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10. Januar 2018 Neue deutsche Asthma-S2k-Leitlinie empfiehlt Tiotropium

Über 10 Jahre nach der letzten Überarbeitung der S3-Leitlinie zum Asthma bronchiale legen die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Deutsche Atemwegsliga (DAL) eine neue Fassung vor. Wie bisher folgen die Therapieempfehlungen einem Stufenschema, das sich am Grad der Asthma-Kontrolle und am Schweregrad der Erkrankung orientiert. Dabei wurde erstmals eine fünfte Stufe eingeführt und der Einsatz von Tiotropium als Zusatztherapie ab Stufe 4 empfohlen. „Vor Einsatz von Biologika in der Therapie des schweren Asthmas (Stufe 5) wird empfohlen, das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium bei Patienten in Stufe 4 einzusetzen, die unter hochdosiertem inhalativem Kortison und einem langwirksamen inhalativen Beta2-Sympathomimetikum (ICS/LABA) noch Symptome haben“, erklärt Prof. Johann Christian Virchow, Direktor der Abteilung Pneumologie und Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinik Rostock. Spiriva® (Tiotropium) Respimat® ist das einzige langwirksame Anticholinergikum mit Asthma-Zulassung.* Umfangreiche klinische Daten belegen, dass Tiotropium Respimat® als Zusatztherapie* signifikant die Lungenfunktion verbessert und bei Patienten unabhängig von untersuchten Baselinecharakteristika das Risiko für eine erste Asthma-Verschlechterung und einen ersten schweren Asthma-Anfall im Vergleich zu Placebo reduziert.
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Stufe 4: Tiotropium im Trio

Schon das GINA –Update# 2015 hatte den Einsatz von Tiotropium als Zusatztherapie bei erwachsenen Asthma-Patienten mit Exazerbationen in der Vorgeschichte bei Stufe 4 und 5 aufgenommen. Nun empfiehlt auch die neue S2k-Leitlinie zum Asthma bronchiale das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium*: als Zusatztherapie in Stufe 4 bei unzureichender Asthma-Kontrolle unter ICS/LABA im Trio ICS/LABA/Tiotropium, wobei ICS mittel bis hoch zu dosieren sind. Prinzipiell empfiehlt die neue Leitlinie den Einsatz von Tiotropium* sogar als Alternative zu einem LABA in Stufe 3 (z.B. bei schweren LABA-Nebenwirkungen), obwohl in dieser Indikation aktuell keine EU-Zulassung existiert. „Diese Empfehlung basiert auf der Tatsache, dass Tiotropium Respimat® für diese Indikation bereits in anderen Ländern wie den USA zugelassen ist“, erläutert Prof. Virchow die Entscheidung des Leitlinien-Gremiums.

Weitere deutliche Änderungen der Leitlinien-Neufassung

Neben der Empfehlung von Tiotropium Respimat® hat die neue S2k-Leitlinie weitere deutliche Neuerungen integriert. „Beispielsweise wurde eine fünfte Therapiestufe eingeführt, eine Therapie mit ICS soll bereits in Stufe 1 erwogen werden und eine ICS/Formoterol-Kombination kann statt eines kurzwirksamen Beta-Agonisten (SABA) zur symptomatischen Bedarfstherapie bei bestimmten Patienten mit mehr als nur leichtgradiger Erkrankung eingesetzt werden“, fasst Prof. Virchow die weiteren Änderungen zusammen.

Umfangreiches Studienprogramm

Tiotropium Respimat® wurde im umfangreichen klinischen Phase-III-Studienprogramm UniTinA-asthma® mit 11 Studien und mehr als 4.000 Asthma-Patienten (Erwachsene, Jugendliche, Kinder ab 1 Jahr) aller Schweregrade untersucht. Von der Therapie mit Tiotropium Respimat® profitierten Patienten – unabhängig von untersuchten Baselinecharakteristika wie Alter, Geschlecht, Gewicht oder Leukotrien-Modifikatoren beim Screening.

* Spiriva® (Tiotropium) Respimat® ist in Deutschland zugelassen als zusätzlicher dauerhaft einzusetzender Bronchodilatator bei erwachsenen Asthma-Patienten, die als Dauertherapie eine Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden (≥ 800 μg Budesonid/Tag oder Äquivalent) und langwirksamen Beta2-Agonisten erhalten, und die im Vorjahr mindestens eine schwere Exazerbation erfahren hatten.
# Global Initiative for Asthma (GINA)
‡ GINA Report 2015, Global Strategy for Asthma Management and Prevention. Abrufbar unter: http://ginasthma.org (letzter Zugriff: Dezember 2017)

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