Mittwoch, 23. Mai 2018
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

16. Mai 2018 Gürtelrose: Innovativer Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahre zugelassen

Ein schmerzhafter, oft juckender Hautausschlag, meist einseitig, ist typisch für die Gürtelrose, Folge einer Reaktivierung des Varizellazoster-Virus. Und sie ist für die meisten Patienten eine Qual. Nun wurde ein innovativer Impfstoff gegen Herpes Zoster und Post-Zoster-Neuralgie für Erwachsene ab 50 Jahre in Europa zugelassen.
Anzeige:
Als „furchtbar“, „unerträglich“ und „qualvoll“ beschreiben Patienten mit Herpes zoster oder Post-zoster-Neuralgie ihren Schmerz. Da die Symptome der Gürtelrose zu Beginn aber unspezifisch sind, wird die Diagnose oft zu spät gestellt für eine rechtzeitige antivirale Therapie, die innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Hautausschlags gestartet werden sollte. Mit Shingrix steht nun erstmals ein innovativer, adjuvantierter Totimpfstoff zur Verfügung, der einen hohen, altersunabhängigen und langanhaltenden Schutz vor dieser schmerzhaften und schwerwiegenden Erkrankung bietet. Als Totimpfstoff kann er auch immunsupprimierten Personen verabreicht werden.

In allen Altersgruppen: Wirksamkeit über 90%

In einem umfangreichen Phase-III-Studienprogramm mit mehr als 38.000 Probanden wurden Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs untersucht. Er zeigte in den klinischen Studien eine Wirksamkeit von über 90%, und zwar in allen untersuchten Altersgruppen: 50 bis 59 Jahre, 60 bis 69 Jahre, 70 bis 79 Jahre und sogar bei den ≥80-Jährigen. Dieser Effekt besteht langanhaltend über einen Zeitraum von bislang vier Jahren und wird weiterhin in klinischen Studien erfasst. Immunogenitätsdaten liegen bis zu neun Jahren vor: Sowohl die zelluläre als auch die humorale Immunantwort hielten über diesen Zeitraum an. Die Immunantwort persistierte ab dem vierten Jahr stabil altersunabhängig über dem Baseline-Wert.

Impfreaktionen leicht bis mittelschwer

Lokalreaktionen traten in der geimpften Gruppe häufiger auf als unter Plazebo. Die meisten von den Patienten berichteten lokalen und systemischen unerwünschten Ereignisse waren leicht bis mittelschwer ausgeprägt mit einer durchschnittlichen Dauer von 3 Tagen. Der Impfstoff wird mit zwei intramuskulär zu applizierenden Dosen im Abstand von 2 – gegebenenfalls 6 Monaten – verabreicht. Nur so lässt sich eine hohe und anhaltende Immunantwort aufbauen. Als Totimpfstoff kann er auch immunsupprimierten Personen verabreicht werden.

Dr. Beate Fessler

Der neue Impfstoff gegen Herpes Zoster – ein Highlight der GSK-Impfstoff-Forschung, München, 11. April 2018 (Veranstalter: GSK)


Das könnte Sie auch interessieren

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt. Laut den Wissenschaftlern ist die Spermienanzahl pro Milliliter Sperma um etwa 52 Prozent gesunken. Bei der Gesamtzahl der Spermien pro Samenerguss gaben die Forscher sogar einen Rückgang von nahezu 60 Prozent an. Dennoch sieht die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) die Zeugungsfähigkeit in westlichen Industrienationen nicht akut gefährdet.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Gürtelrose: Innovativer Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahre zugelassen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.