Freitag, 19. Oktober 2018
Navigation öffnen

Aktuelle Infos für Ärzte

11. Oktober 2018 Idiopatische Lungenfibrose: Vier neue definierte Diagnose-Gruppen

Eine Kooperation von Lungenexperten weltweit hat die klinischen Empfehlungen für die Diagnose von idiopathischer Lungenfibrose (IPF) auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Ergebnisse aktualisiert. Die IPF ist nicht heilbar; eine schnelle Diagnose ist entscheidend, um den Verlauf der Erkrankung medikamentös zu verlangsamen.
Anzeige:
Die IPF ist eine schwerwiegende chronische Lungenerkrankung, deren Ursachen bis heute nicht aufgedeckt werden konnten. Erwachsene Patienten, bei denen eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD) unbekannter Ursache gefunden wird, stehen im Verdacht an IPF zu leiden, wenn durch eine Thorax-Röntgen- oder Thorax-Computertomographie (CT) ungeklärte symptomatische oder asymptomatische Muster von bilateraler Fibrose erkennbar sind, inspiratorisches Knistern und ein Alter von über 60 Jahren vorliegt.

Die zuvor vorliegenden Diagnose-Muster der gewöhnlichen interstitiellen Pneumonie (UIP) wurden in vier Unterkategorien eingeordnet: UIP, wahrscheinlich UIP, unbestimmtes Muster und alternative Diagnose.

Bei Patienten mit einer neu diagnostizierten ILD ist der Ausschluss der folgenden Punkte hilfreich, um eine Diagnose zu stellen:
-    Genaue Erfassung der bisherigen medikamentösen Therapie und der Umwelteinflüsse, denen die Patienten ausgesetzt waren.
-    Serologische Überprüfung des Blutes, um Bindegewebskrankheiten als Ursache der IPF auszuschließen
-    Bei Patienten, die eine wahrscheinliche UIP, eine unbestimmte oder alternative Diagnose haben, sollten laut einer bedingten Empfehlung multidisziplinäre Gespräche die Diagnose festlegen

Zusätzliche Empfehlungen zur Bestimmung von Biomarkern im Serum, zur Durchführung einer bronchoalveolären Lavage (BAL) oder von Lungenbiopsien können laut den neuen Richtlinien in bestimmten Fällen zur Diagnose herangezogen werden.

Quelle: lungeninformationsdienst.de

Literatur:

American Thoracic Society Documents: Diagnosis of Idiopathic Pulmonary Fibrosis. 2018.


Das könnte Sie auch interessieren

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilo in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“, den man kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (oder Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) anfordern kann. Auch bei zunehmender Kurzatmigkeit, wiederholtem Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an immer mehr Kissen um schlafen zu können, sollte man Arzt oder Klinik aufsuchen.

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Die vergangene Grippesaison 2016/2017 sorgte in Deutschland für rund sechs Millionen Infektionen. Wer sich diesen Winter vor einer Grippe schützen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen. „Der Körper benötigt nach der Grippeimpfung rund zwei Wochen, bis ein ausreichender Virenschutz aufgebaut ist. Wer sich rechtzeitig auf das größte Ansteckungsrisiko vorbereiten will, sollte also jetzt zum Arzt gehen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER. Insbesondere ältere Menschen mit Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten sich gegen die saisonale Influenza wappnen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Idiopatische Lungenfibrose: Vier neue definierte Diagnose-Gruppen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.