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Medizin

28. März 2017 Bessere Vernetzung zwischen Hausärzten und Schmerzmedizinern gefordert

Für einen besseren Austausch zwischen Hausärzten und Schmerzmedizinern sprach sich beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag Dipl. med. Ingrid Dänschel, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, aus. Ein Ansatzpunkt seien gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen für Hausärzte und Schmerzmediziner. Rund 95% der Deutschen haben einen Hausarzt. Diese oft intensive Arzt-Patienten-Beziehung dauert durchschnittlich 14 Jahre, „und damit länger als so manche Ehe“, sagte Dipl. med. Ingrid Dänschel, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag.
80% der Patienten beim Hausarzt leiden unter chronischen Erkrankungen. Die Voraussetzung, um ein guter Hausarzt zu sein, sei also, ein guter Generalist zu sein. In der Behandlung müsse der Hausarzt neben den somatischen auch psychosoziale und sozio-kulturelle Aspekte berücksichtigen. Dafür sei die lang andauernde Arzt-Patienten-Beziehung eine gute Voraussetzung.

Für die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen, wie z.B. Schmerzmedizinern, hat der Deutsche Hausärzteverband einen Algorithmus entwickelt, der die Aufgabenverteilung regelt. Danach übernimmt der Hausarzt die Koordination und Behandlung des Patienten. Er definiert gemeinsam mit dem Patienten die individuellen Ziele seiner Therapie und überprüft bei Nichterreichen der Zielwerte mögliche Hinderungsfaktoren. Je nach Anzahl der Hinderungsfaktoren erfolgt die Überweisung zum Schmerzmediziner. Die spätere Weiterbehandlung erfolgt wiederum beim Hausarzt. Um die Kommunikation zwischen den Arztgruppen zu erleichtern, forderte Dänschel eine bessere Vernetzung zwischen Hausärzten und Schmerzmedizinern, z.B. durch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen wie beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag und den persönlichen Austausch vor Ort. Aktuell gebe es aber nicht einmal einen standardisierten Arztbrief.

Weitere Informationen unter www.schmerz-und-palliativtag.de
 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.


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