Sonntag, 9. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Zurück zur Infothek

Medizin

23. Oktober 2017 150 Minuten Sport pro Woche – auch für Rheumapatienten

Früher hieß es für Rheumatiker: Gelenke schonen! Dabei müssen sich Patienten mit entzündlichem Rheuma eigentlich noch mehr bewegen als Gesunde. Das betonte Prof. Erika Gromnica-Ihle von der Deutschen Rheuma-Liga im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie, der morgen in Berlin beginnt.
Anzeige:
Fachinformation
Auf den ersten Blick mag es paradox klingen. Aber: Wer sich viel bewegt, hat häufig weniger Schmerzen und braucht idealerweise auch weniger Medikamente.  Bewegung wirkt sich außerdem günstig auf Begleiterkrankungen wie eine Depression oder Fatigue aus, erläutert Gromnica-Ihle. Diese bleierne Müdigkeit, die Rheumapatienten häufig verspüren, lässt sich medikamentös bisher gar nicht behandeln.  Aber wie viel Sport ist für Menschen mit entzündlichem Rheuma gut?

Die Expertin empfiehlt, sich an die WHO-Empfehlungen zu halten: mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. "Moderat bedeutet: Man sollte sich dabei noch unterhalten, aber nicht mehr singen können", konkretisiert Gromnica-Ihle. Wer intensiveren Sport treibt, dem reichen eventuell auch 75 Minuten. Aufteilen kann man die Einheiten, wie man möchte. Pro Einheit müssen es aber mindestens zehn Minuten sein.  Welche Sportarten geeignet sind, besprechen Rheumatiker am besten mit dem behandelnden Arzt. Ideal ist, zwei Mal pro Woche Krafttraining zu integrieren, sagt Gromnica-Ihle: "Gerade ein krankes Gelenk braucht einen kräftigen Muskel, der es führt." Zudem beugt Krafttraining Knochenschwund vor.  Wer bisher noch gar keinen Sport macht, dem rät die Expertin, langsam einzusteigen.

"Jeder Gang um den Block ist besser als gar keine Bewegung", betont sie.  Die Deutsche Rheuma-Liga hat gemeinsam mit dem Sport-Department der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg das Programm "aktiv-hoch-r" entwickelt. Ausgebildete Trainer erklären Interessierten – nicht nur Rheumatikern – wie sie Sport und Bewegung optimal in ihren Alltag integrieren. Das Programm ist bisher in Berlin, München und Ulm verfügbar und wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel als Präventionsmaßnahme bezuschusst.

Quelle: dpa


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?
© JPC-PROD / Fotolia.com

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte,...

Migräne: Attacken durch falsches Essen?

Migräne: Attacken durch falsches Essen?
Daniel Vincek / Fotolia.com

Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Frisch zubereitet und in Ruhe genossen, können Mahlzeiten einen wichtigen Beitrag zu unserem Wohlbefinden leisten. In der Hektik des Alltags sieht die Realität jedoch meist so aus: Zum Frühstück gibt es nur Kaffee, mittags sorgt die Currywurst oder der Schokoriegel für schnelle Energie. Regelmäßige Mahlzeiten sind aber insbesondere für Migränepatienten wichtig: Sie können helfen, die Anzahl der Attacken zu reduzieren.

Migräne: „World Brain Day“ widmet sich individualisierter Therapie

Migräne: „World Brain Day“ widmet sich individualisierter Therapie
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Der „World Brain Day“ widmet sich am 22. Juli dem Thema Migräne. In Deutschland sind etwa 10% der Bevölkerung von Migräne betroffen, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Doch viele werden nicht diagnostiziert und ärztlich behandelt – sie therapieren sich stattdessen lieber selbst. Nicht selten führt das zu Chronifizierung und neuen Kopfschmerzen, denn Schmerzmedikamente können bei häufiger Einnahme Kopfschmerzen verursachen oder verstärken. Dabei lasse sich durch eine leitliniengerechte und individualisierte Therapie...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"150 Minuten Sport pro Woche – auch für Rheumapatienten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden