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13. September 2017
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JAK-Inhibitor Baricitinib in der rheumatologischen Praxis gut angekommen

Seit im Frühjahr die Zulassung von Baricitinib (Olumiant®) erfolgte, steht eine neue wirksame Option zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis (RA) zur Verfügung*. Die Einführung des ersten Vertreters der Januskinase-(JAK-)Inhibitoren in der EU als neue orale Therapieoption bei RA wurde in Fachkreisen erwartet, denn mit den bis dahin verfügbaren medikamentösen Therapien gelingt es bei vielen Patienten nicht, die Krankheitsaktivität ausreichend zu kontrollieren (1). Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) bewerteten Experten das Potenzial des neuen Medikaments in der rheumatologischen Praxis.
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Die JAK-Inhibitoren sind die ersten Medikamente einer neuen Substanzklasse – der targeted synthetic DMARDs – und mit einem neuartigen Wirkprinzip. „Im Gegensatz zu den meisten Biologika, die ein einziges Zytokin extrazellulär binden und damit nur ein spezifisches Signal unterbrechen, unterbinden JAK-Inhibitoren die Signalwirkung gleich mehrerer Zytokine, die für die Pathophysiologie der RA von Bedeutung sind“, erklärte Prof. Georg Pongratz, Düsseldorf, bei einem Lilly-Symposium zu dieser Substanzklasse.

Überlegene Wirksamkeit gegenüber Adalimumab**

Der JAK-Inhibitor Baricitinib wurde in einem breiten Studienprogramm mit mehr als 3.000 RA-Patienten über das gesamte Behandlungsspektrum hinweg untersucht. „Die Studienergebnisse belegen einen schnellen Wirkeintritt und eine langanhaltende Wirksamkeit von Baricitinib für mindestens 2 Jahre“, berichtete Prof. Eugen Feist, Berlin (2). In einer dieser Studien – der 52-Wochen-Studie RA-BEAM mit insgesamt 1.305 behandelten Studienpatienten – zeigte Baricitinib im direkten Vergleich mit Adalimumab, jeweils in Kombination mit MTX, bei Patienten nach MTX-Versagen eine überlegene Wirksamkeit für den ACR20 und die mittlere Reduktion des DAS28-CRP, jeweils in Woche 12 (3)**. Schon ab Woche 8 wurde mit Baricitinib plus MTX eine signifikant höhere ACR50-Rate erreicht als mit Adalimumab plus MTX (3). Auch an weiteren Zeitpunkten zeigte Baricitinib signifikant höhere Ansprechraten für ACR20, ACR50 und ACR70 (3). „Aufgrund der guten Wirksamkeit und des einfachen Einnahmeschemas – einmal täglich oral – stellt Baricitinib in den verfügbaren Dosierungen 4 mg und 2 mg eine wertvolle Ergänzung in der Therapie der RA dar“, bilanzierte Feist. Als günstig hob Feist auch die gute Steuerbarkeit der Therapie mit Baricitinib hervor. Baricitinib könne man falls erforderlich rasch absetzen, aber auch schnell mit gutem Ansprechen der klinischen Symptome wieder etablieren (4).
 
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