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Medizin

27. März 2019 Asthma: Patientenbericht über Benralizumab

Der Leidensdruck von Patienten mit schwerem, unkontrolliertem Asthma ist hoch. Ziel muss eine Reduktion der Symptome sein, und zwar langfristig. Eine Patientin, die mit Benralizumab behandelt wird, zieht Bilanz.
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Fachinformation
Seit einem Jahr ist Benralizumab (Fasenra®), das sich gegen den IL5-Rezeptor richtet, zugelassen. Der Antikörper ist angezeigt für die Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide plus lang wirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist. Jenseits aller klinischen Studien entscheiden über den Nutzen eines Medikaments letztlich Wirksamkeit und Sicherheit in der Praxis und im Alltag der Patienten. Die individuelle Bilanz einer Patientin fiel positiv aus. Nach der Diagnose „schweres unkontrolliertes Asthma“ habe sie mit ihrem Arzt mehrere Therapieoptionen versucht: Inhalativa, orale Kortikosteroide und Anti-IgE-Antikörper – ohne langfristigen Erfolg. Die nächtlichen Beschwerden und Hustenanfälle gingen weiterhin mit einer insgesamt schlechten körperlichen Verfassung einher. Erst unter der Therapie mit Benralizumab seien die Symptome abgeklungen und sie konnte nachts wieder durchschlafen, berichtete sie. „Was sich für uns Ärzte in objektiven Zahlen ausdrückt, spiegelt das subjektive Empfinden unserer Patienten wider“, kommentierte Prof. Dr. Marek Lommatzsch, Rostock. „Das sollte uns immer präsent sein, wenn wir die Entscheidung zur individuellen Therapiewahl treffen.“

Längerfristiger Therapieeffekt

Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der langfristigen Symptombefreiung bei schwerem Asthma: „Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Patienten einen extrem hohen Leidensdruck haben und in ihrem Alltag durch die entzündliche Erkrankung sehr eingeschränkt sind. Mit Benralizumab wird direkt die Ursache der Entzündung, in diesem Fall die Eosinophilen, adressiert. Wie wirksam diese Strategie ist, zeigten die Daten der Zulassungsstudien. Erste Ergebnisse der Langzeitstudie BORA belegen nun, dass Therapieeffekte, wie etwa die Reduktion der jährlichen Exazerbationsrate, längerfristig aufrechterhalten werden können. 74% der Patienten mit einem Ausgangswert der Blut-Eosinophilenzahlen von ≥ 300/µl blieben im zweiten Behandlungsjahr exazerbationsfrei. Die in den Zulassungsstudien SIROCCO und CALIMA beobachtete Verbesserung der Lungenfunktion konnte erhalten werden. Auch Sicherheitsprofil und Verträglichkeit blieben im zweiten Behandlungsjahr auf dem Niveau des Vorjahrs.

Dr. Beate Fessler

Quelle: Presse-Dialog „1 Jahr Fasenra: Therapie des schweren Asthmas in Praxis und Alltag“, München, 14.03.2019; Veranstalter: AstraZeneca


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