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Medizin

18. Juni 2012 Antibiotika: Quantitativer CRP-Test kann Fehlverordnungen verhindern

Eine rasche Unterscheidung zwischen viralen und bakteriellen Infekten ermöglicht nach Ansicht von Infektiologen einen rationalen Antibiotika-Einsatz. Dies ergab eine Umfrage unter den Teilnehmern der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI) 2012 (1). Für die Differenzierung im Praxisalltag eignen sich quantitative Schnelltest-Systeme wie der QuikRead® go CRP.

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Fachinformation

Strategien zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen – das war eines der Themen, die auf der Tagesordnung der Jahrestagung der DGPI im April 2012 in Mannheim standen. Als effektive Maßnahmen sehen Experten dabei die richtige Indikationsstellung, die korrekte Auswahl und Dosierung des Antibiotikums sowie eine angemessene Dauer der Therapie an. Sowohl im niedergelassenen als auch im klinischen Bereich ist den Infektiologen zufolge ein gezielterer Einsatz von Antibiotika möglich. Wie internationale Vergleiche zeigen, könnte die Zahl der Verordnungen von Antibiotika in Deutschland noch gesenkt werden. So werden beispielsweise in der Schweiz etwa 50 Prozent weniger Antibiotika je 1.000 Einwohner rezeptiert als hierzulande (2).

Die frühzeitige Unterscheidung zwischen viraler und bakterieller Infektion kann zu einem rationalen Antibiotika-Einsatz beitragen, wie 97 Prozent der Pädiater bei der Umfrage im Auftrag von Orion Diagnostica bestätigten. 91 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass dies die Therapieentscheidung vereinfachen und 67 Prozent meinten, dass damit auch schweren Verläufen vorgebeugt werden könnte. Darüber hinaus, gehen 60 Prozent der Umfrageteilnehmer davon aus, dass auf diese Weise auch das Praxisbudget entlastet wird.

Erst testen, dann verordnen

Möglich ist die Unterscheidung zwischen viralem und bakteriellem Erregertyp durch Bestimmung des C-reaktiven Proteins (CRP). Der CRP-Wert steigt während einer entzündlichen Erkrankung an – stärkster Stimulus sind bakterielle Infektionen, die den Wert schnell stark ansteigen lassen. Virale Infektionen verursachen in der Regel keine oder nur eine sehr geringe Erhöhung des CRP. In Verbindung mit einer klinischen Untersuchung kann der CRP-Wert somit als Grundlage zur Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen sowie zur Ausschlussdiagnostik herangezogen werden. Eine schnelle quantitative Bestimmung des CRP-Wertes noch während der Konsultation ermöglicht das Testsystem QuikRead® go CRP, das speziell für die medizinische Grundversorgung entwickelt wurde.

In der Klinik wird der CRP-Wert vor dem Antibiotika-Einsatz deutlich häufiger ermittelt als in der Praxis: 64 Prozent der Klinikärzte, aber nur 13 Prozent der befragten niedergelassenen Pädiater ermitteln den Wert häufig. 75 Prozent der befragten praktischen Kinderärzte gaben an, dass sie Antibiotika nur nach klinischer Untersuchung verordnen. Wobei auch die Praktiker einräumen, dass eine rechtzeitige Erreger-Differenzierung die Therapieentscheidung vereinfachen (95 Prozent) und schweren Verläufen (88 Prozent) vorbeugen kann.

QuikRead® go CRP ermöglicht die schnelle quantitative Bestimmung des CRP in einem Tropfen (20 μl) kapillarem Blut (alternativ: Serum oder Plasma). Mit nur zwei Minuten Testdauer ist es das schnellste erhältliche System. Die Validität der Ergebnisse liegt auf Laborniveau. Der Test ist einfach in der Handhabung und kann auch von Personal ohne Laborerfahrung angewendet werden.

Literaturhinweis:
(1) Umfrage im Auftrag von Orion Diagnostica unter den Teilnehmern der Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie, 19./ 20. April 2012, Mannheim
(2) GERMAP-Ergebnisse: Antibiotikaverbrauch und Resistenzsituation im Humanbereich, Michael Kresken, Antiinfectives Intelligence GmbH Campus FH Bonn-Rhein-Sieg, präsentiert im Rahmen der Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie 2012

Quelle: Orion Diagnostica


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