Samstag, 22. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

27. März 2019 Asthma: Patientenbericht über Benralizumab

Der Leidensdruck von Patienten mit schwerem, unkontrolliertem Asthma ist hoch. Ziel muss eine Reduktion der Symptome sein, und zwar langfristig. Eine Patientin, die mit Benralizumab behandelt wird, zieht Bilanz.
Anzeige:
Seit einem Jahr ist Benralizumab (Fasenra®), das sich gegen den IL5-Rezeptor richtet, zugelassen. Der Antikörper ist angezeigt für die Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide plus lang wirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist. Jenseits aller klinischen Studien entscheiden über den Nutzen eines Medikaments letztlich Wirksamkeit und Sicherheit in der Praxis und im Alltag der Patienten. Die individuelle Bilanz einer Patientin fiel positiv aus. Nach der Diagnose „schweres unkontrolliertes Asthma“ habe sie mit ihrem Arzt mehrere Therapieoptionen versucht: Inhalativa, orale Kortikosteroide und Anti-IgE-Antikörper – ohne langfristigen Erfolg. Die nächtlichen Beschwerden und Hustenanfälle gingen weiterhin mit einer insgesamt schlechten körperlichen Verfassung einher. Erst unter der Therapie mit Benralizumab seien die Symptome abgeklungen und sie konnte nachts wieder durchschlafen, berichtete sie. „Was sich für uns Ärzte in objektiven Zahlen ausdrückt, spiegelt das subjektive Empfinden unserer Patienten wider“, kommentierte Prof. Dr. Marek Lommatzsch, Rostock. „Das sollte uns immer präsent sein, wenn wir die Entscheidung zur individuellen Therapiewahl treffen.“

Längerfristiger Therapieeffekt

Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der langfristigen Symptombefreiung bei schwerem Asthma: „Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Patienten einen extrem hohen Leidensdruck haben und in ihrem Alltag durch die entzündliche Erkrankung sehr eingeschränkt sind. Mit Benralizumab wird direkt die Ursache der Entzündung, in diesem Fall die Eosinophilen, adressiert. Wie wirksam diese Strategie ist, zeigten die Daten der Zulassungsstudien. Erste Ergebnisse der Langzeitstudie BORA belegen nun, dass Therapieeffekte, wie etwa die Reduktion der jährlichen Exazerbationsrate, längerfristig aufrechterhalten werden können. 74% der Patienten mit einem Ausgangswert der Blut-Eosinophilenzahlen von ≥ 300/µl blieben im zweiten Behandlungsjahr exazerbationsfrei. Die in den Zulassungsstudien SIROCCO und CALIMA beobachtete Verbesserung der Lungenfunktion konnte erhalten werden. Auch Sicherheitsprofil und Verträglichkeit blieben im zweiten Behandlungsjahr auf dem Niveau des Vorjahrs.

Dr. Beate Fessler

Quelle: Presse-Dialog „1 Jahr Fasenra: Therapie des schweren Asthmas in Praxis und Alltag“, München, 14.03.2019; Veranstalter: AstraZeneca


Das könnte Sie auch interessieren

Schlaflose Nächte und grüner Star gehen oft Hand in Hand

Schlaflose Nächte und grüner Star gehen oft Hand in Hand
© HQUALITY - stock.adobe.com

Menschen, die an der Augenerkrankung grüner Star (Glaukom) leiden, sind häufig auch von Schlafstörungen betroffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass verschiedene Probleme beim Ein- oder Durchschlafen mit einem grünen Star verbunden sind1. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Schlafstörungen entweder ein Risikofaktor für das Glaukom oder eine Folge dessen sein könnten. Die DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft erinnert vor diesem Hintergrund daran, dass der grüne Star nur durch eine augenärztliche Untersuchung entdeckt...

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes
© pikselstock / fotolia.com

Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erkranken jeden Tag rund 1.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes. Mediziner unterscheiden dabei je nach Ursache zwischen zwei Typen. Sowohl der Typ 1 als auch der Typ 2 äußern sich in einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel aufgrund von Insulinresistenz oder -mangel. Dadurch staut sich Zucker in den Blutgefäßen an. Bleibt eine Diabeteserkrankung unentdeckt, führt dies zur Schädigung der Blutgefäße und anderer Organe. Damit Betroffene trotz Erkrankung ihr Leben genießen können, gilt es...

So kommen Senioren gut durch den Winter

So kommen Senioren gut durch den Winter
© ARochau / Fotolia.com

Im Winter neigen vor allem ältere Menschen dazu, sich zu Hause einzuigeln. Aber zu wenig an Bewegung, frischer Luft und Tageslicht können schnell das Immunsystem schwächen, den Stoffwechsel verlangsamen und aufs Gemüt schlagen. „Senioren sollten auch im Winter auf ausreichend Bewegung achten. Andernfalls haben sie es im Frühjahr deutlich schwerer, wieder in Schwung zu kommen“, sagt Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER GEK. Regelmäßige Bewegung ist deshalb so wichtig, weil sie den altersbedingten physiologischen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Asthma: Patientenbericht über Benralizumab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.