Donnerstag, 26. April 2018
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

24. Mai 2017 HSV-Infektionen bei immungeschwächten Erwachsenen: Phase-II-Studie mit oralem Pritelivir

Letzte Woche eröffnete das erste Studienzentrum der klinischer Phase-2-Studie, PRIOH-1, zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von oral verabreichtem Pritelivir, einem niedermolekularen Helikase-Primase-Inhibitor, zur Behandlung von Infektionen mit Aciclovir-resistenten mukokutanen Herpes-Simplex-Viren (HSV) bei immungeschwächten Erwachsenen in den USA.
Anzeige:
Bei der PRIOH-1-Studie handelt es sich um eine multizentrische, randomisierteunverblindete Phase-2-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von oral verabreichtem Pritelivir im Vergleich zu intravenös verabreichtem Foscarnet. Foscarnet ist ein Virostatikum, das hauptsächlich zur Behandlung von Infektionen mit Herpes-Viren eingesetzt wird, die gegenüber anderen antiviralen Medikamenten resistent sind. Patienten erhalten randomisiert (2:1) über einen Zeitraum von bis zu 28 Tagen entweder Pritelivir oder Foscarnet. Der primäre Endpunkt der Studie, die insgesamt 30 Patienten an ca. 20 Studienzentren in den USA einschließen soll, ist der Zeitraum bis zur Abheilung der Läsionen.

"Es besteht ein großer Bedarf an sichereren und wirksameren Behandlungsmöglichkeiten für immungeschwächte Patienten, deren HSV-Infektionen gegenüber Aciclovir resistent geworden sind. Die derzeit verfügbaren "Last-Resort"-Therapien für diese Patienten können zu schweren Nebenwirkungen, einschließlich Nierenversagen, führen," sagte Dr. Holger Zimmermann, CEO der AiCuris Anti-Infective Cures GmbH. "Aufgrund seines neuartigen Wirkmechanismus hat Pritelivir das Potential, mit einer patientenfreundlichen oralen Behandlung die Wirksamkeit deutlich zu erhöhen."

Die im Fachjournal JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentlichten Ergebnisse einer Phase-II-Studie zeigten, dass oral verabreichtes Pritelivir die Unterdrückung der Virenfreisetzung bei genitalen HSV-2-Infektionen gegenüber dem Nukleosid-Analogon Valaciclovir, der derzeitigen Standardtherapie, signifikant verbessert.

AiCuris


Das könnte Sie auch interessieren

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte

Genial einfach: Anfang Dezember 2016 wurden 100.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärzten, Gynäkologen und Hebammen in das „Gelbe Heft“ eingelegt. „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden kann. Mit übersichtlich gestalteten Karten wird es Eltern leicht gemacht, sich über die Gesundheit ihres neugeborenen Kindes ein Bild zu machen – und so bei Krankheitssymptomen dafür sorgen zu können, dass ihr Kind rasch behandelt und dessen Leben solange wie möglich erhalten werden kann,“ erklärte die Niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt am Donnerstag, 19. Januar 2017, bei einem Pressegespräch in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Experten der Klinik für Kinderchirurgie und der Techniker Krankenkasse stellten mit Unterstützung der Ärztekammer Niedersachsen die Einführung des bundesweit einmaligen Pilotprojektes vor.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"HSV-Infektionen bei immungeschwächten Erwachsenen: Phase-II-Studie mit oralem Pritelivir"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!