Freitag, 13. Dezember 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

08. Februar 2017 Regelmäßige Bewegung senkt Rückfallrisiko: App unterstützt Krebspatienten

Regelmäßige Bewegung kann das Krebsrückfallrisiko um bis zu 67% senken. Die App movival® unterstützt Krebspatienten durch individuelle Rückmeldung und Visualisierung des medizinisch empfohlenen Bewegungsumfangs, errechnet die Zielerreichung, liefert aktuelle Informationen zur Krebsforschung und ermöglicht den Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten.
„Was kann ich selbst tun, um mein Krebsrückfallrisiko zu senken?“ Auf diese häufig gestellte Frage vieler Krebspatienten gibt es heute eine Antwort auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In mehr als 70 internationalen Studien zum Thema „Krebs und Bewegung“ hat sich herausgestellt, dass Krebspatienten durch Bewegung ihr Rückfallrisiko wesentlich verringern können. Diese Erkenntnisse werden nun in einer App und einem Internetprogramm für Krebspatienten nutzbar gemacht.

movival® unterstützt Patienten bei der Erreichung von individuellen Bewegungszielen, die anhand von Punkten dokumentiert werden und auf wissenschaftlichen Studien beruhen. Dabei geht es um jede Form von Bewegung, von A wie Angeln, über Hausarbeit, Spazierengehen, Radfahren, Joggen, bis hin zu Z wie Zumba. Darüber hinaus filtert movival® für seine Nutzer Nachrichten und Neuigkeiten aus der Welt der Krebswissenschaft und bereitet diese verständlich auf. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und andere Portalmitglieder über Nachrichten zu motivieren.

„movival® ist die erste Anwendung, die sich gezielt an von Krebs betroffene Menschen richtet. Unser Ziel ist, dass jeder unserer Nutzer die aktuellsten Informationen rund um die Erkrankung erhält und zudem durch ein angeleitetes Bewegungsprogramm seine Chancen bestmöglich erhöht, gesund zu bleiben“, sagt PD Dr. med. Thomas Widmann, der die movival GmbH im Jahr 2014 gegründet hat.

Eine häufige Ursache von Krebs sind Veränderungen an den Telomeren. Mit steigendem Alter verkümmern diese Enden zunehmend, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Chromosomenbrüchen steigt, die zu bösartigen Zellveränderungen führen. Durch regelmäßige körperliche Bewegung werden im menschlichen Körper Enzyme aktiviert, durch die sich die Telomere stabilisieren. „Bewegung wirkt hier wie ein Jungbrunnen“, so Widmann, „wodurch die sonst bei kurzen Telomeren auftretenden krebsauslösenden Chromosomenbrüche seltener auftreten." Gleichzeitig ist diese Information aber auch eine gute Nachricht für alle gesunden Personen: „Durch Bewegung kann auch schon das Auftreten von Krebs reduziert werden."

Nutzer der App können ihr Bewegungsprogramm individuell festlegen. Das bedeutet, sie können sich ein Wochenziel von movival®-Punkten auf der Basis wissenschaftlicher Empfehlungen selbst vorgeben. Weiterhin ist im Premiumpaket für 9,90 € im Monat die Anbindung eines Bewegungstrackers möglich und der Nutzer hat unter anderem Zugang zu movival-Webinaren zum Thema Krebs. Da alle Bewegungsformen mit movival-Punkten versehen sind, stellt movival® ein einfaches und gut verständliches Berechnungssystem für alle Portalmitglieder bereit. Ein movival-Punkt steht für eine Metabolische Einheit pro Stunde (MET-h). Das Metabolische Äquivalent (MET) ist die Maßeinheit für die Intensität von Bewegung und körperlicher Aktivität. „Etwas Bewegung senkt das Krebsrückfallrisiko etwas und mehr Bewegung senkt das Krebsrückfallrisiko deutlich. Mit insgesamt 25 movival®-Punkten pro Woche steigt die Wahrscheinlichkeit, gesund zu bleiben um bis zu 40%“, sagt Widmann.

Quelle: Asklepios Kliniken Hamburg, movival GmbH


Das könnte Sie auch interessieren

Nüsse sind kein Ersatz für die Darmspiegelung

Nüsse sind kein Ersatz für die Darmspiegelung
© fredredhat / Fotolia.com

Magen-Darm-Ärzte mahnen zur Vorsicht bei Meldungen über bestimmte Nahrungsmittel, die vor Krebs schützen sollen. „Öffentliche Erklärungen wie gerade mal wieder von Ernährungswissenschaftlern der Uni Jena über den Schutzmechanismus von Nüssen sind eher irreführend als hilfreich“, betont Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Auch Nusskonsumenten sind vor Darmkrebs nicht gefeit. Sicherheit bietet nur die Darmspiegelung.“

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf
© nmann77 / fotolia.com

In einer gemeinsamen Kampagne fordern derzeit Arzneimittelbehörden weltweit Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden. Weitere Zielgruppen sind Schwangere sowie stillende Frauen, die eine sichere Anwendung von Arzneimitteln sowie die Meldung möglicher Nebenwirkungen sensibilisiert werden sollen. In Deutschland werden diese Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte...

6 von 10 Menschen in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt

6 von 10 Menschen in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt
© den-belitsky - stock.adobe.com

Sind Patienten müde, kraftlos und infektanfällig, kann gerade in der sonnenarmen Winterzeit ein Vitamin D-Defizit der Grund sein. Wie akut diese Gefahr ist, deutet eine vom Robert Koch-Institut durchgeführte Studie an. Hier wurde die Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin-D (25(OH)D) bei 6.995 Teilnehmern im Blutserum gemessen: Insgesamt wiesen 30,2 % der Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren 25(OH)D-Serumkonzentrationen < 30 nmol/l und damit eine mangelhafte Versorgung auf. Eine ausreichende Versorgung mit 25(OH)D-Serumkonzentrationen von ≥ 50 nmol/l erreichten...

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?
© freshidea / Fotolia.com

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt....

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Jetzt gegen Grippe impfen lassen
© Eisenhans / Fotolia.com

Die vergangene Grippesaison 2016/2017 sorgte in Deutschland für rund sechs Millionen Infektionen. Wer sich diesen Winter vor einer Grippe schützen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen. „Der Körper benötigt nach der Grippeimpfung rund zwei Wochen, bis ein ausreichender Virenschutz aufgebaut ist. Wer sich rechtzeitig auf das größte Ansteckungsrisiko vorbereiten will, sollte also jetzt zum Arzt gehen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER. Insbesondere ältere Menschen mit Risiko für einen schweren...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Regelmäßige Bewegung senkt Rückfallrisiko: App unterstützt Krebspatienten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.