheidend: Ob man eine doppelte Widerspruchslösung braucht, wie jetzt von Bundesgesundheitsminister Spahn und einigen Abgeordneten gefordert, darüber diskutierten Ärzte und Juristen des gleichnamigen Arbeitskreises der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e. V.. Bei ihrem Treffen Mitte April brachten Befürworter wie Gegner...

Hebammen sollen künftig mit Studium ausgebildet werden

Hebammen sollen künftig in einem Studium für den Beruf ausgebildet werden. Vorgesehen sind dabei ein hoher Praxisanteil und ein Abschluss als Bachelor. Das sieht ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor, den das Kabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht hat. "Hebammen helfen bei einem guten Start ins Leben. Sie leisten damit eine unverzichtbare Arbeit", sagte der CDU-Politiker. Die Reform solle auf wachsende Anforderungen vorbereiten und die Ausbildung moderner und attraktiver machen.

E-Patientenakte trifft bei Bürgern auf Interesse

Die geplante elektronische Patientenakte trifft laut einer Umfrage auf größeres Interesse in der Bevölkerung. Fast zwei Drittel der Befragten (65%) würden E-Akten "auf jeden Fall" oder "eher" nutzen, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergab. Auch viele ältere Menschen ab 65 Jahre würden demnach überwiegend (60%) auf eine E-Patientenakte zugreifen. Insgesamt ähnlich aufgeschlossen sind die Befragten auch gegenüber ebenfalls geplanten E-Rezepten (63%).

April 2019

Masern-Ausbruch in den USA: Trump ruft zu Impfungen auf

Angesichts der besorgniserregenden Ausbreitung von Masern in den USA hat US-Präsident Donald Trump Eltern zur Impfung ihrer Kinder aufgerufen. „Sie müssen ihre Impfungen bekommen“, sagte Trump in Washington. „Diese Impfungen sind so wichtig.“ Mit Blick auf die zunehmenden Masern-Erkrankungen sagte Trump: „Das geht jetzt wirklich herum.“ Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte mitgeteilt, die Zahl der Masern-Erkrankungen sei auf dem höchsten Stand, seit die Krankheit in den USA im Jahr 2000...

Kein Zusatznutzen für Kinderarzneimittel: Ein weiterer Rückschlag für PUMA-Zulassungen

„Dass einem Arzneimittel, das speziell für Kinder entwickelt wurde, wieder einmal kein Zusatznutzen zugeschrieben werden soll, ist ein weiterer Rückschlag für die PUMA-Regelung“, kommentiert Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) die am Montag vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veröffentlichte Nutzenbewertung des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) zu der PUMA-Zulassung (Paediatric use marketing authorisation) von...

Seltene Erkrankungen: Nationaler Aktionsplan hat Erfolge erzielt, stockt aber bei zentralen Themen

Um die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland zu verbessern, wurde 2013 ein Nationaler Aktionsplan verabschiedet. Im Rahmen seiner Umsetzung konnten bereits wichtige Erfolge erzielt werden, bei den Kernthemen "qualitätsgesicherte Versorgung" und "nachhaltige Organisationsform" wurden die Erwartungen aber bislang nicht erfüllt. Zu diesem Fazit kommt das Fraunhofer ISI, das zusammen mit der Universität Bielefeld und der Ostfalia Hochschule die Umsetzung des Aktionsplans wissenschaftlich begleitet hat.

Lungenärzte begrüßen Leopoldina-Empfehlung zu Luftschadstoffen

Je sauberer die Atemluft, desto gesünder die Menschen, zeigen Studien. Deshalb sollte Deutschland sich auch in Zukunft bemühen, die Schadstoffbelastung in der Außenluft weiter zu senken. Zu diesem Schluss kommt eine Arbeitsgruppe der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften – in einer aktuellen Stellungnahme. Sie entspricht im Wesentlichen den Forderungen, die die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in einem 2018 erschienen Positionspapier formuliert hatte.

Krankenhaus-Report 2019: Digitalisierungs-Rückstand in deutschen Krankenhäusern

Die Krankenhäuser in Deutschland haben erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung und beim Technologieeinsatz, wie der neue Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. So erreichten die deutschen Krankenhäuser 2017 in einem internationalen Vergleich auf einer Digitalisierungs-Skala von Stufe 0 bis 7 im Durchschnitt nur den Wert 2,3 und lagen damit unter dem EU-Durchschnitt von 3,6. Besonders deutlich zeigt sich der mangelnde Wandel bei den kleinen Krankenhäusern unter 200 Betten, die im Mittel nur den Wert 1,3 erreichten.

Bessere Bezahlung von Pflegern kostet mindest 1,4 Milliarden

Die von der Bundesregierung angestrebte bessere Bezahlung von Pflegekräften auf Tarifniveau würde nach einem Medienbericht jährlich zwischen 1,4 und 5,2 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Studie zu den möglichen Modellen hervor, die das IGES-Institut für das Bundesgesundheitsministerium erstellt hat und die der "Bild am Sonntag" vorliegt. Die günstigste Variante wäre demnach eine nach Regionen oder Bundesländern unterschiedliche tarifliche Bezahlung mit Kosten von mindestens 1,4 Milliarden Euro.

März 2019

VDGH: „Kassenpatientinnen warten seit acht Jahren auf Präeklampsie-Tests“

„Innovative Biomarker ermöglichen ein besseres Behandlungsmanagement von Frauen, die im Laufe ihrer Schwangerschaft einen Verdacht auf Präeklampsie entwickeln. Kassenpatientinnen warten jedoch seit acht Jahren auf den Zugang zu Präeklampsie-Tests“, sagt Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH). „Als vorschlagsberechtigter Verband hat der VDGH bereits im Jahr 2011 dem Bewertungsausschuss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband die Aufnahme dieser Labortests in die...

Digitalisierung in Deutschland – ein ungleiches Rennen

Vor allem bei der Digitalisierung der Kommunalverwaltungen und im Bereich Wirtschaft und Forschung hat es in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gegeben. Doch nicht alle Bundesländer profitieren hiervon in gleicher Weise. Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT untersucht im Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 Stand und Entwicklung der Digitalisierung auf regionaler Ebene. Am 11. März wird die Studie im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vorgestellt.

Bayerisches Modellprojekt FARKOR: Vorsorge bei familiärem Darmkrebs-Risiko

Seit dem 1.10.2018 soll das Innovationsfonds-Projekt FARKOR die Versicherten in Bayern erreichen. Die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) haben sich zusammengeschlossen, um 25 bis 49 jährige vor einer Darmkrebserkrankung zu bewahren. 15.000 bayerische Allgemeinärzte, Dermatologen, Urologen, Gynäkologen, Gastroenterologen, Onkologen und hausärztlich tätige Internisten wurden angeschrieben. Bislang aber haben sich nur wenige in das Modellprojekt eingeschrieben. Gynäkologin Dr. Katrin Koch aus Herzogenaurach und Dr....

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Was tun für die Fitness im Kopf? Praktische Tipps geben Ärztinnen, Psychologen und Forscherinnen des Universitätsklinikums Ulm am Mittwoch, 3. April (14:00 – 18:00 Uhr), für alle Interessierten und insbesondere für Menschen über 50 mit und ohne Gedächtnisproblemen. In der Ulmer Villa Eberhardt demonstrieren die Wissenschaftler und Klinikerinnen passende Aktivitäten, wie zum Beispiel Spiele, Puzzles oder kognitive Trainings. Darüber hinaus informieren sie in Kurzvorträgen über einen gesunden Lebensstil für das Gehirn, neue...