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Medizin

23. November 2018 Aktinische Keratose: Geringes Risikobewusstsein

Die photodynamische Therapie (PDT) mit MAL sowohl die konventionelle PDT mit kaltem Rotlicht und die Tageslicht-PDT sind in der Therapie aktinischer Keratosen (AK) etabliert. Auf der 17. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Photodynamische Therapie in Nizza wurden die Fortschritte und Weiterentwicklungen der Behandlungskonzepte diskutiert, um diese in Zukunft noch weiterzuentwickeln und noch zielgerichteter einzusetzen. Aktinische Keratosen (AKs) und heller Hautkrebs (NMSC) nehmen in der Allgemeinbevölkerung zu und sind besonders ausgeprägt bei speziellen Populationen, etwa bei Menschen, die im Freien arbeiten.
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Niedriges Risikobewusstsein für NMSC

Bestimmte Formen von nicht-melanozytären Hauttumoren (NMSC), die Frühform aktinischer Keratose (AK) sowie das Plattenepithelkarzinom (PEK) sind seit dem 01. Januar 2015 in Deutschland als Berufskrankheit bei Menschen, die im Freien arbeiten, anerkannt. Allerdings ist das Risikobewusstsein für NMSC in dieser Bevölkerungsgruppe kaum bis gar nicht ausgeprägt. In einer Online-Befragung von 353 Bauern, Gärtnern und Dachdeckern gaben 43,4% an, niemals Sonnenschutzcreme zu verwenden. Generell ging ein geringes Risikobewusstsein mit mangelhafter Prävention einher. Das macht die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen deutlich (1). Mit Hilfe von Actinica® Lotion ist es möglich, die Entstehung von aktinischen Keratosen zu minimieren, da sie der einzige medizinische Sonnenschutz ist, deren präventive Wirkung im Rahmen von klinischen Langzeitstudien nachgewiesen wurde (2).

Behandlung aktinischer Keratosen mittels Photodynamischer Therapie (PDT)

Sowohl die klassische MAL-PDT mit kaltem Rotlicht (cPDT), als auch die Daylight PDT (DL- PDT) mit MAL haben sich in der Therapie bestimmter Formen des hellen Hautkrebses etabliert. Bei leichten und moderaten AK können vergleichbar hohe Heilungsraten mit der cPDT und der DL-PDT erreicht werden. Dies konnte in mehreren klinischen Studien beobachtet werden (3-8). Eine kürzlich publizierte intraindividuelle Split-face-Studie zeigt, dass es sowohl nach 3 als auch nach 12 Monaten nach der Behandlung mit MAL keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der Abheilraten von AK nach DL-PDT vs. konventioneller PDT gibt. Die Daten der DL-PDT und cPDT wurden hier direkt miteinander verglichen. Außerdem belegt die Studie, dass die Rezidivraten bei beiden Therapieoptionen sehr niedrig sind. Die Rezidivraten betrugen 8,7% und 8,0% (DL-PDT vs. cPDT) (8,9).

Hohe Zufriedenheit mit der MAL-PDT mit Tageslicht bei Patienten und Ärzten

Die Tageslichttherapie mit MAL zur Behandlung multipler AK (Schweregrad I und II) geht mit einer hohen Patientenzufriedenheit einher. Auch Ärzte sind im Praxisalltag mit der Tageslicht-PDT zufrieden. Dies zeigen die Real-world-Daten der prospektiven, multizentrischen, nicht-interventionellen SESAME-Studie (10). Zu Beginn der Therapie und nach 3 Monaten wurden 314 Patienten befragt: 80,4% der Patienten und 90,3% der Ärzte waren mit der Behandlung zufrieden oder sehr zufrieden. Die überwiegende Mehrheit der Patienten, nämlich 90%, würde die Behandlung erneut anwenden, falls erforderlich (10). Dies bestätigten auch Studien (8).

Quelle: Galderma

Literatur:

(1)  Zink A et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2018; doi: 10.1111/jdv.15095.
(2)  Ulrich C et al. Br J Dermatol. 2009;161:78-84.
(3)  Rubel DM et al. Br J Dermatol 2014;171:1164-1171.
(4)  Lacour JP et al. JEADV 2015;29:2342-8.
(5)  Fargnoli MC et al. JEADV 2015;29:1926-1932.
(6)  Fai D et al. G Ital Dermatol Venereol 2016;151(2):154-159.
(7)  Torezan LA et al. Photodermatol 2016;32(2):81-87.
(8)  Sotiriou E et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2017;31:1303-1307.
(9)  Sotiriou E et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2018;32:595-600.
(10)  Fargnoli MC et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2018;32(5):757-762.


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