Sonntag, 21. Oktober 2018
Navigation öffnen

Aktuelle Infos für Ärzte

15. Oktober 2014 Zusatzbeitrag - wie die Krankenkassen künftig finanziert werden

Ein fast vergessenes Instrument zur Finanzierung der Krankenkassen erlebt eine Renaissance: der Zusatzbeitrag. Doch flattern nicht wie vor vier Jahren etwa von der DAK Aufforderungen zur Zahlung fester Euro-Beträge ins Haus - vielmehr gibt es infolge der schwarz-roten Kassenfinanzreform künftig einen Zusatz-Beitragssatz. Der dürfte wohl alle Kassen-Mitglieder treffen - von Kasse zu Kasse in unterschiedlicher Höhe.

Anzeige:

Der normale Beitragssatz sinkt Anfang 2015 von 15,5 auf 14,6 % - Arbeitgeber und -nehmer zahlen jeweils die Hälfte. Ein heute alleine von den Kassenmitgliedern getragener Anteil von 0,9 % entfällt. Somit entsteht eine Lücke von rund 11 Milliarden Euro. Zur Deckung können die Kassen die vom Einkommen abhängigen Aufschläge nehmen.

Wie es mit den Kassenfinanzen weitergeht, wird offiziell von Experten des Bundesversicherungsamts, der Kassen und des Bundesgesundheitsministeriums geschätzt. Sie prognostizieren Einnahmen und Ausgaben - und stellen die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes fest. Das Ministerium legt diesen auf Basis der Schätzung später per Verordnung fest, kann aber von dieser auch abweichen. Der Durchschnittssatz dient den Kassen als Orientierung bei ihrer eigenen Haushaltsplanung und den Versicherten als Hinweis, ob die eigene Kasse teurer, gleich oder günstiger ist.


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden

Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen Behandlungskosten und einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Ursache für Osteoporose kann ein Vitamin-D-Mangel sein. Aber auch einzelne Diabetes-Medikamente können die Knochengesundheit schwächen. Deshalb sollten Menschen mit Diabetes frühzeitig gezielt auf Osteoporose untersucht und behandelt werden.

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Die vergangene Grippesaison 2016/2017 sorgte in Deutschland für rund sechs Millionen Infektionen. Wer sich diesen Winter vor einer Grippe schützen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen. „Der Körper benötigt nach der Grippeimpfung rund zwei Wochen, bis ein ausreichender Virenschutz aufgebaut ist. Wer sich rechtzeitig auf das größte Ansteckungsrisiko vorbereiten will, sollte also jetzt zum Arzt gehen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER. Insbesondere ältere Menschen mit Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten sich gegen die saisonale Influenza wappnen.

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist

COPD – diese vier Buchstaben stehen für eine chronische Lungenkrankheit (chronic obstructive pulmonary disease). Sie stehen gleichzeitig auch für die weltweite Nummer Drei unter den Todesursachen. Bei 90 Prozent aller Fälle hierzulande ist die Hauptursache ziemlich klar bestimmt: das Rauchen. Zum Welt-COPD-Tag am 15. November weist Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Abteilung für Pneumologie am UKL, auf unangenehme Wahrheiten rund um diese Krankheit hin: "COPD verkürzt die Lebenserwartung. Es ist nicht heilbar."

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Zusatzbeitrag - wie die Krankenkassen künftig finanziert werden"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.