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27. Juli 2018 Repräsentative Umfrage zu Hepatitis C: Nur 14% der Befragten denken in Deutschland über das eigene Ansteckungsrisiko nach

Welt-Hepatitis-Tag am 28.7.2018

In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut etwa 0,3% der Menschen an Hepatitis C erkrankt – und jährlich kommen knapp 5.000 Neuinfektionen hinzu (1). Grund genug für AbbVie Deutschland im November im Rahmen des Healthcare Monitors, einer regelmäßigen Befragung des Unternehmens rund um das Gesundheitswesen, diese Erkrankung in den Fokus zu rücken. In einer repräsentativen Umfrage wurden 1.004 Telefoninterviews geführt (2). Die Stichprobe wurde per Zufallsverfahren aus der Grundgesamtheit der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren in Privathaushalten erhoben. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Während zwar immerhin 57% der Befragten 2017 etwas zum Thema Hepatitis C gehört haben, machen sich nur 14% über das eigene Risiko einer Ansteckung Gedanken. Damit einher geht eine geringe Motivation, sich über die Erkrankung beim Hausarzt zu informieren oder sich testen zu lassen. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass wir hier dringend Nachholbedarf haben, um die Krankheit zu erkennen und damit therapieren bzw. heilen zu können“, sagt Dr. Bettina König, Leiterin der medizinischen Abteilung Virology, Neuroscience and Specialty Care bei AbbVie Deutschland. Wenn es um die Behandlung und Heilung geht, dann wissen 66% der Befragten um Therapiemöglichkeiten, aber nur 32% kennen den aktuellen Forschungsstand. Chronische Hepatitis C ist heute bei nahezu allen Patienten heilbar.
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Hepatitis C: Mit Aufklärung und innovativen Therapien die Erkrankung endgültig besiegen

Die Erkenntnisse aus der Umfrage sind insoweit aufschlussreich, als das Wissen über Hepatitis C in der Bevölkerung entscheidend ist, um Neuinfektionen zu vermeiden, die Krankheit zu diagnostizieren und rechtzeitig mit einer Therapie beginnen zu können. War die Erkrankung bis vor wenigen Jahren nur schwer zu behandeln, hat sich die WHO jetzt zum Ziel gesetzt, sie bis zum Jahr 2030 weltweit zu besiegen (3). „Es ist ein großes Glück als Mediziner mitzuerleben, dass eine chronische Viruserkrankung in so kurzer Zeit mit sehr gut verträglichen Therapien komplett geheilt wird“, sagt Dr. Christiane Cordes, Infektiologin aus Berlin, die sich seit über 20 Jahren dem Kampf gegen Hepatitis C widmet. Der Schlüssel dazu sind immer effektivere und gut verträgliche Therapien, die die Behandlung immer weiter vereinfachen und breiter einsetzbar machen (4). Beispielsweise hat AbbVie im Sommer 2017 ein innovatives Hepatitis-C-Medikament mit zwei vollständig neu entwickelten Wirkstoffen (DAAs, direct acting antivirals) in Deutschland auf den Markt gebracht.
Diese Therapie der neuen Generation bietet eine effektive Behandlung über alle Virusformen (Genotypen 1-6) mit kurzer Therapiedauer von meist 8 Wochen. Das gilt zum Teil sogar für Menschen mit Nierenerkrankungen oder bei Dialyse-Patienten (5, 6). Auch die ersten Real-Life-Daten des Deutschen Hepatitis C-Registers (DHC-R) zu Glecaprevir/Pibrentasvir zeigen, dass Glecaprevir/Pibrentasvir sehr hohe Heilungsraten (SVR12: 100%; mITT; n = 93/93) im Behandlungsalltag erzielt (7).


Übertragungswege und Folgen einer Hepatitis-C-Erkrankung

Hepatitis C ist eine chronische Lebererkrankung, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht wird (4). Das Virus wird dabei durch Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen. Unbehandelt kann es zu schweren gesundheitlichen Folgen kommen. Drei Viertel aller Infektionen verlaufen unbemerkt oder nur mit grippeähnlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit und Fieber (1, 8). Das macht die Krankheit schwierig zu diagnostizieren und verhindert oft eine rechtzeitige Behandlung. Virusträger, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen, können andere Menschen anstecken. Bei verdächtigen Symptomen, insbesondere in Kombination mit erhöhten Leberwerten, ist es daher wichtig, dass der behandelnde Arzt auf Hepatitis C testet.

Quelle: AbbVie

Literatur:

(1) Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin Nr. 30, 2017.
(2) KantarEMNID, Grafikreport, November 2017; http://news.abbvie.de/documents/abbvie-healthcare-monitorgrafikreport-10-strich-11-punkt-2017-hepatitis-c-74766
(3) World Health Organization. Global Hepatitis Report, 2017.
(4) EASL Clinical Practice Guidelines: management of hepatitis C virus infection. European Association for the Study of the Liver. J Hepatol. 2014;60:392–420.
(5) Decisions Resources Group. Hepatitis-C virus: disease landscape & forecast 2016. January 2017.
(6) Puoti et al. Poster SAT-233, präsentiert im Rahmen von The International Liver Congress™ (ILC) in Amsterdam, 19.–23. April 2017.
(7) Berg T, et al. First Real-World Data on Safety and Effectiveness of Glecaprevir/Pibrentasvir for the Treatment of Patients with Chronic HCV Infection: Data from the German Hepatitis C-Registry. EASL The International Liver Congress. Paris. April 11th-14th, 2018.
(8) Chen SL et al. Int J Med Sci. 2006; 3(2):47–52.


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