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Medizin

20. Februar 2019 Allgemeinmedizin: Kooperation in Forschung und Lehre

Die neue Professorin für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena, Dr. Jutta Bleidorn, schätzt die Kooperation mit Hausarztpraxen in Lehre und Forschung. „Es ist ein Klischee, dass der Allgemeinmediziner nur laufende Nasen und Fußpilz sieht. In der Hausarztpraxis kann vielmehr eine moderne, umfassende medizinische Versorgung auf dem aktuellen Wissensstand betrieben werden“, stellt Bleidorn klar.
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Fachinformation
Die 51-jährige Ärztin hat seit Februar die Professur für Allgemeinmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne und leitet das Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena. Zukünftigen Ärzten eine breite Grundlage zu vermitteln, den hausärztlichen Nachwuchs in Studium und Facharztausbildung auf seine anspruchsvolle Tätigkeit vorzubereiten und dazu den fachlichen Kontakt zwischen der medizinischen Wissenschaft und den praktisch tätigen Hausärzten zu halten – darin sieht sie die Aufgabe der universitären Allgemeinmedizin.

Facharztweiterbildung in der Allgemeinmedizin

Das seit gut 10 Jahren am Universitätsklinikum Jena bestehende Institut für Allgemeinmedizin bietet dafür gute Bedingungen. „Wir koordinieren die ambulant-orientierte Linie im Medizinstudium und können dafür auf ein Netzwerk mit 250 qualifizierten Lehrpraxen in Thüringen zurückgreifen, in denen die Studierenden die ambulante ärztliche Tätigkeit intensiv kennenlernen“, so Bleidorn. Zudem gestaltet das Institut als Partner im Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Thüringen das Seminarcurriculum und bietet mit seinem Rotationsprogramm eine umfassende und strukturierte Facharztweiterbildung in der Allgemeinmedizin an.

Translationale Forschung

Für Forschungsprojekte in der hausärztlichen Patientenversorgung plant Bleidorn den Aufbau eines Forschungspraxennetzwerkes: „Wir wollen Hausärzte als Forschungspartner gewinnen, um gemeinsam in methodisch hochwertigen Studien herauszufinden, von welchen Maßnahmen die Patienten in der hausärztlichen Versorgungssituation am meisten profitieren.“ Mit dieser Fragestellung leitete Bleidorn zum Beispiel eine Doppelblindstudie zur Behandlung von Harnwegsinfekten, die in über 40 Praxen in Niedersachsen durchgeführt wurde. „Dabei wollen wir ganz im Sinne einer translationalen Forschung Fragestellungen aufgreifen, die sich aus der täglichen Praxis der hausärztlichen Kollegen ergeben. Unsere Ergebnisse sollen schließlich dazu beitragen, dass wir den Patienten nachweislich wirksame Behandlungsalternativen anbieten können.“

„Ein Hausarzt erlebt seine Patienten in einer viel selbstbestimmteren Lebenssituation als der Kollege in der Klinik und begleitet sie langfristig. Er arbeitet als Generalist“; das schätzt Bleidorn an ihrem Beruf. Und sie ist sich sicher, dass dieser nach wie vor attraktiv ist für junge Ärzte, wenn die Randbedingungen stimmen.

Quelle: Universitätsklinikum Jena


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