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Medizin

13. Juli 2017
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Antikoagulation: Idarucizumab stoppt in Notfallsituationen Dabigatran-Wirkung

Idarucizumab konnte die Dabigatran-induzierte Antikoagulation in Notfallsituationen innerhalb von Minuten vollständig und anhaltend aufheben (1).
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Die  finalen  Ergebnisse  der  RE-VERSE AD Studie bestätigen, dass Idarucizumab (Praxbind®) den antikoagulatorischen Effekt von Dabigatran  bei Patienten in Notfallsituationen innerhalb von Minuten  vollständig aufheben konnte – das gab Boehringer Ingelheim heute bekannt (1, 2).  Die Wirkung von Praxbind® konnte gleichermaßen in beiden Patientengruppen der Studie dokumentiert werden: bei Patienten, die eine Notoperation oder -intervention benötigten, sowie bei Patienten mit einer nicht beherrschbaren oder lebensbedrohlichen Blutung. Die Aufhebung der Dabigatran-induzierten Antikoagulation ermöglichte den Ärzten, rasch die erforderlichen Notfall-Maßnahmen einzuleiten (1, 2). Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Kongresses der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) in Berlin präsentiert und zeitgleich im renommierten New England Journal of Medicine publiziert (1, 2).

Der primäre Endpunkt von RE-VERSE AD – die Aufhebung der Dabigatran-induzierten Antikoagulation innerhalb von 4 Stunden, gemessen anhand der verdünnten Thrombinzeit (dTT) und der Ecarin-Clotting-Zeit (ECT) – wurde bei 100% der Patienten erreicht (95% KI, 100-100). Der Effekt war sofort nach Verabreichen von Idarucizumab messbar und blieb bei dem Großteil der Patienten bis zu 24 Stunden erhalten. Dabei zeigte sich keine Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Leberfunktion oder der ursprünglich vorliegenden Dabigatran-Konzentration (1, 2). In 98% der Fälle war eine Dosis von 5 g Idarucizumab ausreichend.

Die klinische Relevanz der Studie zeigt sich anhand der Auswertung sekundärer Endpunkte (1, 2): Bei Patienten, die eine Notoperation oder -intervention benötigten (Gruppe B), konnte der Eingriff im Median nach 1,6 Stunden durchgeführt werden. Dabei zeigten 93,4% eine normale intraprozedurale Hämostase. Patienten mit akuter Blutung (Gruppe A), bei denen die Zeit bis zur Blutstillung erhoben werden konnte, zeigten einen medianen Wert von 2,5 Stunden, bis die Blutung gestoppt war (1, 2).

 
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