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Medizin

13. Mai 2014 Ultraschall-Sensorik für medizinische Anwendungen: Mittelständler mit eigenem Forschungszentrum

Deutschlands erstes von mittelständischen Unternehmen gegründetes Forschungsinstitut für Ultraschall-Sensorik und -Diagnostik, das Forschungszentrum Ultraschall (FZU), sendet von Halle/Saale Kooperationsimpulse in den Medizintechnikbereich aus. Aufgabe der nach längerem Vorlauf jetzt offiziell gestarteten Einrichtung ist die zügige Überführung von Erkenntnissen der angewandten Forschung in Form neuer Messtechnik und -verfahren in die Anwendungspraxis. Bundesweit erstmals werden dabei sowohl medizinische als auch industrielle Problemstellungen unter einem Dach bearbeitet.

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Im Medizinbereich gilt die Aufmerksamkeit der Hallenser und ihrer Industriepartner derzeit unter anderem der berührungsfreien Blutcharakterisierung etwa hinsichtlich Konzentration, Blasenbildung oder Fließgeschwindigkeit und -menge durch Behältnis- und Schlauchwände hindurch. Ultraschall ermöglicht hier ein hygienisches, ungefährliches und kostengünstiges Arbeiten mit sicheren Aussagen online und in Echtzeit. Eine präzise Viskositätsmessung soll auf diese Weise etwa bei der Dialysebehandlung die Gabe von Blutverdünnern optimieren helfen. "Für den Arzt bedeutet das mehr Sicherheit, für den Patienten weniger Nebenwirkungen; die Einrichtung kann gegenüber traditionell aufwändigen biochemischen Verfahren obendrein eine gravierende Kostenminderung erreichen", erläutert FZU-Chef Dr. Ralf Steinhausen. Nachdem die physikalische Machbarkeit der Technologie bereits wissenschaftlich abgesichert sei, arbeite sein Team nun mit der auf Konstruktion und Bau medizintechnischer Sensoren spezialisierten Gesellschaft für Angewandte Medizinische Physik und Technik im benachbarten Merseburg, einem der fünf mittelständischen Gesellschafter des Instituts, an der Technikentwicklung. In zwölf bis 18 Monaten solle die neue Sensorik verfügbar sein.

Ein anderes medizinisches Arbeitsfeld des Forschungszentrums ist die in Deutschland unzureichend geregelte Qualitätskontrolle und -sicherung bei Ultraschallgeräten und -prüfköpfen in der klinischen Praxis. Gemeinsam mit Partnern bietet das FZU zudem Aus- und Weiterbildungskurse für Medizintechniker zu Ultraschallanwendungen und Sensorprüfung an, hat dafür auch eigene Blutersatzflüssigkeiten entwickelt. Für seine betont anwendungsnahen Forschungsprojekte sucht das Institut weitere Mittelständler aus der Medizintechnik als Partner. Mehr: www.fz-u.de

Quelle: Forschungszentrum Ultraschall (FZU)


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