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Medizin

01. März 2018 Keine Legalisierung von Cannabis ohne wirksamen Jugendschutz

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt vor dem geplanten Cannabisprojekt in Düsseldorf und anderen deutschen Städten. Der Düsseldorfer Kinder- und Jugendarzt und Sprecher des BVKJ, Dr. H. Josef Kahl äußerte sich dazu am Mittwoch in Düsseldorf: "Cannabiskonsum ist unter Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren weit verbreitet. Er hat zudem seit 2011 stetig zugenommen."
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"Cannabis ist keineswegs harmlos. Es beeinträchtigt fatal die Gehirnstrukturen und auch die neurokognitive Leistungsfähigkeit junger Menschen. Damit stellt der Cannabiskonsum eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Je früher Kinder mit dem Konsum beginnen, desto gefährlicher ist die Droge", so Kahl.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, ergänzte: "Wenn jetzt das Gesundheitsdezernat der Stadt Düsseldorf und auch in anderen Städten Konsum und Verkauf von Cannabis legalisieren wollen, brauchen wir einen wirksamen Jugendschutz analog zu den Regeln des Jugendschutzes beim Alkohol. Dieser muss dann aber auch flächendeckend mit wirksamen Konzepten umgesetzt werden. Beim Alkohol gelingt das bis heute nicht, das zeigen die immer noch erschreckend hohen Zahlen komasaufender Jugendlicher, die sich den Alkohol oftmals von volljährigen Freunden besorgen lassen. Die gesundheitlichen Langzeit-Gefahren von Cannabis sind zum Teil noch größer als die von Alkohol. Es muss also verhindert werden, dass 18-jährige in der Apotheke Cannabis kaufen und an 14-jährige weitergeben können. Sollte es zur Entkriminalisierung von Cannabis kommen, fordern wir, in die Umsetzung des zugehörigen Jugendschutzes eingebunden zu werden."

Quelle: Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ)


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