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10. Januar 2018
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Tapentadol bei chronischen Schmerzpatienten entlastet das ärztliche Budget und reduziert den Arbeitsaufwand

In Deutschland leiden etwa 17% aller Erwachsenen an chronischen Schmerzen. Deutlich über die Hälfte davon, rund 61%, sind chronische Rückenschmerzpatienten (1). Neben dem Leid der Betroffenen und den daraus resultierenden häufigen Arztbesuchen stellen chronische Schmerzerkrankungen auch wegen der hohen Behandlungskosten eine große Herausforderung dar. Hinzu kommt eine große volkswirtschaftliche Belastung durch kurz- und langfristige Arbeitsausfallzeiten, Krankengeld und Frühberentungen. Hinsichtlich der direkten und indirekten Kosten spielt es aber offenbar eine entscheidende Rolle, welches Analgetikum Ärzte verordnen. Dies zeigen Daten einer nicht-interventionellen Studie, denen zufolge Tapentadol retard (Palexia® retard) aufgrund seiner starken Wirksamkeit und seines guten Nebenwirkungsprofils den Bedarf an Begleitmedikation und therapiebegleitenden Maßnahmen wie Physiotherapie deutlich reduziert (2). Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage ging im Vergleich zur Vortherapie um rund 60% zurück (3). Somit zahlt sich die Behandlung mit Tapentadol volks- und betriebswirtschaftlich gleichermaßen aus. Die wirtschaftliche Verordnung des Analgetikums ist dabei durch mehr als 100 Rabattverträge gegeben (4).
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Welchen Einfluss hat Tapentadol retard auf die Funktionalität von Patienten mit chronischen Schmerzen im deutschen Praxisalltag? Und wie verändert sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer dreimonatigen prospektiven nicht-interventionellen Studie (NIS), die unter Allgemeinmedizinern und Internisten durchgeführt wurde und auch Aussagen über die Wirtschaftlichkeit erlaubt (2). Eingeschlossen waren 5.002 Patienten, von denen 92,7% aufgrund einer unzureichenden Schmerzlinderung unter der Vortherapie auf Tapentadol retard umgestellt wurden. Bei 71,3% der Patienten war mangelnde Lebensqualität der Grund (Mehrfachnennungen möglich).

Umfangreiche Begleittherapie konnte deutlich reduziert werden

Mit 95,9% hatten Patienten vor Therapiebeginn mit Tapentadol retard fast ausnahmslos eine analgetische Dauertherapie erhalten. 31,7% waren mit starken Opioiden, 55,9% mit schwachen Opioiden und 81,4% mit Nicht-Opioiden vortherapiert. Daneben bestand eine umfangreiche Begleittherapie mit Antidepressiva (34,9%), Antiepileptika (17,6%), Laxanzien (14,8%), Antiemetika (9,2%) und Muskelrelaxanzien (21%). Nach Therapiebeginn mit Tapentadol retard erhielten zunächst noch 63% der Patienten eine begleitende analgetische Dauertherapie. Im Studienverlauf konnte dieser Anteil aber weiter auf 47,6% reduziert werden. Am Ende nahmen nur noch 2,6% der Patienten ein starkes und 5,0% ein schwaches Opioid ein. 39,9% der Patienten kamen im Rahmen der analgetischen Dauerbehandlung mit einer Tapentadol-Monotherapie aus. Der Anteil der Patienten mit einer Ko-Analgetika-Verordnung ging ebenfalls zurück. Das ist vorteilhaft, da weniger Zusatzverordnungen das Budget des Arztes entlasten.

Kosteneinsparungen von rund 50% bei Physiotherapie und Massagen

In den letzten 4 Wochen vor Beginn der Tapentadol-Therapie hatten die Ärzte bei 57,88% der Patienten Physiotherapie und bei 24,83% Massagen verordnet. Im Verlauf der NIS gingen die Physiotherapie-Verordnungen um 36% zurück. Bei Massagen fiel der Rückgang mit 55% sogar noch deutlicher aus. „Die Schmerztherapie mit Tapentadol retard führte im Praxisalltag bei breitem Indikationsspektrum zu einer deutlichen Reduktion starker chronischer Schmerzen mit signifikanten Verbesserungen der funktionalen Alltagskompetenz und der Lebensqualität der Patienten. Zudem konnte der Anteil der zusätzlichen analgetischen Dauermedikationen sowie die nicht-medikamentöse Begleittherapie deutlich reduziert werden“, schlussfolgern die Autoren der Publikation. Sind weniger Physiotherapie-Verordnungen notwendig, verringert sich der bürokratische Aufwand für den Arzt.
 
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