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Medizin

18. Juli 2019 Asthma: Patientenängste vor inhalativen Kortikosteroiden lindern

Patienten mit Asthma stehen einer Dauertherapie mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) häufig kritisch gegenüber. Dabei gehören ICS aufgrund ihrer anti-inflammatorischen Effektivität zu den wichtigsten Therapieoptionen in der Asthma-Behandlung (1). Bei inhalativer Anwendung, wie z.B. mit der ICS/LABA-Kombinationstherapie Revinty® Ellipta®, können mit geringen Wirkstoffmengen hohe topische Konzentrationen, bei oft raschem Wirkeintritt und geringen systemischen Wirkungen erreicht werden (2). Trotz klinischer Vorteile und Empfehlungen nationaler und internationaler Leitlinien gibt es weiterhin Vorbehalte (1,2).
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Patientenängste vor inhalativen Kortikosterioden

Fehlende Informationen und eine falsche Interpretation der Vor- und Nachteile können die Adhärenz der Patienten beeinflussen. Moderne ICS, wie Fluticasonfuroat, sind potent und können schon in geringen Dosen eine Asthmakontrolle erreichen (3). Hier kann Aufklärungsarbeit durch den Arzt Patienten dabei helfen, ihre Ängste bzw. Bedenken vor einer Behandlung mit inhalativen Kortikosterioden zu überwinden. Dies kann dann zu einer verbesserten Therapietreue der Patienten führen.

Was können ICS leisten?

ICS werden in der deutschen Asthma-Leitlinie zur Langzeittherapie ab Stufe 2 empfohlen. Sie verbessern die entzündlichen Schleimhautveränderungen in den Atemwegen und die bronchiale Hyperreagibilität. Klinisch bedeutet das: Die Lungenfunktion verbessert sich und Asthmasymptome treten seltener auf. Zudem verringern sich Häufigkeit und Schweregrad von Exazerbationen sowie die Zahl der Asthma-bedingten Hospitalisierungen und der Todesfälle. Insgesamt verbessert sich die Asthma-bezogene Lebensqualität (2). Die Liste der verfügbaren ICS ist lang: Beclometason war 1972 das erste synthetische Kortikosteroid zur Asthmatherapie. Weitere sind u. a. Budesonid, Fluticasonpropionat und Fluticasonfuroat (3). Aber welches ICS ist das effektivste und welchen Einfluss hat die Wirkstoffwahl auf die Therapie? Mitentscheidend für die Effektivität eines ICS sind seine Potenz, der verwendete Inhalator und die Verweildauer des Wirkstoffs in der Lunge (3).

Lange Verweildauer in der Lunge

Das aktuell potenteste ICS ist Fluticasonfuroat (FF) (3). Es weist eine große Lipophilie, niedrige Löslichkeit und eine höhere Glukokortikoid-Rezeptor-Bindungsaffinität im Vergleich zu Fluticasonpropionat (FP) und anderen inhalierbaren Kortikosteroiden auf (3). Der Vorteil einer höheren Potenz liegt darin, dass eine niedrigere Dosis benötigt wird, um die gleiche Anzahl von Glukokortikoid-Rezeptoren in den Atemwegen zu besetzen. Folglich kann eine niedrigere Tagesdosis von FF zu einer äquivalenten Wirkung im Vergleich zu anderen ICS führen (3). Für die Effektivität ist neben der Potenz auch die Dauer wichtig, die der Wirkstoff in der Lunge verweilt. Lipophilere ICS haben eine Tendenz länger in der Lunge zu verbleiben. Dies ist ein Grund, weshalb FF die höchste Lungenretention der untersuchten ICS hat (3). FF kann so 1x täglich gegeben werden, während in diesem Vergleich andere ICS 2x täglich oder sogar noch häufiger verabreicht werden müssen (3). Dies kann bedeutsam für die Akzeptanz des Patienten sein: Eine 1x tägliche Therapie kann die Adhärenz im Vergleich zu einer 2x täglichen Applikation verbessern, was wiederum einen positiven Einfluss auf die Asthmakontrolle haben und zu mehr Lebensqualität führen kann (4).

Adhärenz-Erhöhung

Die aktuelle Asthma-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin empfiehlt ab Therapiestufe 2 eine regelmäßige Langzeittherapie mit ICS (2). Ab der dritten Therapiestufe kommt bei Erwachsenen eine Kombination aus einem niedrig dosierten ICS mit einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) zum Einsatz (2). In Revinty® Ellipta® ist neben dem modernen ICS Fluticasonfuroat (92 μg oder 184 μg pro abgegebener Dosis*) das LABA Vilanterol (VI 22 μg pro abgegebener Dosis) enthalten (5). Mit dieser ICS/LABA-Fixkombination konnte in einer großen Real-Life-Studie eine deutliche Verbesserung der Asthmakontrolle und der Lebensqualität der Patienten im Vergleich zu ihrer bisherigen Asthmatherapie erreicht werden (6). Durch die 1x tägliche Gabe erhält der Patient in nur einer Inhalation die für seine Therapie notwendigen Wirkstoffe. In der aktuellen Asthma-Leitlinie wird erwähnt, dass eine Fixkombination zudem die Therapiesicherheit in Bezug auf die Adhärenz erhöht (2). Fluticasonfuroat/Vilanterol ist aufgrund der nur 1x täglichen Gabe gut in den Lebensalltag der Patienten integrierbar. Über den Trockenpulverinhalator Ellipta® wird mit nur einer Inhalation die täglich notwendige Medikation eingenommen (5). Der Ellipta®-Inhalator ist einfach in der Handhabung, anwenderfreundlich und hat eine hohe Patientenpräferenz (7).

* Die Anfangsdosis von Revinty® Ellipta® sollte 92 μg FF/22 μg VI betragen. Bei Patienten, die mit dieser Therapie nicht ausreichend eingestellt sind, kann die Dosis auf 184 μg FF /22 μg VI erhöht werden.

Quelle: Berlin-Chemie

Literatur:

(1) Loke YK et al. PLOS ONE 2015; 10 (7): e0133428.
(2) Buhl R et al. Pneumologie 2017; 71: 849-919.
(3) Daley-Yates PT. Br J Clin Pharmacol 2015; 80: 372-80.
(4) Bernstein D I et al. J Asthma, 2015; 52(10): 1073-83.
(5) Fachinformationen Revinty® Ellipta®.
(6) Woodcock A et al. Lancet 2017; 390: 2247-55.
(7) van der Palen J et al. NPJ Prim Care Respir Med 2016; 26: 16079. Im Vergleich zu HandiHaler®, Diskus®, Turbohaler®, Breezhaler® und pMDI.


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