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16. Mai 2018 Gürtelrose: Innovativer Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahre zugelassen

Ein schmerzhafter, oft juckender Hautausschlag, meist einseitig, ist typisch für die Gürtelrose, Folge einer Reaktivierung des Varizellazoster-Virus. Und sie ist für die meisten Patienten eine Qual. Nun wurde ein innovativer Impfstoff gegen Herpes Zoster und Post-Zoster-Neuralgie für Erwachsene ab 50 Jahre in Europa zugelassen.
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Als „furchtbar“, „unerträglich“ und „qualvoll“ beschreiben Patienten mit Herpes zoster oder Post-zoster-Neuralgie ihren Schmerz. Da die Symptome der Gürtelrose zu Beginn aber unspezifisch sind, wird die Diagnose oft zu spät gestellt für eine rechtzeitige antivirale Therapie, die innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Hautausschlags gestartet werden sollte. Mit Shingrix steht nun erstmals ein innovativer, adjuvantierter Totimpfstoff zur Verfügung, der einen hohen, altersunabhängigen und langanhaltenden Schutz vor dieser schmerzhaften und schwerwiegenden Erkrankung bietet. Als Totimpfstoff kann er auch immunsupprimierten Personen verabreicht werden.

In allen Altersgruppen: Wirksamkeit über 90%

In einem umfangreichen Phase-III-Studienprogramm mit mehr als 38.000 Probanden wurden Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs untersucht. Er zeigte in den klinischen Studien eine Wirksamkeit von über 90%, und zwar in allen untersuchten Altersgruppen: 50 bis 59 Jahre, 60 bis 69 Jahre, 70 bis 79 Jahre und sogar bei den ≥80-Jährigen. Dieser Effekt besteht langanhaltend über einen Zeitraum von bislang vier Jahren und wird weiterhin in klinischen Studien erfasst. Immunogenitätsdaten liegen bis zu neun Jahren vor: Sowohl die zelluläre als auch die humorale Immunantwort hielten über diesen Zeitraum an. Die Immunantwort persistierte ab dem vierten Jahr stabil altersunabhängig über dem Baseline-Wert.

Impfreaktionen leicht bis mittelschwer

Lokalreaktionen traten in der geimpften Gruppe häufiger auf als unter Plazebo. Die meisten von den Patienten berichteten lokalen und systemischen unerwünschten Ereignisse waren leicht bis mittelschwer ausgeprägt mit einer durchschnittlichen Dauer von 3 Tagen. Der Impfstoff wird mit zwei intramuskulär zu applizierenden Dosen im Abstand von 2 – gegebenenfalls 6 Monaten – verabreicht. Nur so lässt sich eine hohe und anhaltende Immunantwort aufbauen. Als Totimpfstoff kann er auch immunsupprimierten Personen verabreicht werden.

Dr. Beate Fessler

Quelle: Der neue Impfstoff gegen Herpes Zoster – ein Highlight der GSK-Impfstoff-Forschung, München, 11. April 2018 (Veranstalter: GSK)


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