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Medizin

24. März 2015 DGP 2015: Roflumilast reduziert COPD-Exazerbationen und Hospitalisierungen on Top zu Triple-Therapie

Das Risikomanagement ist ein wichtiges Therapieziel bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Neue Studiendaten belegen, dass Roflumilast (Daxas®) die wesentlichen Risiken wie die Zahl an mittleren und schweren Exazerbationen sowie die Zahl an Hospitalisierungen nochmals signifikant reduzieren kann, wenn Patienten bereits eine maximale Therapie bestehend aus LABA, LAMA und ICS erhalten.  Die Ergebnisse der REACT-Studie wurden weltweit zum ersten Mal auf dem 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) vorgestellt.

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Fachinformation

Die Ergebnisse von REACT stützen den Einsatz des Phosphodiesterase-4-Inhibitors Roflumilast als zusätzliches Therapieprinzip neben Bronchodilatatoren und inhalativen Kortikosteroiden. Etwa 70% der 1.935 teilnehmenden Patienten erhielten eine Triple-Therapie bestehend aus einem lang wirksamen Beta-2-Agonisten (LABA), inhalativen Steroiden (ICS) und einem langwirksamen Muskarinantagonisten (LAMA). Trotz bereits maximal dosierter Triple-Therapie verringerte Roflumilast die Rate an schweren Exazerbationen nochmals um 24,3% im Vergleich zu Placebo (p = 0,0175) sowie krankenhauspflichtige Exazerbationen um 23,9% (p = 0,0209).

In der gesamten Studienpopulation ging die Rate an mittleren bis schweren Exazerbationen um 13,2 Prozent (p = 0,0529 Poisson-Regressionsanalyse) bzw. 14,2 Prozent (p = 0,424 neg. binominale Regression) zurück. "Ein solcher Effekt bei Patienten mit multipler Inhalationstherapie – vor allem auf Hospitalisierungen - konnte für einen COPD-Wirkstoff nun zum ersten Mal nachgewiesen werden", erläuterte Prof. Dr. Klaus Rabe, LungenClinic Großhansdorf.

Mit Roflumilast konnte in einem der sekundären Endpunkte eine statistisch signifikante Verbesserung der Lungenfunktion im Vergleich zu Placebo erreicht werden, mit einer Erhöhung der FEV1 nach Bronchodilatation um 56 ml und Zunahme des FVC-Wertes um 92 ml (beide p < 0,0001). Darüber hinaus zeigten sich nochmals leichte aber dennoch signifikante Effekte auf den Einsatz von Notfallmedikation (0,0027).

"Die Ergebnisse der REACT-Studie erfordern ein Umdenken in der COPD-Therapie", so Prof. Helgo Magnussen, Hamburg. "Eine Inhalationstherapie alleine scheint bei Menschen mit COPD in den fortgeschrittenen Stadien nicht mehr Mittel der Wahl zu sein."
Im Gegensatz zu Inhalativa, die auf eine schnelle Linderung der Symptome abzielen, wirkt Roflumilast als Dauertherapie systemisch gegen die COPD-spezifische Entzündung. Durch die einmal tägliche orale Gabe wird die Aktivität von PDE-4 reduziert und der Abbau von zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP) zu Adenosin-5-Monophoasphat (5‘-AMP) verhindert. In der Folge werden Funktion und Aktivität von Entzündungszellen gehemmt und Exazerbationen vermieden.

Triple-Therapie prospektiv geprüft

In der 52-wöchigen, randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie REACT (Roflumilast in the prevention of Exacerbations in COPD patients treated with Appropriate Combination Therapy) wurde erstmals in einer prospektiven Studie der Effekt von Roflumilast ergänzend zu einer Dual- oder Triple-Therapie geprüft.1 Primärer Endpunkt war die Rate an mittleren oder schweren COPD-Exazerbationen pro Jahr.

Quelle: Takeda


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