Freitag, 18. Januar 2019
Navigation öffnen

Aktuelle Infos für Ärzte

18. Dezember 2018 Asthma: Inhalator ermöglicht einfache Anwendung

Die Asthmakontrolle wird oft durch Fehler bei der Anwendung des Inhalators erschwert. Bei Pulverinhalatoren ist eine ausreichende inspiratorische Kraft notwendig, um die Wirkstoffpartikel in die lungengängige Aerosolform zu bringen und einzuatmen. Eine Analyse von Daten aus einer multizentrischen Querschnittsstudie an Erwachsenen mit Asthma konnte zeigen, dass 32-38% der Patienten, die Pulverinhalatoren nutzen, nicht den zur korrekten Inhalation notwendigen kräftigen Inspirationsfluss erzeugen können (1). Dies war mit unkontrolliertem Asthma assoziiert. Diese Probleme sollen mit einer neuen Fix-Kombination aus Fluticasonpropionat und Formoterolfumarat umgangen werden.
Klassische Dosieraerosole verfügen zwar über eine aktive Wirkstofffreisetzung, allerdings müssen bei der Anwendung der Zeitpunkt des Auslösens und das Einatmen koordiniert werden. Dazu waren 24,9% der an der Studie teilnehmenden Probanden nicht in der Lage (1). Diese potentiellen Fehlerquellen machen dem Patienten die korrekte Nutzung und damit die Asthmakontrolle schwer.

Korrekte Anwendung häufig erschwert

Laut dem Leitfaden der Global Initiative for Asthma (GINA) zum Management und zur Prävention von Asthma ist die Device-Schulung essentiell für eine effektive Therapie (2). Dr. Frank Kanniess, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin und Allergologie aus Reinfeld, berichtet, dass zur Durchführung dieser Empfehlungen im Praxisalltag oft nur wenig Zeit zur Verfügung stehe. Angesichts der Vielfalt der verschiedenen Devices und deren potentiellen Fehlerquellen, sei das Inhalations-Training eine große Herausforderung.

„Der flutiform® k-haler® ist das erste ICS/LABA-Dosieraerosol, bei dem die Wirkstofffreisetzung vom Atemzug des Patienten ausgelöst wird. Damit entfällt die Koordination von Auslösen des Sprühstoßes und gleichzeitigem Einatmen. Zudem ist nur eine geringe inspiratorische Kraft nötig, um einen Sprühstoß auszulösen“, so Dr. de Zeeuw, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Schlafmedizin aus Köln. Das geknickte K-förmige Dosierventil mit der patentierten k-valve™-Technologie ermöglicht das atemzuggetriggerte Auslösen des Sprühstoßes. Beim Öffnen des Mundstücks wird die Dosis in das Dosierventil geleitet und zunächst dort festgehalten. Erst durch den Atemzug des Patienten begradigt sich das Ventil und setzt die Dosis als aktiven Sprühstoß frei.

Der Sprühstoß des Inhalators ist sanft und trifft mit wenig Kraft im Rachenraum auf (3). Auf diese Weise wird kein Hustenreiz ausgelöst und eine gute Lungendeposition ermöglicht. Bei Asthmapatienten, die den Inhalator benutzen, erreichen 44,7% der abgemessenen Dosis die Lunge (4). Außerdem ist ein Zählwerk integriert, an dem der Nutzer die Anzahl der verbleibenden Sprühstöße ablesen kann. Die Anwendungsweise wird mit leicht verständlichen Piktogrammen erklärt.

Die im Inhalator enthaltene Fix-Kombination aus Fluticasonpropionat und Formoterolfumarat ist bislang auch im flutiform® Dosieraerosol enthalten. Untersuchungen zur Pharmakokinetik, ergänzt durch pharmakodynamische Sicherheitsdaten, legen nahe, dass das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil des Inhalators wahrscheinlich mit demjenigen übereinstimmt, welches für das flutiform® Dosieraerosol gezeigt wurde (5).

Quelle: Mundipharma

Literatur:

(1) Price DB, Román-Rodríguez M, McQueen RB, Bosnic-Anticevich S, Carter V, Gruffydd-Jones K, Haughney J, Henrichsen S, Hutton C, Infantino A, Lavorini F, Law LM, Lisspers K, Papi A, Ryan D, Ställberg B, van der Molen T, Chrystyn H. Inhaler Errors in the CRITIKAL Study: Type, Frequency, and Association with Asthma Outcomes. J Allergy Clin Immunol Pract. 2017;5(4):1071-1081.e9. doi:10.1016/j.jaip.2017.01.004.
(2) GINA. GINA Report 2018, Global Strategy for Asthma Management and Prevention: https://ginasthma.org/gina-reports/, abgerufen am 12.10.2018. 2018.
(3) Tuohy J, Marshall J, Danagher H. Plume spray force of three HFA-propelled ICS/LABA combination inhalers. In: Airway Pharmacology and Treatment: European Respiratory Society; 2017. PA524.
(4) Kappeler D, Sommerer K, Kietzig C, Huber B, Woodward J, Lomax M, Dalvi P. Pulmonary deposition of fluticasone propionate/formoterol in healthy volunteers, asthmatics and COPD patients with a novel breath-triggered inhaler. Respir Med. 2018;138107–14. doi:10.1016/j.rmed.2018.03.029.
(5) flutiform® k-haler® 50 μg/5 μg / 125 μg/5 μg, Fachinformation, September 2018.


Das könnte Sie auch interessieren

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab

Klaustrophobie hält 15 Prozent der Patienten davon ab, sich trotz starker Schmerzen mittels der Magnetresonanztomografie untersuchen zu lassen. Dies hat für Ärzte, Therapeuten und Krankenkassen kostenintensive Folgen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch der Patient selbst: Statt sich einer Diagnose zu stellen, leidet er oftmals monatelang unter starken Schmerzen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Angstpatienten die MRT-Untersuchung akzeptieren, wenn Fachpersonal sie vor und während des Termins persönlich intensiv begleitet und berät. Zudem ist es wichtig, dass sie aus dem MRT-Gerät herausschauen können wie bei dem innovativen Upright-MRT. Dagegen brechen mehr als ein Drittel der Befragten (39 Prozent) eine Untersuchung in einer geschlossenen MRT-Röhre mittendrin ab und im „Sandwich“-MRT steigen 16,6 Prozent aus. Das hat eine Diplomarbeit „Klaustrophobie in der MRT oder die Angst vor der Röhre“ in einer aktuellen Studie1 herausgefunden. Eine umfassende Beratung bei Bedenken vor der MRT-Untersuchung bietet den Betroffenen das neue Webportal www.angst-im-mrt.de.

Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen

Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen. Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“, der unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Asthma: Inhalator ermöglicht einfache Anwendung "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.