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Medizin

21. Februar 2013 Atherosklerose: Rolle der Monozyten

Atherosklerose gehört zu den häufigsten Todesursachen. Bei der Erkrankung bilden sich in den Adern Ablagerungen an der Gefäßinnenwand. Das kann den Blutfluss behindern und schließlich ganz blockieren. Besonders gefährlich wird es, wenn sich diese Ablagerungen lösen und Gefäße im Herz oder im Gehirn verstopfen. Das kann letztlich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

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Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Atherosklerose spielen die Monozyten, eine wichtige Gruppe der weißen Blutzellen. Sie sammeln sich an der inneren Gefäßwand und schädigen sie dadurch, was zu einer chronischen Entzündung führt.

Für eine mögliche Therapie der Atherosklerose ist es daher entscheidend, wie die Monozyten in die Gefäßwand gelangen. Prof. Christian Weber und Dr. Maik Drechsler vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten an der LMU sowie PD Oliver Söhnlein von der LMU und dem Academic Medical Center Amsterdam konnten nun erstmals zeigen, dass die Rezeptoren CCR1 und CCR5 eine wichtige Rolle bei der Rekrutierung von Monozyten spielen. Diese umfasst eine Abfolge von Schritten, zu denen die Adhäsion auf dem Endothel und die anschließendeTransmigration dieser Zellen nach Aktivierung der Rezeptoren gehören.

Damit konnten sie die bisher verbreitete Vorstellung korrigieren, dass der Rezeptor CCR2 einen großen Einfluss auf die Rekrutierung der Monozyten hat. „Anders als bisher angenommen, vermittelt dieser Rezeptor nicht die Infiltration von Monozyten in die Gefäßwand, sondern wie auch CXCR2 den Übertritt aus dem Knochenmark in das Blut“, sagt Oliver Söhnlein.

Die beiden Rezeptormoleküle CCR1 und CCR5 bilden damit wichtige Angriffspunkte für neue therapeutische Ansätze gegen die Atherosklerose, die entweder direkt auf die Rezeptoren oder ihre Bindungspartner abzielen.

Literaturhinweis:
Distinct functions of chemokine receptor axes in the atherogenic mobilization and recruitment of classical monocytes
Oliver Soehnlein, Maik Drechsler, Yvonne Döring, Dirk Lievens, Helene Hartwig, Klaus Kemmerich, Almudena Ortega-Go´mez, Manuela Mandl, Santosh Vijayan, Delia Projahn, Christoph D. Garlichs, Rory R. Koenen, Mihail Hristov, Esther Lutgens, Alma Zernecke, Christian Weber
EMBO Molecular Medicine doi: 10.1002/emmm.201201717

 

Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München


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