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28. Januar 2015 Sekundärer Pflanzenstoff Sulforaphan könnte therapeutische Bedeutung bei bestimmten Krebsarten haben

Forscher sagen, dass Sulforaphan, das beispielsweise in Brokkoli enthalten ist, in einer pharmakologischen Dosierung durch selektives Abtöten von Krebszellen einen therapeutischen Wert sogar bei metastasierten Karzinomen haben könnte, so die Autoren in journal Oncogenesis. Es gibt seit langem Hinweise darauf, dass Kreuzblütler-Gemüsearten zur Krebsprävention beitragen, sagte Emily Ho, OSU College. In der nun vorliegenden Studie konnte erstmals gezeigt werden, wie Sulforaphan die Histonmethylierung beeinflussen und die Genexpression bei metastasierten Prostatakarzinomzellen verändert. Damit beginnt ein Prozess, der bewirkt, dass Tumor-Suppressoren reexprimiert werden, was zu selektivem Tod von Krebszellen führt und den Krankheitsprogress verlangsamen kann.

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Sulforaphan könnte therapeutisch von Wert sein, sagte Ho, selbst bei Erkrankungen im metastasierten, fortgeschrittenen Stadium. Der vielfältige Einfluss auf Stoffwechselprozesse könnte bestehende Therapieansätze möglicherweise in ihrer Wirksamkeit verbessern. Noch gibt es allerdings keine klinischen Studien mit Sulforaphan in der Krebstherapie, demnächst wird aber eine Studie mit Sulforaphan-haltiger Supplementierung bei Männern mit hohem Prostatakarzinom-Risiko starten, die über hochdosiges Supplementieren Sicherheitsaussagen zulässt und Therapiestudien ermöglichen könnte, sagte Ho.

Es geht im Besonderen um das in Prostatakarzinomzellen identifizierte Enzym SUV39H1, das durch Sulforaphan beeinträchtigt wird. SUV39H1 könnte darüber hinaus auch grundsätzlich ein neues therapeutisches Target bei fortgeschrittenem Krebs sein.
(übers. v. Red.)

Literaturhinweis:
G W Watson, S Wickramasekara, E Ho et al.
SUV39H1/H3K9me3 attenuates sulforaphane-induced apoptotic signaling in PC3 prostate cancer cells
Oncogenesis (2014) 3, e131; doi:10.1038/oncsis.2014.47
http://www.nature.com/oncsis/journal/v3/n12/full/oncsis201447a.html


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