Sonntag, 28. Februar 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Pneumovax
Pneumovax

Medizin

05. Februar 2019 Adipositas: Forschung zur Insulinresistenz

Übergewicht und Fettleibigkeit sind weltweit zu einer Epidemie geworden. An der Ulmer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wird erforscht, warum und wie die übermäßige Ansammlung von Fettgewebe den Organismus krank macht.
Anzeige:
Pradaxa
Pradaxa
Allein in Deutschland sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts rund 15% der Kinder und Teenager zwischen 3 und 17 Jahren zu dick. Unter den Erwachsenen gelten nach Angaben der Europäischen Statistikbehörde Eurostat rund 17% der Deutschen als adipös. Adipositas führt zu schweren Begleiterkrankungen, wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Atherosklerose. Konventionelle Therapiemaßnahmen, wie zum Beispiel Diäten, mehr körperliche Bewegung oder eine Verhaltenstherapie, sind meist nicht langfristig erfolgreich.

Insulinresistenz

Zur Physiologie und Pathophysiologie des Fettgewebes forscht Professorin Pamela Fischer-Posovszky an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ulmer Universitätsklinik. „Ein funktionstüchtiges Fettgewebe ist eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Stoffwechsel unseres Organismus. Entscheidend ist, dass der Körper Energie sicher speichern kann – das tut er im Fettgewebe. Gerade bei Adipositas aber ist diese Speicherfähigkeit beeinträchtigt, da die Fettzelle nicht mehr ausreichend gut auf das wichtigste Speichersignal, das Hormon Insulin, reagieren kann“, erklärt Fischer-Posovszky die Problemstellung.

Im Rahmen ihrer Heisenberg-Professur will die Biologin nun die molekularen Ursachen der Insulinresistenz erforschen und auf Basis ihrer Forschungsergebnisse neue Behandlungsmethoden entwickeln. Dabei steht nicht der Gewichtsverlust des Patienten im Vordergrund – das Hauptziel ist stattdessen, die Gesundheit des Fettgewebes zu erhalten oder wiederherzustellen.

„Braunes Fettgewebe“

Ein weiteres Teilprojekt widmet sich dem „braunen Fettgewebe“, das die einzigartige Eigenschaft besitzt, Energie zu verbrennen und in Form von Wärme freizusetzen. Versuche im Mausmodell haben gezeigt, dass die Umwandlung von weißem Fett in braunes Fett den Stoffwechsel positiv beeinflusst: Die Insulinsensitivität wird verbessert und zu hohe Cholesterinwerte gesenkt. „Dort setzen wir an. Wir wollen versuchen, aus weißem Fettgewebe braune Fettzellen im Menschen zu generieren“, schildert Fischer-Posovszky.

Quelle: Universität Ulm


Anzeige:
Xelevia
 

Das könnte Sie auch interessieren

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind
© magicmine / Fotolia.com

„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht
© imagesetc / Fotolia.com

Depressionen sind weltweit häufige Erkrankungen. Allein in Deutschland sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch: Oft werden depressive Erkrankungen nicht festgestellt, weil Betroffene keine fachliche Hilfe suchen oder die Krankheit nicht erkannt wird. Dabei stehen heute evidenzbasierte Therapieverfahren zur Verfügung, mit denen sich Depressionen in den meisten Fällen gut behandeln lassen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Adipositas: Forschung zur Insulinresistenz "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Risikogruppen: Empfehlungen der STIKO
  • Risikogruppen: Empfehlungen der STIKO