Sonntag, 21. Oktober 2018
Navigation öffnen

Aktuelle Infos für Ärzte

10. Januar 2018 Neue deutsche Asthma-S2k-Leitlinie empfiehlt Tiotropium

Über 10 Jahre nach der letzten Überarbeitung der S3-Leitlinie zum Asthma bronchiale legen die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Deutsche Atemwegsliga (DAL) eine neue Fassung vor. Wie bisher folgen die Therapieempfehlungen einem Stufenschema, das sich am Grad der Asthma-Kontrolle und am Schweregrad der Erkrankung orientiert. Dabei wurde erstmals eine fünfte Stufe eingeführt und der Einsatz von Tiotropium als Zusatztherapie ab Stufe 4 empfohlen. „Vor Einsatz von Biologika in der Therapie des schweren Asthmas (Stufe 5) wird empfohlen, das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium bei Patienten in Stufe 4 einzusetzen, die unter hochdosiertem inhalativem Kortison und einem langwirksamen inhalativen Beta2-Sympathomimetikum (ICS/LABA) noch Symptome haben“, erklärt Prof. Johann Christian Virchow, Direktor der Abteilung Pneumologie und Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinik Rostock. Spiriva® (Tiotropium) Respimat® ist das einzige langwirksame Anticholinergikum mit Asthma-Zulassung.* Umfangreiche klinische Daten belegen, dass Tiotropium Respimat® als Zusatztherapie* signifikant die Lungenfunktion verbessert und bei Patienten unabhängig von untersuchten Baselinecharakteristika das Risiko für eine erste Asthma-Verschlechterung und einen ersten schweren Asthma-Anfall im Vergleich zu Placebo reduziert.
Anzeige:
Stufe 4: Tiotropium im Trio

Schon das GINA –Update# 2015 hatte den Einsatz von Tiotropium als Zusatztherapie bei erwachsenen Asthma-Patienten mit Exazerbationen in der Vorgeschichte bei Stufe 4 und 5 aufgenommen. Nun empfiehlt auch die neue S2k-Leitlinie zum Asthma bronchiale das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium*: als Zusatztherapie in Stufe 4 bei unzureichender Asthma-Kontrolle unter ICS/LABA im Trio ICS/LABA/Tiotropium, wobei ICS mittel bis hoch zu dosieren sind. Prinzipiell empfiehlt die neue Leitlinie den Einsatz von Tiotropium* sogar als Alternative zu einem LABA in Stufe 3 (z.B. bei schweren LABA-Nebenwirkungen), obwohl in dieser Indikation aktuell keine EU-Zulassung existiert. „Diese Empfehlung basiert auf der Tatsache, dass Tiotropium Respimat® für diese Indikation bereits in anderen Ländern wie den USA zugelassen ist“, erläutert Prof. Virchow die Entscheidung des Leitlinien-Gremiums.

Weitere deutliche Änderungen der Leitlinien-Neufassung

Neben der Empfehlung von Tiotropium Respimat® hat die neue S2k-Leitlinie weitere deutliche Neuerungen integriert. „Beispielsweise wurde eine fünfte Therapiestufe eingeführt, eine Therapie mit ICS soll bereits in Stufe 1 erwogen werden und eine ICS/Formoterol-Kombination kann statt eines kurzwirksamen Beta-Agonisten (SABA) zur symptomatischen Bedarfstherapie bei bestimmten Patienten mit mehr als nur leichtgradiger Erkrankung eingesetzt werden“, fasst Prof. Virchow die weiteren Änderungen zusammen.

Umfangreiches Studienprogramm

Tiotropium Respimat® wurde im umfangreichen klinischen Phase-III-Studienprogramm UniTinA-asthma® mit 11 Studien und mehr als 4.000 Asthma-Patienten (Erwachsene, Jugendliche, Kinder ab 1 Jahr) aller Schweregrade untersucht. Von der Therapie mit Tiotropium Respimat® profitierten Patienten – unabhängig von untersuchten Baselinecharakteristika wie Alter, Geschlecht, Gewicht oder Leukotrien-Modifikatoren beim Screening.

* Spiriva® (Tiotropium) Respimat® ist in Deutschland zugelassen als zusätzlicher dauerhaft einzusetzender Bronchodilatator bei erwachsenen Asthma-Patienten, die als Dauertherapie eine Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden (≥ 800 μg Budesonid/Tag oder Äquivalent) und langwirksamen Beta2-Agonisten erhalten, und die im Vorjahr mindestens eine schwere Exazerbation erfahren hatten.
# Global Initiative for Asthma (GINA)
‡ GINA Report 2015, Global Strategy for Asthma Management and Prevention. Abrufbar unter: http://ginasthma.org (letzter Zugriff: Dezember 2017)

Quelle: Boehringer Ingelheim


Das könnte Sie auch interessieren

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das Risiko für eine Darmkrebserkrankung erhöht. Ausschlaggebend ist dabei allein die Menge des konsumierten Alkohols, nicht die Art des alkoholischen Getränks. In ihrem Aufruf an die Politik „Prävention beginnt in den Verdauungsorganen“ fordert die DGVS unter anderem eine bessere Aufklärung über die Gefahren des Alkohols sowie mehr Regularien für die alkoholproduzierende Industrie, auf diese Risiken hinzuweisen.

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen Angehörigen dabei, den Schmerz zu verarbeiten, das Ohnmachtsgefühl zu überwinden und mittels sozialer Kontakte, zurück in den Alltag zu finden.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Neue deutsche Asthma-S2k-Leitlinie empfiehlt Tiotropium"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.