Sonntag, 25. Oktober 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Ozempic

Medizin

16. April 2014 Almirall stoppt vorerst Vertrieb von Linaclotid in Deutschland: Kein Konsens bei Preisverhandlungen mit GKV-SV

Almirall und der GKV-Spitzenverband konnten sich in den Preisverhandlungen zu Constella® (Linaclotid) nicht auf einen Erstattungspreis einigen. Almirall kann das Medikament damit nicht mehr zu einem kostendeckenden Preis vermarkten und wird den Vertrieb von Linaclotid in Deutschland zum Mai 2014 vorläufig stoppen. Für Patienten bleibt das Präparat zur Verschreibung verfügbar, bis der aktuelle Bestand in den Apotheken und bei den Großhändlern aufgebraucht ist. Danach kann das Produkt über eine internationale Apotheke bestellt werden. Linaclotid ist das erste und bislang einzige Medikament, das von der EMA gezielt für die symptomatische Behandlung des mittelschweren bis schweren Reizdarmsyndroms mit Obstipation (RDS-O) bei erwachsenen Frauen und Männern zugelassen wurde (1).

Anzeige:
Symbicort AB0824756
Symbicort AB0824756

"Den Vertrieb von Constella in Deutschland stoppen zu müssen, bedauern wir außerordentlich. Wir sehen uns aber zu diesem Schritt gezwungen, da der vom GKV-Spitzenverband angebotene Erstattungsbetrag nicht kostendeckend ist. Finanziell haben wir schlichtweg keine Wahl", erläutert Farid Taha, Geschäftsführer der Almirall Hermal GmbH. "Zudem würde der Preis in keiner Weise den Nutzen für die betroffenen Patienten sowie den Innovationscharakter von Constella widerspiegeln."

Derzeit prüft Almirall sämtliche Möglichkeiten, um den Patienten in Deutschland Linaclotid weiter zugänglich zu machen. Auch wenn das Unternehmen den Vertrieb zum Mai 2014 vorerst stoppen wird, kann das Medikament über diesen Zeitpunkt hinaus verordnet werden, da die Warenbestände bei Apotheken und Großhändlern noch abverkauft werden können. Danach kann das Produkt über eine internationale Apotheke bestellt werden. Ärzte sollten mit ihren Patienten, die derzeit mit Linaclotid behandelt werden, das weitere Vorgehen in der Therapie besprechen.
Die Entscheidung, Linaclotid in Deutschland vorläufig nicht mehr zu vertreiben, hat keine Auswirkungen auf andere europäische Länder, in denen das Medikament verfügbar ist.

(1) http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/human/medicines/002490/
human_med_001597.jsp&mid=WC0b01ac058001d124 [Stand: April 2014]
 

Quelle: Almirall


Anzeige:
PF-ILD

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Almirall stoppt vorerst Vertrieb von Linaclotid in Deutschland: Kein Konsens bei Preisverhandlungen mit GKV-SV"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Erster Lockdown seit Monaten – Ab 14 Uhr dürfen die Berchtesgadener nur noch aus trifftigen Gründen ihre Wohnungen verlassen (dpa, 20.10.2020).
  • Erster Lockdown seit Monaten – Ab 14 Uhr dürfen die Berchtesgadener nur noch aus trifftigen Gründen ihre Wohnungen verlassen (dpa, 20.10.2020).