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Medizin

21. März 2019 Asthma: Erhöhung der ICS-Dosis mit extrafeiner ICS/LABA-Fixkombination

Eine konsequente Entzündungshemmung mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) ist eine wichtige Basis der Asthma-Therapie. In Phasen mit stärkerer entzündlicher Aktivität in den Atemwegen, zum Beispiel während der Allergiesaison ist die Erhöhung der ICS-Dosis in der Erhaltungstherapie eine Option der Wahl (1). Die extrafeine ICS/LABA-Fixkombination aus Beclometason (BDP) und Formoterol (FF) steht in 2 unterschiedlichen Dosierungen und 2 verschiedenen Devices zur Verfügung. So kann die Therapie individuell und flexibel an die Bedürfnisse der Patienten angepasst werden.
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Im aktuellen 5-stufigen Behandlungsschema der S2k-Leitlinie stehen ICS an zentraler Stelle. Die antientzündliche Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid empfehlen die Experten in der Leitlinie ab Stufe 2. Diese kann optional in niedriger Dosierung bereits ab Stufe 1 zur Prävention von schweren Exazerbationen erfolgen. Bei weiterhin persistierenden Symptomen folgt in Stufe 3 ein zunächst niedrig dosiertes ICS in Kombination mit einem lang wirksamen Beta-2-Sympathomimetikum (LABA) (1). Die extrafeine ICS/LABA-Fixkombination BDP/FF (FOSTER®) steht in 2 unterschiedlichen Dosierungen (100 μg und 200 μg ICS Anteil) und 2 verschiedenen Devices – als Dosieraerosol und als Pulverinhalator NEXThaler® – zur Verfügung (2-5).

Symptomkontrolle mit Hochdosis möglich

Wenn die Asthma-Symptome nicht ausreichend gelindert werden können, kann als Option in Stufe 4 auf die BDP/FF-Hochdosis (200/6) eskaliert werden, um so den anti-inflammatorischen Effekt zu verstärken und eine bessere Symptomkontrolle zu erreichen. Sofern eine kombinierte Erhaltungs- und Bedarfstherapie (MART) auf Stufe 3 und 4 angezeigt ist, kann niedrig-dosiertes ICS/Formoterol (wie zum Beispiel FOSTER® 100/6) eingesetzt werden. Die Fixkombinationstherapie mit einem einzigen Inhalator kann außerdem die Compliance unterstützen. Die Zulassung in der EU besteht seit 2006, für die Hochdosis seit 2015 (2,3).

Extrafeine Wirkstoffformulierung

Entzündliche Umbauprozesse in den großen und den kleinen Atemwegen können wesentlich zur Pathogenese respiratorischer Erkrankungen beitragen. Diese chronisch inflammatorischen Prozesse sind assoziiert mit vermehrten Symptomen und einem erhöhten Exazerbationsrisiko, deren Reduktion in den Leitlinien ein hoher Stellenwert beigemessen wird (6). Um die großen und kleinen Atemwege im gesamten Bronchialraum zu erreichen, eignen sich Inhalativa mit extrafeiner Wirkstoffformulierung (7). Die extrafeine Partikelformulierung von circa 1,5 μm (bezogen auf MMAD – Mass Median Aerodynamic Diameter), die auch die kleinen Atemwege besonders gut erreicht, stellt daher einen Vorteil dar. Szintigrafische Studien bei Asthmatikern belegen für die extrafeine Fixkombination unabhängig vom Inhalationsdevice eine hohe und homogene Deposition in der gesamten Lunge (8,9).

Studien zeigen Vorteil der extrafeinen Fixkombination

Die Fixkombination aus extrafeinen BDP/FF-Partikeln zeigt im Vergleich zu den Fixkombinationen mit größeren Wirkstoffpartikeln aus BDP/FF und Fluticason-Salmeterol (FP/S) bei der Asthmakontrolle einen Vorteil. Studienergebnisse zeigen, dass 57% der mit extrafeinen BDP/FF pMDI behandelten Patienten eine vollständige Asthmakontrolle erreichen, wohingegen dies nur 36% der Patienten aus den Vergleichsgruppen BVD/FF und FP/S erreichen (p=0,031 FOSTER® pMDI vs. BDP/FF und FP/S) (10).  Auch zeigte die Fixkombination im Vergleich zur Therapie mit 2 Inhalatoren Vorteile. In einer randomisierten doppelblinden Studie wurde die Gabe der Fixkombination mit einer Verabreichung der Wirkstoffe über 2 verschiedene Inhalatoren verglichen. Die 211 Patienten, die mit FOSTER® behandelt wurden, erreichten signifikant mehr Tage mit Asthmakontrolle im Vergleich zu der Gruppe, die die ICS/LABA-Therapie getrennt erhielt (p<0,005 vs. BDP+FF).
 

Quelle: Chiesi

Literatur:

(1) Buhl R et al., S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Pneumologie 2017; 71: 849-91.
(2) Fachinformation FOSTER® 100μg/6μg pro Inhalation Druckgasinhalation, Lösung, Stand 03/2018.
(3) Fachinformation FOSTER® 200μg/6μg pro Inhalation Druckgasinhalation, Lösung, Stand 09/2018.
(4) Fachinformation FOSTER® NEXThaler® 100μg/6μg pro Inhalation Pulver, Stand 06/2018.
(5) Fachinformation FOSTER® NEXThaler® 200μg/6μg pro Inhalation Pulver, Stand 09/2018.
(6) GINA Leitfaden zum Management und zur Prävention von Asthma – die GINA-Leitlinien 2016.
(7) Lavorini F et al. Chest 2017; 151: 1345-1355.
(8) De Backer W et al., J Aerosol Med Pulm Drug Deliv 2010; 23: 137-148.
(9) Virchow JC et al. J Aerosol Med Palm Drug Deliv. 2018 Oct; 31(5): 269-280.
(10) Muller V et al. BMC Pulm Med 2011; 11:40.
 


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