Sonntag, 25. Februar 2018
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

28. Januar 2015 Sekundärer Pflanzenstoff Sulforaphan könnte therapeutische Bedeutung bei bestimmten Krebsarten haben

Forscher sagen, dass Sulforaphan, das beispielsweise in Brokkoli enthalten ist, in einer pharmakologischen Dosierung durch selektives Abtöten von Krebszellen einen therapeutischen Wert sogar bei metastasierten Karzinomen haben könnte, so die Autoren in journal Oncogenesis. Es gibt seit langem Hinweise darauf, dass Kreuzblütler-Gemüsearten zur Krebsprävention beitragen, sagte Emily Ho, OSU College. In der nun vorliegenden Studie konnte erstmals gezeigt werden, wie Sulforaphan die Histonmethylierung beeinflussen und die Genexpression bei metastasierten Prostatakarzinomzellen verändert. Damit beginnt ein Prozess, der bewirkt, dass Tumor-Suppressoren reexprimiert werden, was zu selektivem Tod von Krebszellen führt und den Krankheitsprogress verlangsamen kann.

Anzeige:

Sulforaphan könnte therapeutisch von Wert sein, sagte Ho, selbst bei Erkrankungen im metastasierten, fortgeschrittenen Stadium. Der vielfältige Einfluss auf Stoffwechselprozesse könnte bestehende Therapieansätze möglicherweise in ihrer Wirksamkeit verbessern. Noch gibt es allerdings keine klinischen Studien mit Sulforaphan in der Krebstherapie, demnächst wird aber eine Studie mit Sulforaphan-haltiger Supplementierung bei Männern mit hohem Prostatakarzinom-Risiko starten, die über hochdosiges Supplementieren Sicherheitsaussagen zulässt und Therapiestudien ermöglichen könnte, sagte Ho.

Es geht im Besonderen um das in Prostatakarzinomzellen identifizierte Enzym SUV39H1, das durch Sulforaphan beeinträchtigt wird. SUV39H1 könnte darüber hinaus auch grundsätzlich ein neues therapeutisches Target bei fortgeschrittenem Krebs sein.
(übers. v. Red.)

Literaturhinweis:
G W Watson, S Wickramasekara, E Ho et al.
SUV39H1/H3K9me3 attenuates sulforaphane-induced apoptotic signaling in PC3 prostate cancer cells
Oncogenesis (2014) 3, e131; doi:10.1038/oncsis.2014.47
http://www.nature.com/oncsis/journal/v3/n12/full/oncsis201447a.html


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilo in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“, den man kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (oder Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) anfordern kann. Auch bei zunehmender Kurzatmigkeit, wiederholtem Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an immer mehr Kissen um schlafen zu können, sollte man Arzt oder Klinik aufsuchen.

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Sekundärer Pflanzenstoff Sulforaphan könnte therapeutische Bedeutung bei bestimmten Krebsarten haben"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!