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Medizin

04. Juni 2014 Asthma und COPD: Auf optimale Inhalatoren kommt es an

Für Patienten mit Asthma bronchiale und COPD bietet der Trockenpulver-Inhalator Spiromax®, der die Fixkombination aus dem inhalativen Kortikosteroid Budesonid und dem langwirksamen Bronchodilatator Formoterol (DuoResp®) enthält, eine neue Option der Inhalationstherapie. Das Gerät ist so konstruiert, dass die Patienten zu jedem Schritt der inhalativen Prozedur eine entsprechende Rückmeldung erhalten. Die Pneumologen hoffen darauf, dass sich damit die Inhalationstechnik, die im praktischen Alltag sehr zu wünschen übrig lässt, substanziell verbessert.

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Die Inhalation ist für Patienten mit Asthma bronchiale und COPD gleichermaßen die Therapie der Wahl. Als Basismedikamente fungieren dabei antiinflammatorisch wirksame Kortikosteroide und Bronchodilatatoren. Der einzelne Patient profitiert dann am meisten, wenn er die für ihn optimale Medikation über ein optimales Inhaliergerät zuführen kann. Prof. J. Christian Virchow, Mainz, drückte das so aus: "Die Medikation und das Inhalationsgerät müssen dem Patienten angepasst werden, und nicht umgekehrt."

Trotz dieser klaren Vorgaben sind die Erfolge der Asthma- und COPD-Behandlung laut Virchow "dramatisch schlecht". Und das gilt auch für Compliance, Adhärenz und Persistenz. Inzwischen steht fest, dass Non-Compliance mehr bedeutet als das Vergessen der Medikamenteneinnahme. Rationale Non-Compliance, persönliche Ansichten und Therapieziele sowie Missverständnisse bestimmen über die Adhärenz in der inhalativen Therapie. Diese vom Patienten zu verantwortenden Faktoren führen schließlich dazu, dass Asthma und COPD unzureichend kontrolliert sind. Die einschlägigen Folgen sind gesteigerte Morbidität und vermehrter Ressourcenverbrauch durch Exazerbationen und Hospitalisierungen.

"Die beste Adhärenz ist sinnlos, wenn falsch inhaliert wird"

Wie eine Studie aus Bayern signalisiert, bekommen weniger als 2% (kein Druckfehler!) der Asthmatiker ausreichend Medikamente, um zweimal pro Tag eine geregelte Behandlung vornehmen zu können. Schuld an der unzureichenden Kontrolle von Asthma und COPD sind der Studie zufolge aber auch die falsche Wahl der Inhalatoren und die mangelnde Schulung im richtigen Umgang mit diesen Geräten. Virchow brachte die derzeitige Situation treffend auf den Punkt: "Die beste Adhärenz ist sinnlos, wenn falsch inhaliert wird." Die Wahl des Inhalators kann also wichtiger sein als die Wahl innerhalb einer Substanzklasse.

Ob die Inhalationstherapie bei Asthma bronchiale und COPD erfolgreich verläuft, wird nicht zuletzt auch von der korrekten Anwendung des jeweils ausgewählten Inhalationssystems bestimmt, konzedierte auch Dr. Peter Kardos, Frankfurt am Main. Deshalb wurde mit DuoResp® Spiromax® ein System entwickelt, bei dem in erster Linie die Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt werden. So soll der Patient weniger Fehler machen, wenn er den Inhalator anwendet. Darüber hinaus sollen seine Compliance und die Wirksamkeit der Behandlung gesteigert werden.

Mit nur einem Schritt einsatzbereit

Ein nicht zu unterschätzender Vorzug von Spiromax® liegt darin, dass er mit nur einem Schritt einsatzbereit ist. "Nach dem Öffnen der Klappe kann der Patient inhalieren und das Device dann wieder schließen. Die Dosisfreisetzung erfolgt atemzugsgesteuert", erläuterte Kardos. Dank einer speziellen Technologie ist gesichert, dass bei jeder Applikation eine exakt abgemessene Dosis der Wirkstoffe verfügbar ist. Sie wird auch bei schwachem Inspirationsfluss wirksam freigesetzt und in die Atemwege transportiert.

Bei der Prozedur werden die Wirkstoffe in der integrierten Verwirbelungskammer von Laktose, die als Trägerstoff fungiert, getrennt. Auf diese Weise realisiert der Patient über einen leicht süßlichen Geschmack im Mund, dass die Inhalation erfolgt ist. Das Klickgeräusch beim Öffnen des Inhalators, der Laktosegeschmack und das Zählwerk informieren den Patienten über jeden einzelnen Schritt der inhalativen Prozedur, so Kardos.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bestätigte Ende April dieses Jahres die Bioäquivalenz, Nicht-Unterlegenheit und Sicherheit von DuoResp® Spiromax®, und zwar im Vergleich mit einem Budesonid/Formoterol-Produkt, das sich bereits auf dem Markt befindet. In der noch nicht abgeschlossenen Studie mit dem Akronym ASSET (A Spiromax Safety and Efficacy Trial) werden Wirksamkeit und Sicherheit der beiden Budesonid/Formoterol-Inhalationssysteme bei Patienten ab zwölf Jahren mit persistierendem Asthma überprüft, sagte Privatdozent Christian Geßner, Leipzig. Als primärer Endpunkt dient die Veränderung des wöchentlichen Durchschnitts für den täglichen Talwert der morgendlichen Peak-Flow-Werte über zwölf Wochen.                                                                                                            
kbf

Quelle: Launch-Pressegespräch "Herausforderung Inhalationstherapie - unsere Antwort: DuoResp® Spiromax®", Hamburg, 14. Mai 2014; Veranstalter: Teva Specialty Medicines, Berlin


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