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Medizin

04. Juli 2017
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Antikörper Erenumab hilft Migräne-Patienten mit Medikamenten-Übergebrauch

Mit einem neuen humanen Antikörper könnte demnächst ein spezifischer Wirkstoff zur Vorbeugung von Migräne-Attacken zur Verfügung stehen. Wie ein internationales Forscherteam auf dem 3. Kongress der European Academy of Neurology berichtete, lassen sich bei Patienten mit zu hohem Medikamentenkonsum Migränetage und der Konsum von Schmerzmedikamenten bei akuten Attacken reduzieren.
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Fachinformation
Menschen, die unter chronischer Migräne leiden, sind dem weitgehend hilflos ausgeliefert.Ein neuer monoklonaler Antikörper zur Migräneprophylaxe hilft auch schwerstbetroffenen Migränepatienten, die gegen akute Migräneattacken zu viele Medikamente einnehmen. Bislang sind nur Topiramat und Botulinumtoxin A für die Behandlung von Patienten mit chronischer Migräne und Schmerzmittelübergebrauch zugelassen.

Mit großem Interesse verfolgten Neurologen und andere Schmerzspezialisten daher die Entwicklung des Wirkstoffs Erenumab, der in Studien bei episodischer Migräne bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert hat. Dieser vollständig humane monoklonale Antikörper richtet sich gegen den sogenannten Calcitonin-Gene-Related-Peptid(CGRP)-Rezeptor, der im Verdacht steht, an der Übertragung der schmerzhaften Migräne-Signale beteiligt zu sein. In einer im Vorjahr durchgeführten Phase II-Studie konnte bei Patienten mit chronischer Migräne, die im Mittel unter 18 Migränetagen pro Monat litten, eine Reduktion um durchschnittlich 6,6-Tage pro Monat erreicht werden – signifikant mehr als in der Placebogruppe, wo nur 4,2 Migränetage reduziert werden konnten. In zwei Phase III-Studien konnte die Wirksamkeit bestätigt werden.

 
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