Donnerstag, 26. April 2018
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

06. Dezember 2017 Studie für wirksamen HIV-Impfschutz startet

Eine Impfung gegen HIV könnte 100.000 gefährdeten Menschen vor einer Infektion mit dem Virus und dem Ausbruch von AIDS schützen. Janssen unterstützt zusammen mit der Bill & Melinda Gates Stiftung sowie den National Institutes of Health den Start einer Studie zur Entwicklung einer wirksamen HIV-Impfung. Die Partner schließen sich zusammen, um eine „globale Impfung“ zu entwickeln, die einem breiten Spektrum von HIV-Erregern vorbeugen kann. Gemeinsames Ziel ist eine Welt ohne HIV.
Anzeige:
Menschen mit HIV haben heute eine nahezu normale Lebenserwartung – vorausgesetzt, sie erhalten eine antiretrovirale Therapie. Leider ist diese Tatsache allein noch kein Grund zur Entspannung, denn unverändert breitet sich das Virus weiter aus: Weltweit infizieren sich jährlich fast 2 Millionen Menschen mit HIV. Allein in Ost- und Westafrika betraf das im Jahr 2016 rund 760.000 Personen. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es mittlerweile „nur“ noch 3.100 Neuinfektionen pro Jahr (1).

Aktuell startet eine breit angelegte Studie mit dem Titel „Imbokodo“ (HVTN 705/HPX2008) mit 2.600 Frauen der Sub-Sahara Region. Sie soll untersuchen, ob und wie der Impfstoff Frauen und Mädchen möglichst effizient vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen kann. „Imbokodo“ entstammt der Zulu-Sprache und bedeutet „Felsen“: in Südafrika ein Synonym für starke Frauen und deren Bedeutung für die Gemeinschaft. Wie UNAIDS berichtet sind rund 60% der Menschen mit HIV im östlichen und südlichen Afrika Frauen und Mädchen.

Das Ziel der Allianz ist ehrgeizig: Sie hat sich nicht weniger vorgenommen als die Menschen der Welt, die ein besonders hohes Risiko tragen, mit einem global einsetzbaren Impfstoff zu schützen.

Damit eine globale Anwendung möglich ist, muss der Impfstoff gegen ein möglichst breites Spektrum von Virustypen wirken. Kein leichtes Unterfangen bei dem Erreger, der ausgesprochen schnell mutiert und in verschiedenen Subtypen auftritt. In frühen klinischen Studien hat das Präparat jedoch Anlass zur Hoffnung gegeben, denn es greift gleichzeitig an mehreren Stellen des Virus an. Die bislang vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Impfstoff das Immunsystem sehr gut gegen HIV stärken kann.

Janssen-Cilag

Literatur:

(1) Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin 47/2017, 23. November 2017


Das könnte Sie auch interessieren

Grippeviren im Anmarsch - Tipps zum Schutz vor Ansteckung

Jedes Jahr aufs Neue rollen gegen Ende des Jahres die ersten Grippewellen an: Laut dem Robert-Koch-Institut erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutschland zwischen zwei und zehn Millionen Menschen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, erklärt den Unterschied zwischen Erkältung und echter Grippe, der sogenannten Influenza. Zudem gibt er Tipps zu Schutzmaßnahmen gegen Grippeviren.

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder im Internet - kurz BEcKI' digital niederschwellige Hilfe anbieten", so Bredl. Partner ist das Universitätsklinikum Ulm, das gemeinsam mit der TK die Kooperation ab sofort auf Bayern ausweitet.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studie für wirksamen HIV-Impfschutz startet"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!