Samstag, 21. Juli 2018
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

12. Januar 2017 Emulgatoren in industrieller Ernährung erhöhen Darmkrebsrisiko

Für das Konzept des Colitis-assoziierten Darmkrebs wird davon ausgegangen, dass die Tumorgenese im Colon durch eine Entzündung getriggert wird. Bekanntlich haben Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ein höheres Darmkrebsrisiko. Häufiger als CED kommen im Darmtrakt jedoch geringgradige Entzündungszustände vor, ausgelöst durch eine geänderte Zusammensetzung der Darmflora und bei Vorliegen eines metabolischen Syndroms. Beide Fälle findet man auch bei vielen Darmkrebspatienten vor. Forschungsergebnisse der letzten Zeit deuten darauf hin, dass Emulgatoren – häufiger Bestandteil industriell gefertigter Nahrungsmittel – für eine ungünstig veränderte Darmflora verantwortlich sind.
Anzeige:
In einem präklinischen Modell von Colitis-induziertem Darmkrebs konnte nun gezeigt werden, dass der regelmäßige Verzehr von Nahrungsmittel-Emulgatoren wie Carboxymethylcellulose oder Polysorbat-80 die Tumorentstehung stark fördert. Die Tumorgenese war dabei mit einem veränderten mikrobiellen Metagenom mit vermehrt Lipopolysacchariden und Flagellin verbunden.

Die Emulgator-induzierten Veränderungen im Mikrobiom waren notwendig und ausreichend, um für Proliferation und Apoptose wesentliche Signalwege zu verändern. Die Autoren sehen bestätigt, dass die von Emulgatoren ausgelösten Mikrobiom-Veränderungen über geringgradige Entzündungen schließlich zu Darmkrebs führen können.
(übers. v. AB)

Cancer Research 2017

Literatur:

Dietary Emulsifier–Induced Low-Grade Inflammation Promotes Colon Carcinogenesis
Emilie Viennois, Didier Merlin, Andrew T. Gewirtz und Benoit Chassaing
DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-16-1359 Published 1 January 2017
http://cancerres.aacrjournals.org/content/77/1/27


Das könnte Sie auch interessieren

"Vorsorge für den Ernstfall" - Verbraucherinformation der DKV

Ein schlimmer Unfall oder eine schwere Krankheit kann Menschen in eine Situation bringen, in der sie sich nicht mehr mit dem Arzt verständigen können. Dann hilft eine Patientenverfügung: Hier kann jeder festlegen, welche medizinische Versorgung er im Notfall wünscht – und welche nicht. Das Dokument entlastet auch die Angehörigen, die als Betreuer sonst Entscheidungen über lebenserhaltende Maßnahmen treffen müssten. Wie eine Patientenverfügung aussehen muss, damit sie gültig ist, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Er erklärt außerdem, wie die Verfasser sicherstellen können, dass Ärzte im Notfall von ihrer Patientenverfügung erfahren und wie sie das Dokument ändern können.

App FURDY hilft, kommunikative Barrieren zu überwinden und kognitive Fähigkeiten zu fördern

Zum 11-jährigen Jubiläum des Masterstudiengangs Barrierefreie Systeme (BaSys) unter dem Motto „Eine Dekade BaSys 10+“ lädt die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) alle Interessierten ein, über eine inklusive Welt zu diskutieren. Erwartet werden dazu am 22. November 2016 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Vertreter/-innen verschiedener Interessenverbände, Studieninteressierte und Alumni. Auch Absolvent Benjamin Göddel wird vor Ort seine App FURDY präsentieren, die er entwickelt hat, um Autisten und deren Umfeld zu helfen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Emulgatoren in industrieller Ernährung erhöhen Darmkrebsrisiko"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.