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Medizin

03. Mai 2017 Ältere Menschen mit CED verdienen mehr Aufmerksamkeit

Europas Bevölkerung wird immer älter: Schon 2020 werden etwa 40% der Deutschen über 50 Jahre alt sein. Darauf muss sich die Gesundheitsversorgung auch im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen stärker einstellen. Die meisten klinischen Studien fokussieren sich auf jüngere Patientengruppen. Doch wie kann man auch Begleiterkrankungen, Polypharmazie und den Abbau kognitiver Fähigkeiten berücksichtigen, um die Behandlung älterer Menschen zu verbessern?
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Fachinformation
Über die Herausforderungen jenseits der Entzündung diskutierten führende Experten während der Konferenz der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) in Barcelona. Tillotts Pharma AG hatte dort zu einem Satelliten-Symposium geladen. Unter der Leitung von Prof. Gerhard Rogler von der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich ging es um die Behandlung älterer Patienten mit milder bis moderater CED und die wachsende Bedeutung von Biomarkern und Therapiebeurteilungen aus Patientensicht (Patient Reported Outcomes, PRO) in der klinischen Praxis.

Dr. Ian Arnott, Leiter der Gastroenterologie am Western General Hospital in Edinburgh, Schottland, schilderte, dass sich die Symptome bei Älteren oft nur schwer eindeutig interpretieren lassen. Für eine korrekte Diagnose empfiehlt sich die Darmspiegelung. Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit von Mehrfacherkrankungen und Polypharmazie sollten Befund und Behandlung zudem mit allen relevanten Spezialisten interdisziplinär abgestimmt werden. So lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen minimieren. Bei der Therapie bewährt sich der Bottom-Up-Ansatz: Mesalazine als Gold-Standard, bei schwereren Fällen Kortikosteroide, Thiopurine oder Biologika und als letzte Option die Chirurgie.

Individualisierte Behandlung

Um zu messen, ob die gewünschten Therapieziele erreicht werden, empfahl Prof. Jonas Halfvarson, Gastroenterologe am Orebro University Hospital in Schweden den Einsatz von Patient Reported Outcomes (PROs) und Biomarkern. Mithilfe validierbarer Fragebögen können die Patienten ihre eigene Perspektive ergänzend zur Arzt-Sicht in die Bewertung der Krankheitsaktivität einbringen. Biomarker wie C-reaktives Protein (CRP) und Fäkales Calprotectin (FC) runden das Bild ab, um die weitere Behandlung individuell auf die Patienten abzustimmen.

„Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind eine große Herausforderung für junge Menschen. Noch schwerer wird es im Alter,“ so Magdalena Kritikos von Tillotts Pharma GmbH. „Bewährte Medikamente tragen dazu bei, die Lebenssituation der Betroffenen und ihrer Familien zu verbessern. Doch die Therapie kann und sollte sehr individuell auf die Patienten abgestimmt werden. Wir wollen aktiv dazu beitragen, die Behandlungsoptionen zu erweitern. Denn von der zunehmend personalisierten Medizin profitieren alle – auch die Jüngeren.“

Quelle: Tillotts Pharma


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