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Medizin
25. März 2021

PraxisRegister Schmerz: Real-World-Daten belegen signifikante Schmerzlinderung mit Dronabinol

Eine aktuelle Analyse aus dem PraxisRegister Schmerz belegt die klinisch relevante schmerzlindernde Wirksamkeit von Dronabinol als Add-on-Therapie bei chronischen Schmerzen. Innerhalb eines 12-wöchigen Beobachtungszeitraums sank die durchschnittliche 24-Stunden-Schmerzintensität, gemessen mit dem Schmerzindex, bei 46,5%der Patienten, die mit Dronabinol behandelt wurden, um mindestens die Hälfte. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen nahmen im Verlauf der Behandlung ab. Andere Schmerzmedikamente konnten zum Teil deutlich geringer dosiert werden.
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„Das PraxisRegister Schmerz mit seinen inzwischen mehr als 300.000 Behandlungsfällen gibt uns wertvolle Hinweise zur Behandlung von chronischen Schmerzen aus der Versorgungsrealität und hilft uns, die Wirksamkeit und Verträglichkeit neuer Substanzen unter Alltagsbedingungen, d.h. jenseits kontrollierter klinischer Studien, einzuschätzen“, sagte PD Dr. Michael A. Überall beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag. So zeigt die Auswertung von 1.145 Patienten (53,8% Frauen, mittleres Alter 56,9 Jahre) über einen Zeitraum von 12 Wochen bei 46,5% eine Reduktion der mittleren 24-Stunden-Schmerzintensität um mindestens 50%. Positive Effekte konnten zudem bezüglich der Aktivitäten des alltäglichen Lebens, der Lebensqualität und des Schlafs der Patienten nachgewiesen werden. Um mindestens 50% im Vergleich zum Ausgangswert verbesserten sich die Aktivitäten des täglichen Lebens bei 39% der Patienten, die Lebensqualität bei 31,4% und der Schlaf bei 35,3%.


Dronabinol ermöglicht Reduktion anderer Schmerzmittel

Dronabinol zeigte zudem Einspareffekte bezogen auf andere Analgetika. Mehr als die Hälfte der Patienten (51%) konnte aufgrund der schmerzlindernden Wirkung von Dronabinol die Anwendung andehttps://www.journalmed.de/news/lesen/58419rer Schmerzmedikamente reduzieren. 7,8%der Patienten benötigten sogar keine weiteren Analgetika mehr. Eine Subgruppenanalyse in der Altersgruppe der Patienten ab 65 Jahren zeigte zudem, dass bei dieser älteren Population bereits geringere Dronabinol-Dosierungen zu den gewünschten Effekten führen.


Unerwünschte Arzneimittelwirkungen nahmen im Laufe der Behandlung ab

Zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (> 5%) gehörten Schwindel (14,7%), Somnolenz (13,8 %), Fatigue (8%), Gedächtnisstörung (6,2%), Übelkeit (6,2%) und Mundtrockenheit (5,1%). Mit der Dauer der Behandlung nahmen die Nebenwirkungen ab. 161 (14,1%) Patienten brachen die Behandlung aufgrund von unerwünschten Arzneimittelwirkungen ab, 96 (8,4%) wegen mangelnder Wirksamkeit. „Insgesamt ist Dronabinol eine gut wirksame und verträgliche Option in der Schmerztherapie. Besonders relevant sind die Verbesserungen im Alltag unserer Patienten“, so das Fazit von Dr. Johannes Horlemann. Zu ganz ähnlichen Aussagen kommen die soeben publizierten 3-Jahres-Daten der Begleiterhebung zum Cannabisgesetz.


PraxisRegister Schmerz

Mit dem PraxisRegister Schmerz und der ihm zugrunde liegenden Online-Plattform iDocLive® bietet die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) seit 2014 allen Mitgliedern und Schmerzpatienten eine Plattform zur vollelektronischen Dokumentation. Neben der Nutzung der Daten für die Betreuung der Patienten in den schmerzmedizinischen Einrichtungen ermöglicht das System auch Analysen für Versorgungsforschungsprojekte und die Beantwortung epidemiologischer Fragestellungen. Aktuell beteiligen sich bundesweit 219 Einrichtungen mit 779 Schmerzmedizinern, 805 Ärzten anderer Fachrichtungen und 2.568 nichtärztlichen Schmerzspezialisten am PraxisRegister Schmerz. Bis zum 31.12.2020 wurden über dieses System 302.617 Behandlungsfälle dokumentiert.

Quelle: DGS


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