Donnerstag, 27. April 2017
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

25. März 2015 Pflanzliche Wirkstoffe aus Gebirgsangelikawurzel, Mariendistel und Clematis gegen Entzündungen

Entzündungsprozesse sind Teil zahlreicher Erkrankungen, unter anderem der Atherosklerose, der Fettsucht oder auch des Typ-II-Diabetes. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Bauer hat mit seiner Arbeitsgruppe am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz in Pflanzen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bisher ungenutzte, vielversprechende Wirkstoffkandidaten gegen Entzündungen insbesondere im Herz-Kreislauf-System entdeckt. Die bioaktiven Stoffe lassen auf neue effektive, nebenwirkungsarme Therapien hoffen.

Anzeige:

"In der TCM gibt es knapp 200 Pflanzen, die mit Entzündungsprozessen im Herz-Kreislauf-System in Verbindung gebracht werden", weiß Rudolf Bauer, Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz. Doch viele sind in Bezug auf ihre Wirkstoffe noch nicht ausreichend erforscht. Als Projektpartner in dem vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Nationalen Forschungsnetzwerk "DNTI - Drugs from Nature Targeting Inflammation" hat sich der TCM-Experte mit seinem Team auf die Suche nach neuen bioaktiven Naturstoffen gemacht. Die Grazer PharmazeutInnen haben Extrakte aus 79 Pflanzenarten gewonnen, die dann von KollegInnen der Universität Wien getestet wurden.

Gemeinsam untersuchten die ForscherInnen die molekularen Wirkungsmechanismen der Naturstoffe und identifizierten einige vielversprechende Substanzen. "Wir konnten zeigen, dass Polyacetylenderivate aus der Gebirgsangelikawurzel (Notopterygium incisum), Isosilybin A aus der Mariendistel (Silybum marianum) und oxidierte Fettsäuren aus Waldreben (Clematis) den intrazellulären Rezeptor PPAR gamma aktivieren", berichtet Rudolf Bauer. "Dies bewirkt neben einer Entzündungshemmung eine Verbesserung des Glucosestoffwechsels sowie der Insulinsensitivität und steigert die Aufnahme freier Fettsäuren. Damit sinkt auch das Atherosklerose-Risiko" so Bauer. Die Arbeiten der Grazer PharmazeutInnen sind im Forschungsschwerpunkt Molekulare Enzymologie und Physiologie der Karl-Franzens-Universität verankert.


 

Quelle: Karl-Franzens-Universität Graz


Das könnte Sie auch interessieren

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder im Internet - kurz BEcKI' digital niederschwellige Hilfe anbieten", so Bredl. Partner ist das Universitätsklinikum Ulm, das gemeinsam mit der TK die Kooperation ab sofort auf Bayern ausweitet.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Pflanzliche Wirkstoffe aus Gebirgsangelikawurzel, Mariendistel und Clematis gegen Entzündungen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!