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13. März 2018 Schlaganfall: In Deutschland kann mehr für die Vorsorge getan werden

Bis zu 80% aller Schlaganfälle weltweit sind vermeidbar. Eine wesentliche Maßnahme ist die frühe Erkennung und Behandlung der entsprechenden Risikofaktoren (1). Auch in Deutschland besteht hier erheblicher Verbesserungsbedarf, zeigt ein aktueller Report der Economist Intelligence Unit. Denn nach Vorhofflimmern und Bluthochdruck, den häufigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall, wird nicht routinemäßig gesucht (1).
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In Deutschland wird bei einem Arztbesuch nur bei 16% der Menschen über 40 Jahren routinemäßig auf zu hohen Blutdruck geprüft. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit sogar hinter Ländern wie Brasilien und Mexiko, aber auch weit hinter Frankreich und Belgien. Das zeigt der aktuelle Report „Preventing Stroke: Uneven Progress – A global policy research programme“ der Economist Intelligence Unit, einer Abteilung von The Economist (1). Auch beim Screening nach der Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern belegt Deutschland nur das Mittelfeld: Lediglich bei 13% der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, erfolgt eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung (1). „Es ist sehr wichtig, nach Erkrankungen wie Bluthochdruck und Vorhofflimmern zu screenen, denn diese zählen zu den häufigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall“, so Dr. Michael May, Country Medical Director Germany, Bristol-Myers Squibb.

Mehr Schlaganfälle verhindern: Der Handlungsbedarf ist groß

In anderen Ländern sieht es nicht unbedingt besser aus: Die Türkei, Spanien, Kanada oder die USA schneiden beim Screening auf Vorhofflimmern ähnlich wie Deutschland ab. Ähnlich sieht es auch beim Screening auf Bluthochdruck aus. So wird bspw. in Großbritannien, den Niederlanden oder Spanien seltener vorsorglich auf Bluthochdruck untersucht als hierzulande. Aus diesem Grund sehen die Experten der Economist Intelligence Unit besonders Handlungsbedarf auf unterschiedlichen Ebenen und die Notwendigkeit einer koordinierten Zusammenarbeit verschiedener Akteure im Gesundheitswesen: So sei unter anderem eine verstärkte Aufklärung über den Schlaganfall und dessen Risikofaktoren notwendig, um die breite Öffentlichkeit stärker dafür zu sensibilisieren (1). Auch sollte systematischer als bisher ein Screening auf Vorhofflimmern und Bluthochdruck erfolgen. Hierzu könnten unter anderem neue technologische Hilfsmittel wie Apps zur Pulsmessung zum Einsatz kommen. Auch Technologien wie mobile EKGs könnten, laut den Experten der Economist Intelligence Unit, ein breites Screening vereinfachen und so helfen, Schlaganfall-Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Nur wenn Schlaganfall-Risikofaktoren erkannt werden, können sie angemessen behandelt werden. Es sollten auch mehr Daten zu Schlaganfällen und deren Risikofaktoren gesammelt werden, um bessere Präventionsstrategien entwickeln zu können.

Beeinflussbare Schlaganfall-Risikofaktoren – Aufklärung ist wichtig

Dem Report der Economist Intelligence Unit zufolge werden 90% der Schlaganfälle von beeinflussbaren Risikofaktoren hervorgerufen (1): Dazu gehören Lebensstil- und verhaltensbedingte Auslöser wie Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel. Aber auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Vorhofflimmern, die durch routinemäßige Vorsorgemaßnahmen beim Arzt festgestellt und, falls notwendig, medikamentös behandelt werden können. Ein Großteil dieser Risikofaktoren ist beeinflussbar. Dennoch ist das Wissen in der breiten Öffentlichkeit darüber relativ gering (1). Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein der Öffentlichkeit und im Besonderen der betroffenen Patienten zu schärfen und verstärkt darüber aufzuklären. Neben einem ausführlichen Arztgespräch sollte das Wissen über die Risikofaktoren zusätzlich durch nationale Strategien und Aufklärung verbessert werden. „Auch wir als forschende Pharmaunternehmen sehen uns hier in der Verantwortung. Daher sind wir Partner der "Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln". Ziel der Initiative ist es, die Zahl der Schlaganfälle in Deutschland deutlich zu verringern, um so mehr Menschen ein gesundes Altern zu ermöglichen“, so PD Dr. Peter-Andreas Löschmann, Medizinischer Direktor bei Pfizer in Deutschland. So hat die Initiative vielfältige Informationsmaterialien und eine Website entwickelt, die Patienten unter anderem dabei helfen können, Schlaganfall-Risikofaktoren besser zu verstehen.

Quelle: Bristol-Myers Squibb/Pfizer

Literatur:

(1) 1 The Economist Intelligence Unit. White Paper: PREVENTING STROKE: UNEVEN PROGRESS.
https://perspectives.eiu.com/healthcare/policy-approaches-stroke-prevention/white-paper/preventingstroke-uneven-progress. Letzter Zugriff Februar 2018.


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