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Medizin

08. Februar 2017 Regelmäßige Bewegung senkt Rückfallrisiko: App unterstützt Krebspatienten

Regelmäßige Bewegung kann das Krebsrückfallrisiko um bis zu 67% senken. Die App movival® unterstützt Krebspatienten durch individuelle Rückmeldung und Visualisierung des medizinisch empfohlenen Bewegungsumfangs, errechnet die Zielerreichung, liefert aktuelle Informationen zur Krebsforschung und ermöglicht den Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten.
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Fachinformation
„Was kann ich selbst tun, um mein Krebsrückfallrisiko zu senken?“ Auf diese häufig gestellte Frage vieler Krebspatienten gibt es heute eine Antwort auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In mehr als 70 internationalen Studien zum Thema „Krebs und Bewegung“ hat sich herausgestellt, dass Krebspatienten durch Bewegung ihr Rückfallrisiko wesentlich verringern können. Diese Erkenntnisse werden nun in einer App und einem Internetprogramm für Krebspatienten nutzbar gemacht.

movival® unterstützt Patienten bei der Erreichung von individuellen Bewegungszielen, die anhand von Punkten dokumentiert werden und auf wissenschaftlichen Studien beruhen. Dabei geht es um jede Form von Bewegung, von A wie Angeln, über Hausarbeit, Spazierengehen, Radfahren, Joggen, bis hin zu Z wie Zumba. Darüber hinaus filtert movival® für seine Nutzer Nachrichten und Neuigkeiten aus der Welt der Krebswissenschaft und bereitet diese verständlich auf. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und andere Portalmitglieder über Nachrichten zu motivieren.

„movival® ist die erste Anwendung, die sich gezielt an von Krebs betroffene Menschen richtet. Unser Ziel ist, dass jeder unserer Nutzer die aktuellsten Informationen rund um die Erkrankung erhält und zudem durch ein angeleitetes Bewegungsprogramm seine Chancen bestmöglich erhöht, gesund zu bleiben“, sagt PD Dr. med. Thomas Widmann, der die movival GmbH im Jahr 2014 gegründet hat.

Eine häufige Ursache von Krebs sind Veränderungen an den Telomeren. Mit steigendem Alter verkümmern diese Enden zunehmend, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Chromosomenbrüchen steigt, die zu bösartigen Zellveränderungen führen. Durch regelmäßige körperliche Bewegung werden im menschlichen Körper Enzyme aktiviert, durch die sich die Telomere stabilisieren. „Bewegung wirkt hier wie ein Jungbrunnen“, so Widmann, „wodurch die sonst bei kurzen Telomeren auftretenden krebsauslösenden Chromosomenbrüche seltener auftreten." Gleichzeitig ist diese Information aber auch eine gute Nachricht für alle gesunden Personen: „Durch Bewegung kann auch schon das Auftreten von Krebs reduziert werden."

Nutzer der App können ihr Bewegungsprogramm individuell festlegen. Das bedeutet, sie können sich ein Wochenziel von movival®-Punkten auf der Basis wissenschaftlicher Empfehlungen selbst vorgeben. Weiterhin ist im Premiumpaket für 9,90 € im Monat die Anbindung eines Bewegungstrackers möglich und der Nutzer hat unter anderem Zugang zu movival-Webinaren zum Thema Krebs. Da alle Bewegungsformen mit movival-Punkten versehen sind, stellt movival® ein einfaches und gut verständliches Berechnungssystem für alle Portalmitglieder bereit. Ein movival-Punkt steht für eine Metabolische Einheit pro Stunde (MET-h). Das Metabolische Äquivalent (MET) ist die Maßeinheit für die Intensität von Bewegung und körperlicher Aktivität. „Etwas Bewegung senkt das Krebsrückfallrisiko etwas und mehr Bewegung senkt das Krebsrückfallrisiko deutlich. Mit insgesamt 25 movival®-Punkten pro Woche steigt die Wahrscheinlichkeit, gesund zu bleiben um bis zu 40%“, sagt Widmann.

Quelle: Asklepios Kliniken Hamburg, movival GmbH


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